Vorsorgeuntersuchung J1 ist bei vielen Jugendlichen 'out'

Mainz, 13. September 2018. Keine Lust auf Vorsorgeuntersuchungen: Rund ein Drittel der Jugendlichen in Rheinland-Pfalz zwischen 12 und 14 Jahren nutzt die Jugendgesundheitsuntersuchung J1 nicht. Hatten sich im Jahr 2014 noch 72 Prozent der Jugendlichen vom Arzt gesundheitlich durchchecken lassen, waren es 2017 nur noch 66 Prozent. Das zeigt eine aktuelle Auswertung von Versichertendaten der Techniker Krankenkasse (TK).

 

Fragen klären und Sorgen ausräumen

Die J1 ist für Pubertierende eine Gelegenheit, vertraulich mit einem Arzt ihrer Wahl über alles zu sprechen, was in diesem Alter unter den Nägeln brennt. Sei es beispielsweise Sexualität und Verhütung, Haut- oder Gewichtsprobleme, Konsum von Alkohol oder Drogen, Essstörungen oder auch Mobbing oder andere Schwierigkeiten im sozialen Umfeld. "Gerade weil der Übergang vom Kindes- ins Erwachsenenalter eine oftmals schwierige Entwicklungsphase ist, kann dieser Untersuchungstermin viele Fragen klären und Sorgen ausräumen, die man vielleicht nicht unbedingt mit den Eltern besprechen möchte", sagt Jörn Simon, Leiter der TK-Landesvertretung in Rheinland-Pfalz.

 

Fehlentwicklungen frühzeitig erkennen

Neben dem Gespräch mit dem Arzt oder der Ärztin umfasst die J1 eine gründliche körperliche Untersuchung. Fehlentwicklungen oder Entwicklungsprobleme können so frühzeitig erkannt und behandelt werden. Zudem wird der Mediziner den Impfstatus überprüfen und gegebenenfalls zur Auffrischung raten.

 

Erinnerungsservice nutzen

"Damit der Termin nicht vergessen wird, können sich Eltern über den TK-Erinnerungsservice daran erinnern lassen", rät Simon. Ob der Teenager dann alleine oder in Begleitung einer Vertrauensperson mit dem Arzt sprechen möchte, sollte er selbst entscheiden.

Hintergrund

Jugendliche zwischen 12 und 14 Jahren haben einmalig Anspruch auf die Jugendgesundheitsuntersuchung J1. Die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Über die J1 hinaus bietet die TK ihren Versicherten zwischen 16 und 17 Jahren eine zusätzliche Jugendgesundheitsuntersuchung an, die J2. Weitere Informationen zu den Früherkennungsuntersuchungen für Jugendliche finden Sie auf tk.de. Bei der Auswertung hat die TK die Daten der 2014 rund 84.000 und 2017 rund 87.000 bei ihr versicherten Jugendlichen zwischen 12 bis 14 Jahren zu Grunde gelegt.

 

Cornelia BenzingReferentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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