TK-Gesundheitsreport: Jeder dritte Beschäftigte in SH unterbricht Berufstätigkeit

Kiel, 10. August 2018. Kontinuierliche, ununterbrochene berufliche Biografien sind nur für zwei von drei Beschäftigten (67 Prozent) in Schleswig-Holstein die Regel. Jeder Dritte ist nicht durchgehend sozialversicherungspflichtig beschäftigt, sondern unterbricht die eigene Berufstätigkeit zumindest kurzfristig. Viele Arbeitnehmer entscheiden sich bewusst für eine berufliche Auszeit, beispielsweise wegen einer Elternzeit oder eines Studiums. Bei jedem sechsten Beschäftigten (18 Prozent) in Schleswig-Holstein wird eine Pause jedoch unfreiwillig etwa durch Arbeitslosigkeit, Berufsunfähigkeit oder Schwerbehinderung ausgelöst. Das teilt die Techniker Krankenkasse (TK) in Schleswig-Holstein mit und bezieht sich auf ihren aktuellen Gesundheitsreport 2018.

 

Nur jeder Zweite arbeitet bis zum Rentenalter

Eine weitere beunruhigende Entwicklung: Laut TK-Gesundheitsreport scheidet bundesweit jeder Zweite vor dem offiziellen Renteneintrittsalter aus dem Arbeitsleben aus. "Da die Politik das Rentenalter schrittweise angehoben hat, werden Beschäftigte künftig eher länger arbeiten. Mit Blick auf die älter werdender Belegschaften wird es daher für Unternehmen immer wichtiger sich zu überlegen, wie der Belastung am Arbeitsplatz entgegengewirkt werden kann. Dazu gehören auch Konzepte, wie die Gesundheit und Motivation der Mitarbeiter positiv beeinflusst werden kann", sagt  Dr. Johann Brunkhorst, Leiter der TK-Landesvertretung in Schleswig-Holstein. "Nur so können die Menschen überhaupt bis zum Rentenbeginn arbeiten."

 

Gesund arbeiten - aktiv in den Ruhestand

Im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) entwickelt die TK gemeinsam mit den Firmen individuelle Lösungen, wie die Gesundheit der Mitarbeiter in den einzelnen Lebensphasen gefördert und langfristig erhalten werden kann. Darüber hinaus gibt es auch feste Angebote wie zum Beispiel das dreitägige Seminar "Gesund arbeiten, aktiv in den Ruhestand". Dieses richtet sich gezielt an ältere Berufstätige und vermittelt Inhalte wie "lebenslanges Lernen", "die letzten Jahre im Berufsleben" und "Übergänge aktiv gestalten".

Hinweis an die Redaktion

Für den Gesundheitsreport 2018 wertete die TK die Krankschreibungen und Arzneimittelverordnungen der rund fünf Millionen bei der TK versicherten Erwerbspersonen aus. Dazu zählen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und Empfänger von Arbeitslosengeld I. Der diesjährige Themenschwerpunkt widmet sich der Gesundheit von Erwerbsgenerationen. Die Grundlage dafür bilden die 3,5 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Alter von 20 bis 65 Jahren über einen Zeitraum von fünf Jahren (2013-2017).

Jana WaltherReferentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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