Schleswig-Holsteiner bleiben häufiger wegen Rückenschmerzen zu Hause  

Kiel, 14. März 2018. Immer häufiger lassen sich Schleswig-Holsteiner aufgrund von Rückenschmerzen krankschreiben. Das geht aus den ersten Vorab-Daten des Gesundheitsreports der Techniker Krankenkasse (TK) hervor. Die Auswertung zeigt, dass von den 16,3 Tagen, an denen TK-versicherte Beschäftigte in Schleswig-Holstein 2017 durchschnittlich krankgeschrieben waren, rund neun Prozent (1,4 Tage) auf Rückenbeschwerden entfielen. Im Vergleich zu 2016 ist das ein Anstieg um fast 36 Prozent.

 

Mehr Bewegung gegen Rückenleiden

Der heutige Tag der Rückengesundheit steht in diesem Jahr unter dem Motto "Rückenfit an der frischen Luft". Für Betroffene sei es enorm wichtig, die Ursachen der Rückenbeschwerden auszumachen, betont Dr. Johann Brunkhorst, Leiter der TK in Schleswig-Holstein. "In den meisten Fällen gehen Rückenbeschwerden nicht nur auf eine Ursache zurück, sondern werden oft durch mehrere Faktoren bedingt. Auch Bewegungsmangel ist häufig Auslöser für Rückenprobleme", erklärt er.

 

Um Rückenleiden vorzubeugen, empfiehlt die TK, sich regelmäßig zu bewegen. Der TK-Gesundheitscoach kann dabei unterstützen. Das Online-Angebot hilft mit einem maßgeschneiderten Trainingsprogramm dabei, Rückenschmerzen durch mehr Bewegung entgegenzuwirken.

 

Zweitmeinung vor Wirbelsäulen-OP einholen

Bei Rückenproblemen gleich unters Messer legen? Das ist nicht immer die einzige Lösung. Für viele Betroffene gibt es Alternativen. Bevor sich Patienten für eine Wirbelsäulen- oder Rückenoperation zur Linderung der Schmerzen entscheiden, können sie das Angebot "Zweitmeinung Rücken" der TK und der Schmerzklinik Kiel in Anspruch nehmen. "Versicherte sollten sich vor ihrem geplanten Eingriff immer eine zweite Meinung einholen", empfiehlt Brunkhorst. Alternativen zur OP sind zum Beispiel eine Physio- oder eine Schmerztherapie.

 

Prof. Dr. Hartmut Göbel, Chefarzt der Schmerzklinik Kiel, sieht erhebliches Potential, Rückenleiden auch nicht-operativ erfolgreich zu behandeln: "Im Rahmen des Zweitmeinungsverfahrens erhält der Patient in unserem Schmerzzentrum innerhalb von zwei Tagen einen ambulanten Termin, um sich einen unabhängigen schmerztherapeutischen Rat einzuholen. Ein individuelles, fachübergreifendes Behandlungskonzept ermöglicht eine schnelle Aktivierung und Schmerzreduktion. Das Zweitmeinungsverfahren erhöht die Wahrscheinlichkeit eines nachhaltigen Behandlungserfolgs durch fachübergreifende Diagnostik und Therapie."

 

Hinweise an die Redaktion

Bei den Daten handelt es sich um Vorab-Daten aus dem TK-Gesundheitsreport 2018. Der vollständige Bericht erscheint im Juli. Grundlage des Berichts sind die 4,8 Millionen bei der TK versicherten Erwerbspersonen. Dazu zählen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und Empfänger von ALG-I. Die in der Meldung genannten Daten beziehen sich auf die Beschäftigten.

Jana WaltherReferentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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