TK-Gesundheitsreport: Hamburger bekommen wieder weniger Medikamente verordnet

Hamburg, 6. November 2018. Nachdem die Medikamentenverordnung in Hamburg in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich angestiegen war, ist die Anzahl der Tagesdosen pro Kopf im Jahr 2017 zum ersten Mal wieder gesunken. Der Wert nähert sich dem von 2014 an. Das zeigt der Gesundheitsreport 2018 der Techniker Krankenkasse (TK) in Hamburg. Hierfür wurden zwanzig Medikamentengruppen ausgewertet, die rund neunzig Prozent aller Verordnungen ausmachen. Auf jeden TK-Versicherten kamen im vergangen Jahr im Schnitt 4,4 verschreibungspflichtige Präparate und 238 Tagesdosen. Statistisch gesehen bedeutet dies, dass jeder bei der TK versicherte erwerbstätige Hamburger für fast zwei Drittel des Jahres Medikamente verschrieben bekommen hat. Ungeachtet dessen sind das weniger verordnete Tagesdosen als bundesweit (-3,7 Prozent). Hier bekamen TK-Versicherte Medikamente für rund 247 Tage.

 

Mehr Pillen für die Pumpe verschrieben

Ein Drittel, und damit größter Anteil aller Tagesdosen, sind Medikamente für den Herzkreislauf. Mit 80,9 Tagesdosen pro Kopf liegen die Hamburger zwar 10,2 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt, jedoch sind die Verschreibungen der Medikamente - die unter anderem zur Behandlung von Bluthochdruck eingesetzt werden - im Vergleich zu 2016 leicht angestiegen. Die Pillen für die Pumpe gehören damit zur einzigen Medikamentengruppe, deren Verordnungsvolumen weiter steigt.

 

Medikamente lassen sich oft vermeiden

"Bluthochdruck und Herzinfarkt sind häufig lebensstilbedingt. Daher können eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung, Entspannung und der Verzicht auf Nikotin den Blutdruck auf natürliche Weise senken. Medikamente lassen sich so oft vermeiden", sagt Maren Puttfarcken, Leiterin der TK-Landesvertretung Hamburg. "Zwar ist erfreulich, dass den Hamburger Erwerbstätigen weniger Herzmedikamente als dem Bundesdurchschnitt verordnet wurden - der Anstieg zum Vorjahr muss jedoch kritisch beobachtet werden", so Puttfarcken weiter.

 

Keine Luft in Hamburg: Mehr Asthma-Medikamente als bundesweit

Im vergangenen Jahr bekamen die Hamburger über 11 Prozent mehr Medikamente gegen Asthma verschrieben, als der bundesweite Durchschnitt. Antiasthmatika sind, gemessen an der Anzahl mit 11 Tagesdosen pro Kopf unter den fünf relevanten Arzneigruppen.

 

"Ein bewusster Lebensstil kann sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Die guten Vorsätze im Alltag in die Tat umzusetzen und "ungeliebte Marotten" ohne Hilfe abzulegen, ist dagegen nicht immer leicht. Auch aus diesem Grund setzen die Projekte der TK in den verschiedenen Lebenswelten an: Sei es im Betrieb durch das professionelle Betriebliche Gesundheitsmanagement oder Zuhause mit den kostenlosen Online-Angeboten zu Ernährung, Fitness und Entspannung des TK-Gesundheits-Coaches", so Puttfarcken.

 

Hinweis für die Redaktionen

Für den Gesundheitsreport 2018 wertete die TK die Krankschreibungen und Arzneimittelverordnungen der rund fünf Millionen bei der TK versicherten Erwerbspersonen aus, darunter 217.000 aus Hamburg. Dazu zählen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und Empfänger von Arbeitslosengeld I. Definierte Tagesdosen (DDD) sind die empfohlene Tageseinnahme eines Medikaments.

Weitere Informationen zu den Online-Coaches der TK gibt es auf tk.de.

 

Luise ZinkReferentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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