Hamburger Berufspendler seltener krankgeschrieben

Hamburg, 8. November 2018. Berufspendler in Hamburg waren im vergangenen Jahr im Schnitt 12,8 Tage krankgeschrieben und hatten somit 1,3 weniger Fehltage als Beschäftigte, die wohnortnah arbeiteten. Diese fehlten krankheitsbedingt im Schnitt 14,1 Tage. Das zeigt der aktuelle Report "Mobilität in der Arbeitswelt" der Techniker Krankenkasse (TK). "Die Ergebnisse des Reports deuten auf den sogenannten "Healthy-Worker"-Effekt hin. Das bedeutet, dass weitere Arbeitswege eher von Menschen in Kauf genommen werden, die über eine gute Gesundheit verfügen", sagt Maren Puttfarcken, Leiterin der TK-Landesvertretung Hamburg.

 

Als Berufspendler gelten Beschäftigte, deren Arbeitsplatz in einem anderen Kreis liegt als ihr Zuhause. In Hamburg ist das fast jeder Fünfte (17,5 Prozent). Jeder Zehnte nimmt mehr als 50 Kilometer Fahrt zum Arbeitsplatz in Kauf. Trotzdem schlägt das den Pendlern der Hansestadt offenbar nicht besonders auf die Psyche: Mit 2,6 psychisch bedingten Fehltagen liegen sie nah bei Beschäftigten mit kurzen Arbeitswegen (2,7 Tage). Zum Vergleich: Bundesweit fehlten Pendler im Durchschnitt 11 Prozent häufiger aufgrund psychischer Beschwerden am Arbeitsplatz als Beschäftigte mit kurzen Arbeitswegen.

 

Straßenverkehr größter Stressfaktor

"Stress muss nicht immer negativ sein. Als Reaktion auf besondere Belastungen versetzt sich der Körper in einen Stresszustand und befähigt zu kurzfristiger Leistungsfähigkeit. Problematisch wird es erst, wenn der Stress dauerhaft auftritt", sagt Puttfarcken. Laut TK-Stress-Studie 2016 zählt die Teilnahme am Straßenverkehr zu den größten Stressfaktoren. Mehr als 20 Prozent der Befragten in Norddeutschland gaben an, sich davon gestresst zu fühlen. "Damit liegt der Stressfaktor Straßenverkehr, dem Berufspendler Tag für Tag ausgesetzt sind, fast gleichauf mit Stressbelastungen wie zum Beispiel die ständige Erreichbarkeit durch das Smartphone oder die sozialen Medien", so Puttfarcken.

 

 

Hinweis an die Redaktion

Das Dossier "Mobilität in der Arbeitswelt (PDF, 2,2 MB)" ist eine Sonderauswertung des TK-Gesundheitsreports, für den die TK jährlich die Krankschreibungen und Arzneimittelverordnungen der Versicherten mit sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung analysiert. Für die vorliegende Studie wurden Daten von 2011 bis 2017 der jahresdurchschnittlich 3,6 bis 4,8 Millionen TK-versicherten Beschäftigten von 15 bis 65 Jahren untersucht. Von ihnen hatten im Jahr 2017 217.000 ihren Wohnsitz in Hamburg. Der Report ist, wie alle Gesundheitsberichte, unter www.tk.de verfügbar.

 

Für die TK-Stressstudie befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Juni 2016 im Auftrag der TK zum dritten Mal einen bevölkerungsrepräsentativen Querschnitt der Erwachsenen in Deutschland zu ihrem Stresslevel und ihrem Umgang mit Stress. Die wichtigsten Ergebnisse sind in einem 52-seitigen Studienband zusammengefasst. Die Studie sowie die digitale Pressemappe mit Infografiken und Pressefotos stehen unter www.tk.de zum Download bereit. Unter dem Begriff Norddeutschland werden die Bundesländer Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern gefasst.

 

Luise ZinkReferentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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