Zunahme der Organtransplantationen in Rheinland-Pfalz

Mainz, 09. August 2018.

In Rheinland-Pfalz wurden im ersten Halbjahr 2018 mehr Organe transplantiert als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der verpflanzten Organe nahm von 36 auf 56 zu (+ 55 Prozent), berichtet die Landesvertretung der Techniker Krankenkasse (TK) in Rheinland-Pfalz heute mit Bezug auf Statistiken von Eurotransplant. Hinzu kommen noch neun Lebendspenden von Nieren.

Zum Stichtag 01.07.2018 standen in Rheinland-Pfalz 422 Menschen auf der Warteliste für ein Spenderorgan, darunter 14 Kinder und Jugendliche. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank die Zahl der Patienten auf der Warteliste um 5,6 Prozent (2017: 477).

 

Transplantationsgesetz wird überarbeitet

Die seit Jahren zu niedrigen Organspenden in Deutschland will auch die Bundesregierung durch verschiedene Maßnahmen erhöhen. Das Gesundheitsministerium wird deshalb im Herbst eine Novelle des Transplantationsgesetzes vorlegen. Für die Transplantationsbeauftragten in den Kliniken soll es eine verbindliche Freistellungsregelung geben. Die Organentnahmen sollen dabei finanziell besser vergütet werden. Dies sind aus Sicht der TK Schritte in die richtige Richtung. "Damit keine Menschen mehr sterben während sie auf ein lebenswichtiges Organ warten, braucht das System wieder mehr Vertrauen, Transparenz und vor allem Botschafter, die sich in den Kliniken dafür einsetzen", erklärt Jörn Simon, Leiter der TK-Landesvertretung.

 

Nationales Transplantationsregister wird eingerichtet 

Zudem laufen derzeit die Planungen für die Einrichtung eines nationalen Transplantationsregisters, das die Deutsche Transplantationsgesellschaft lange gefordert hat und das bereits vor zwei Jahren in entsprechende Gesetze verankert wurde. Ziel des Registers ist es nicht nur, die Qualität von Organtransplantationen sicherzustellen. Vielmehr sollen die Kriterien für die Warteliste angepasst werden, um eine bestmögliche Verteilungsgerechtigkeit zu erreichen. "Ich finde das Transplantationsregister gut und notwendig. Es ist ein wichtiger Beitrag, verloren gegangenes Vertrauen der Menschen in das Thema Organspende wiederzugewinnen", ist Simon überzeugt.

 

Organspender können bis zu sieben Menschenleben retten

"Ebenso wichtig ist es auch, die Menschen in Deutschland davon zu überzeugen, sich mit dem zugegebenermaßen schwierigen Thema auseinanderzusetzen und überhaupt eine Entscheidung zu treffen. Diese sollte auf einem Organspendeausweis - egal, ob pro oder contra Organspende - dokumentiert werden. Das hilft auch den Angehörigen im Falle eines Falles bei der Abwägung. Mit einer Organspende können nach dem Tod die Leben von bis zu sieben anderen, schwerkranken Menschen gerettet werden", erläutert Simon.

Hinweis an die Redaktion

Die TK bezieht sich auf Zahlen von Eurotransplant.

Cornelia BenzingReferentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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