Fernbehandlungsverbot: TK lobt Lockerung in Hessen

Frankfurt am Main, 26. November 2018. Die Delegierten der Landesärztekammer Hessen (LÄKH) haben am Wochenende entschieden, das strikte Fernbehandlungsverbot in der Berufsordnung der hessischen Ärzteschaft zu lockern. Künftig soll es den hessischen Ärzten ermöglicht werden, Patienten auch ausschließlich über digitale Kommunikationsmedien zu beraten und zu behandeln - in Einzelfällen. Die Techniker Krankenkasse (TK) lobt diesen Schritt. "Allerdings hätten wir uns gewünscht, dass sich die LÄKH ein Beispiel an Schleswig-Holstein nimmt, wo Fernbehandlungen nicht nur in Ausnahmefällen möglich ist - sondern immer dann, wenn es aus ärztlicher Sicht vertretbar ist", erklärt Dr. Barbara Voß, Leiterin der TK-Landesvertretung Hessen.

 

Neue telemedizinische Angebote möglich

In die neue hessische Berufsordnung soll nun die Formulierung aufgenommen werden, die auf dem 121. Deutschen Ärztetag im Mai erarbeitet wurde. Dort heißt es, dass eine ausschließliche Beratung und Behandlung über Kommunikationsmedien im Einzelfall erlaubt ist. "Das ist in jedem Fall ein Schritt in die richtige Richtung, der viele neue digitale Behandlungswege in Hessen endlich möglich macht", erklärt Voß. Auf längere Sicht wünsche sich die TK jedoch, dass die LÄKH den nun neu gefassten Absatz zur Fernbehandlung noch offener formuliere, "sodass rein digitale Behandlungen künftig ein ganz normaler Bestandteil der medizinischen Versorgung in Hessen werden können."

 

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