Hohe Zustimmung für elektronische Gesundheitsakte

Kiel, 9. Mai 2018. Bis heute liegen medizinische Daten von Patienten dezentral bei Ärzten, Krankenhäusern, Therapeuten oder Krankenkassen. Die Patienten haben keinen direkten Zugriff auf ihre eigenen medizinischen Informationen. Gleichzeitig schreitet die Digitalisierung auch im Gesundheitswesen immer weiter voran. Immer mehr Menschen nutzen Gesundheits-Apps oder informieren sich zu Gesundheitsthemen im Internet. Daher verwundert es nicht, dass die Idee einer elektronischen Gesundheitsakte (eGA) in Norddeutschland positiv aufgenommen wird. Drei Viertel der in einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) befragten Menschen finden die Idee einer eGA gut oder sehr gut.

 

TK-Safe - die elektronische Gesundheitsakte der TK

Mit der kürzlich von der TK vorgestellten eGA TK-Safe ist es Versicherten der Kasse möglich, ihre Gesundheits- und Krankheitsdaten über die TK-App auf ihrem Smartphone strukturiert und übersichtlich an einem Ort zu speichern und selbst zu managen. Die Versicherten bekommen auf Wunsch zum Beispiel ihre Impfhistorie, eine Auflistung ihrer verschreibungspflichtigen Medikamente oder Übersichten über ihre Arzt- und Zahnarztbesuche inklusive Diagnosen. Die Informationen können manuell um eigene Daten ergänzt werden. Freiverkäufliche Medikamente lassen sich per Barcodescanner hinzufügen, ebenso können Arztbriefe oder Röntgenbilder hochgeladen werden. "Uns geht es darum, die Transparenz im Gesundheitswesen zu erhöhen und Gesundheitsdaten sinnvoll zusammenzuführen. Dafür stellen wir als Krankenkasse unsere Daten zur Verfügung. Unsere Versicherten bekommen die Möglichkeit, zu Experten ihrer eigenen Gesundheit zu werden", sagt Dr. Johann Brunkhorst, Leiter der TK-Landesvertretung Schleswig-Holstein.

 

Datenschutz und sichere Verschlüsselung haben höchste Priorität

TK-Safe ist ein digitaler Datentresor, auf den die Versicherten überall und jederzeit mit ihrem Smartphone über die TK-App zugreifen können. Entwickelt wird TK-Safe mit der IBM Deutschland GmbH. TK-Safe läuft bereits erfolgreich im Testbetrieb. Die Versichertendaten werden von TK und IBM Deutschland dreifach gesichert. Die Zwei-Faktor-Authentifizierung sorgt dafür, dass die Akte ausschließlich auf einem registrierten Smartphone mit dem persönlichen Passwort innerhalb der TK-App eingesehen werden kann. Gleichzeitig werden die Daten Ende-zu-Ende-verschlüsselt. "Ausschließlich der Nutzer kann auf seinem Smartphone die entschlüsselten Informationen sehen und entscheidet, ob, wann und wem er darauf Zugriff erteilt", so Brunkhorst.

 

Anschluss von Leistungserbringen geplant

Derzeit arbeiten die TK und IBM mit Hochdruck daran, Arztpraxen und Kliniken mit ihren Informationssystemen an die eGA anzuschließen, damit auch deren Daten in TK-Safe eingespielt werden können, wenn die Versicherten dies wünschen. Dazu wurden bereits Kooperationsverträge mit einigen Kliniken im Bundesgebiet geschlossen, um etwa Entlassbriefe ohne Umweg digital für die eGA zur Verfügung zu stellen.

 

TK-Safe ist keine Insellösung

Eine Insellösung soll TK-Safe aber auf keinen Fall werden. Die TK und IBM Deutschland wollen mit der eGA technische Standards setzten, die sich hoffentlich flächendeckend durchsetzen werden. "Wenn es am Ende unzählige Gesundheitsakten auf dem Markt geben würde, für die Ärzte und Krankenhäuser unterschiedliche Soft- und Hardware benötigen, wird die gute Idee scheitern", so TK-Landeschef Brunkhorst.

Hinweis an die Redaktion

Für die Studie "Digitale Gesundheitskompetenz" befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Januar 2018 im Auftrag der TK einen bevölkerungsrepräsentativen Querschnitt der Erwachsenen zwischen 18 und 70 Jahren. Unter dem Begriff Norddeutschland werden die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern gefasst.

Volker ClasenReferent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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