TK Gesundheitsreport: Krankenstand und Medikamentenverbrauch im Saarland sinken leicht

Saarbrücken, 6. Juli 2018. Der Krankenstand im Saarland lag im Jahr 2017 mit rund 4,6 Prozent (17 Fehltage je Erwerbsperson) 11,7 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Allerdings sind die Fehlzeiten im Vergleich zum Vorjahr im Saarland damit um 3,9 Prozent gesunken. Das ist ein Ergebnis des Gesundheitsreports 2018 der Techniker Krankenkasse (TK). Der Rückgang der Fehlzeiten resultiert besonders aus den um sieben Prozent geringeren Fehlzeiten mit psychischen Störungen und den um 5,8 Prozent geringeren Fehlzeiten durch Erkrankungen des Bewegungsapparates. Von den 17 Fehltagen je Versicherten werden 3,3 von psychischen Erkrankungen verursacht, 3,2 von Muskel-Skelett-Krankheiten und 2,4 Tage von Erkrankungen der Atmungsorgane.

 

Medikamentenverbrauch

Die Menge der im Saarland verordneten Medikamente ist nach kontinuierlichen Steigerungen seit 2009 von 2016 auf 2017 um 1,3 Prozent gesunken, lag mit 274 Tagesdosen je Erwerbsperson aber immer noch um elf Prozent über dem Bundeswert. Mit rund 100 Tagesdosen hatten die Kreislaufmedikamente den größten Anteil, gefolgt von den Arzneimitteln gegen Stoffwechsel- und Ernährungskrankheiten (43 Tagesdosen).

 

"Bundesweit stellen wir fest, dass ältere Beschäftigte die meisten Arzneimittel bekommen. Sie erhielten mit 665 Tagesdosen fast drei Mal so viel Arzneimittel wie der Durchschnitt der Erwerbstätigen. Dabei machten Herz-Kreislaufmedikamente den größten Anteil aus - im Schnitt bekamen die 60- bis 64-Jährigen 2017 davon pro Kopf Präparate für 344 Tage. Das ist rund viermal so viel wie der Durchschnitt der Berufstätigen", betont Thomas Jochum von der TK-Landesvertretung Saarland. Auch diese Zahlen zeigen, wie wichtig es in den Unternehmen ist, die Gesundheit ihrer Mitarbeiter in den einzelnen Lebensphasen zu fördern und langfristig zu erhalten."

 

Hinweis für die Redaktionen:

Für den Gesundheitsreport 2018 wertete die TK die Krankschreibungen und Arzneimittelverordnungen der rund fünf Millionen bei der TK versicherten Erwerbspersonen aus, darunter 44.000 aus dem Saarland. Dazu zählen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und Empfänger von Arbeitslosengeld I.

 

Daniel KonradReferent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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