Krankenstand in Schleswig-Holstein: Mehr Fehltage als im Bundesschnitt

Kiel, 8. Februar 2018. Durchschnittlich 16,2 Tage waren bei der Techniker Krankenkasse (TK) versicherte Erwerbspersonen in Schleswig-Holstein im vergangenen Jahr krankgeschrieben. Das geht aus den aktuellen Vorabdaten des Gesundheitsreports hervor. Damit blieben die Schleswig-Holsteiner 2017 einen Tag mehr zu Hause als der Bundesdurchschnitt.

 

Fehltage: Leichter Rückgang im Vergleich zu 2016

Im Vergleich zum Vorjahr waren es im nördlichsten Bundesland 2017 allerdings 0,5 Fehltage weniger. Dementsprechend lag auch der Krankenstand unter dem Wert des Vorjahres: Hier fehlten jeden Tag statistisch gesehen 4,5 Prozent der Beschäftigten am Arbeitsplatz (2016: 4,6 Prozent). Die durchschnittliche Dauer einer Krankschreibung hat sich in Schleswig-Holstein jedoch zum Vorjahr mit 13,1 Tagen nicht verändert.

 

Muskel-Skelett-Erkrankungen sorgen für hohe Fehlzeiten

Auffällig bleibt: Fehlzeiten gehen im Norden vor allem auf das Konto der Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems. 3,17 Tage blieben die Schleswig-Holsteiner aufgrund dieser Diagnosen im Schnitt zu Hause. An zweiter Stelle folgen psychischen Erkrankungen mit 3,06 Fehltagen, gefolgt von Atemwegs-Erkrankungen mit 2,32 Tagen.

 

BGM: So wichtig ist Gesundheitsförderung im Job

"In der schnelllebigen Arbeitswelt ist es wichtig, eine Unternehmenskultur zu unterstützen, die flexiblen Einsatz der Mitarbeiter wertschätzt und auf eine angemessene Work-Life-Balance achtet", sagt Dr. Johann Brunkhorst, Leiter der TK-Landesvertretung Schleswig-Holstein. Den Mitarbeitern werde im Berufsalltag immer mehr abverlangt: Ständig mobil und sogar nach Feierabend erreichbar sein, zusätzliche Aufgaben bei gleicher Arbeitszeit, die schwierige Vereinbarkeit von Familie und Beruf und dazu noch reichlich Überstunden - All das belastet die Menschen, so Brunkhorst. Daher ist er der Ansicht, dass Unternehmen ihre Mitarbeiter aktiv fördern sollten.

 

Dabei sollte sich der Blick nicht nur auf den Krankenstand richten, sondern auch auf die Mitarbeiter, die tagtäglich mit viel Engagement an die Arbeit gehen. "Wir dürfen nicht nur darüber sprechen, was Beschäftigte krank macht, sondern auch darüber, wie wir sie unterstützen können, damit sie lange gesund bleiben. Dabei geht es um viel mehr als ergonomische Arbeitsplätze und gesundes Kantinenessen. Es geht darum, gute Strukturen zu schaffen, die Mitarbeiter miteinzubeziehen, ihren Einsatz anzuerkennen und vor allem um eines: Wertschätzung."

Hinweis an die Redaktion

Die Zahlen stammen aus Vorabdaten des TK-Gesundheitsreports 2018, der im Sommer erscheint. Die Grundlage bildet die Auswertungen der Krankschreibungen der fünf Millionen bei der TK-versicherten Erwerbspersonen. Zu ihnen gehören sozialversicherungspflichtige Beschäftigte sowie Empfänger des Arbeitslosengeldes I.

 

Jana WaltherReferentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Jana Walther

 

Telefon Telefonnummer:04 31 - 98 15 8-522

Telefonnummer:MobilTelefonnummer: 01 51 - 64 63 07 35

Fax Telefonnummer:04 31 - 98 15 8 -555

jana.walther@tk.de

 

Twitter https://twitter.com/tkinsh