Herbstzeit ist Impfzeit

Schwerin, 10. Oktober 2018. Wer sich gegen Grippeviren schützen und auf Nummer sicher gehen will, für den ist die alljährliche Grippeimpfung im Herbst ein fester Punkt im Terminkalender. "Und wir machen das Impfen so einfach wie eben möglich - mitten in der Stadt außerhalb einer Arztpraxis: im Rathaus in Greifswald", bestätigt Manon Austenat-Wied, Leiterin der TK-Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern. Das Gesundheitsamt Greifswald und die Techniker Krankenkasse (TK) öffnen am 11. Oktober 2018 in der Zeit von 9 bis 17 Uhr hier ihr Impflokal. "Beim Stadtbummel also auch an die Gesundheit denken", sagt die TK-Chefin mit einem Augenzwinkern. Impfen lassen kann sich jeder - gleich, welcher Kassenzugehörigkeit. Mitzubringen sind lediglich der Impfausweis und die Versichertenkarte.

 

Die Grippewelle verlief im vergangenen Winter ungewöhnlich stark. Laut Robert-Koch Institut gab es bundesweit über 300.000 Erkrankte, sowie neun Millionen influenzabedingte Arztbesuche. Die Zahl der tatsächlich Betroffenen dürfte weit darüber liegen. Denn nicht jeder Grippekranke ging zum Arzt. Mit über 1600 Toten war die Grippewelle 2017/2018 die schwerste seit Jahren in Deutschland.

 

Grippeviren sind unberechenbar

Ein kleiner Pikser, ein kurzer Schmerz: Eine Impfung ist im Vergleich zu dem Leid, das sie uns ersparen kann, harmlos. Grippeviren sind zwar winzig klein, aber unberechenbar. Sie können sogar tödlich sein. Die Monate Oktober und November gelten als optimaler Zeitpunkt für die Grippeschutzimpfung. Das Immunsystem braucht etwa zehn Tage bis zwei Wochen, um einen vollständigen Impfschutz aufzubauen. Die Grippe ist eine nach wie vor unterschätzte Infektionskrankheit. Grippeviren können sehr leicht von Mensch zu Mensch übertragen werden. Bereits ein Niesen reicht, um einen Patienten sieben bis zehn Tage lahmzulegen. Neben hohem Fieber und Gliederschmerzen kann es schwere Komplikationen bis hin zu Lungenentzündungen geben.

 

Ab diesem Jahr Vierfach-Impfstoff

"Gesetzlich Versicherte profitieren in diesem Jahr vom Vierfach-Impfstoff", bestätigt Austenat-Wied. "Seit 2018 empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) die Impfung mit einem quadrivalenten Impfstoff." Dieser Impfstoff schützt gegen vier Grippevirusvarianten. "Der Impfstoff steht allen zur Verfügung", so die TK-Chefin. Zugleich unterstützten wir mit diesem Aktionstag auch die Impfkampagne des Gesundheitsministeriums Mecklenburg-Vorpommern. "Ich sehe uns als Krankenkasse in der Pflicht aufzuklären. Nur gut informiert kann jeder für sich selbst entscheiden, ob und wogegen er sich impfen lassen möchte." Austenat-Wied weist in diesem Zusammenhang auf die elektronische Gesundheitsakte TK-Safe hin. "Impfungen würden vergessen - und manch einer weiß nicht so genau, ob und wann er geimpft werden muss. Mit TK-Safe haben unsere Versicherten ihre Impfhistorie immer dabei."

 

Landeskampagne zum Impfen

„Präventive Impfungen sind bisher die einzige Möglichkeit, um vor Infektionskrankheiten zu schützen, für die es keine oder nur eingeschränkte Therapiemöglichkeiten gibt. Insbesondere Krankheiten wie z. B. Kinderlähmung, Masern, Diphtherie, Wundstarrkrampf, Hepatitis B oder Influenza (echte Grippe) können zu schwerwiegenden Komplikationen führen. Durch Impfungen lassen sich entsprechend schwere Verläufe, wie z. B. eine Gehirnhautentzündung in Folge einer Maserninfektion, verhindern. Die Impfaktion in Greifswald reiht sich ein in die gerade gestartete Landeskampagne „MV impft – Gemeinsam Verantwortung übernehmen“ . Gemeinsam wollen wir über das Impfen informieren und aufklären“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. Informationen zur landesweiten Impfkampagne sind unter www.mv-impft.de zu finden.

 

Grippeimpfung gut verträglich

Eine Grippeimpfung ist immer ein doppelter Schutz. "Es geht um die eigene Gesundheit, aber auch um Vorsorge für andere - die Familie, Arbeitskollegen, Patienten, Kinder und Kunden. Wie die Grippesaison in diesem Winter verlaufen wird, kann keiner vorhersagen. Aber es ist auch noch nie passiert, dass sie ausgeblieben ist. Deshalb: Wer sich schützen will, sollte sich impfen lassen", erklärt Dr. Marlies Kühn, Amtsärztin des Gesundheitsamtes Greifswald, Landkreis Vorpommern-Greifswald.Besonders durch Grippeviren gefährdet ist, wer viel mit Bus oder Bahn unterwegs ist und oft unter Menschen ist - ob in der Schule, an der Uni, im Büro oder im Sportverein. Junge und fitte Menschen stecken die Grippe zwar verhältnismäßig schnell weg. Als Überträger der Viren sind sie jedoch gerade für Kinder und Ältere ein Risiko.

 

Die Grippeimpfung ist gut verträglich. Gelegentlich kann die Einstichstelle anschwellen oder rot werden, die auch ein wenig schmerzen kann. Auch die Körpertemperatur kann sich leicht erhöhen. Dr. Kühn dazu: "Solche Beschwerden klingen aber nach ein bis zwei Tagen ab."

 

Impfempfehlung

Menschen ab 60 Jahren zählen zur Influenza-Risikogruppe, für die die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts eine Impfung empfiehlt. Aber auch Schwangere, Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung, beispielsweise aufgrund chronischer Erkrankungen wird die Impfung empfohlen. Laut STIKO gehören auch Personen mit Kundenkontakt sowie medizinisches und pflegendes Personal dazu.

Die Impfung muss jährlich erneuert werden, da jedes Jahr andere Grippeviren mit unterschiedlichen Eigenschaften auftreten. Dementsprechend setzt sich der Impfstoff zusammen. Der Impfschutz beginnt circa zwei Wochen nach der Impfung.

 

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