TK fordert eigenständiges Gesundheitsministerium für Hessen

Frankfurt am Main, 19. November 2018. CDU und Bündnis 90/Die Grünen haben vor wenigen Tagen bekannt gegeben, gemeinsam in Koalitionsverhandlungen eintreten zu wollen. Die Techniker Krankenkasse (TK) verfolgt nun mit großer Spannung, welchen gesundheitspolitischen Aufgaben und Zielen sich Schwarz-Grün in der kommenden Legislaturperiode stellen will. "Mit Koalitionsverhandlungen ergibt sich immer auch die Chance, Aufgaben und Schwerpunkte der Ministerien neu zu gestalten", erklärt Dr. Barbara Voß, Leiterin der TK-Landesvertretung Hessen. Für die TK wäre in diesem Zusammenhang die Einrichtung eines eigenständigen Ministeriums für Gesundheit und Pflege vorstellbar. "Als Krankenkasse und Gestalter im Gesundheitswesen sehen wir ganz klar, dass die Bereiche Gesundheit und Pflege schon in der nahen Zukunft noch mehr Raum einnehmen werden. In Hessen benötigen wir sehr bald neue Impulse für die Sicherung der ärztlichen Versorgung auf dem Land, für die Betreuung der immer größer werdenden Anzahl von Pflegebedürftigen und im Überwinden von Sektorengrenzen", sagt Voß. Die Digitalisierung werde das Gesundheitswesen zudem in den kommenden Jahren an vielen Stellen grundlegend verändern. "Dieser Prozess sollte aus Sicht der TK von Seiten der Landesregierung weiter aktiv begleitet werden."

 

Wichtiges Signal an Gesundheitswesen und Bürger

Jahrzehnte lang galt das Thema Gesundheit eher als Unterpunkt im Ressort Soziales. Die noch amtierende Landesregierung hat aber erfreulicherweise bereits in der vergangenen Legislatur erkannt, dass diese Einordnung nicht mehr zeitgemäß ist. Zu Recht hat das Hessische Ministerium für Soziales und Integration in den vergangenen vier Jahren einen Fokus auf den Bereich Gesundheit gelegt. "Angesichts der großen Herausforderungen der Zukunft wäre es aus unserer Sicht lohnenswert, wenn die neue Landesregierung in diesem Bereich einen ihrer zentralen Handlungsschwerpunkte setzt. Ein eigenes Hessisches Ministerium für Gesundheit und Pflege einzurichten, wäre ein starkes Signal - für uns Handelnde im Gesundheitswesen, aber auch für die Bürger", sagt Voß. Hessen wäre dabei nicht das erste Bundesland, das diesen Schritt gehen würde. In Bayern gibt es bereits seit 2013 ein Ministerium für Gesundheit und Pflege. Auch in Hamburg und Berlin ist der Bereich Gesundheit mittlerweile kein Unterbereich der Sozialministerien mehr.

 

Julian AbbReferentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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