Umfrage: Große Pflegebereitschaft in Schleswig-Holstein

Kiel, 21. September 2018. Die Pflegebereitschaft bei den Schleswig-Holsteinern ist groß: 85 Prozent können sich vorstellen, ihre Eltern oder den Lebenspartner mehrere Stunden pro Woche zu pflegen. Das geht aus der aktuellen Forsa-Umfrage "Meinungspuls Pflege" der Techniker Krankenkasse (TK) hervor.

 

Wunschvorstellung: Zu Hause alt werden

Um Angehörige zu pflegen, würde auch die Hälfte der Befragten grundsätzlich beruflich kürzer treten und die wöchentliche Arbeitszeit reduzieren. Nur zwei Prozent könnten sich allerdings vorstellen, ihren Job für die Pflege eines nahen Verwandten ganz aufzugeben. Eine längere berufliche Auszeit zu nehmen, ziehen 15 Prozent in Erwägung.

 

Wenn es um die eigene Pflege geht, sind sich 87 Prozent der Menschen im Norden einig: Sie möchten zu Hause gepflegt werden. Immerhin 69 Prozent können sich vorstellen, in einer Wohngemeinschaft zu leben. Auf Platz drei landen gemeinsam die Möglichkeit, sich bei Angehörigen in deren Zuhause pflegen zu lassen oder in ein Pflegeheim zu gehen - beides können sich 35 Prozent der Befragten im Norden vorstellen.

 

Pflegende Angehörige unterstützen

"Die Umfrage macht deutlich, welche große Bereitschaft in der Bevölkerung besteht, im Bereich der Pflege selbst Verantwortung zu übernehmen", sagt Dr. Johann Brunkhorst, Leiter der TK-Landesvertretung Schleswig-Holstein. Aus Sicht der TK sei es deshalb besonders wichtig, pflegende Angehörige zu unterstützen. Entlastung kann dabei auch die Digitalisierung bieten, so Brunkhorst. "Sowohl pflegenden Angehörigen als auch den professionellen Pflegekräften können digitale Helfer eine wertvolle Unterstützung sein." Für die häusliche Pflege wurde in diesem Jahr der TK-Pflege-Coach entwickelt. Dieser Online-Pflegekursus bietet die Möglichkeit, sich zu Hause schnell, unkompliziert und nach eigenem Zeitplan zu informieren.

 

Die TK setzt sich außerdem dafür ein, dass die Soziale Pflegeversicherung auch Smart-Home-Lösungen - wie zum Beispiel Sturzsensoren - berücksichtigt, damit Pflegebedürftige länger selbstbestimmt und sicher in der eigenen Wohnung leben können. Solche digitalen Helfer sollen nach Ansicht von Brunkhorst in den Leistungskatalog für sogenannte "wohnumfeldverbessernde Maßnahmen" aufgenommen werden.

Hinweis an die Redaktion

Im Auftrag der TK befragte Forsa im April 2018 für den TK-Meinungspuls Pflege bevölkerungsrepräsentativ 1.007 Menschen in Deutschland zum Thema Pflege. In computergestützten Telefoninterviews wurden in Privathaushalten lebende Personen ab 18 Jahren befragt. Die Stichprobe ist nach Region, Geschlecht, Alter und Bildung gewichtet. Unter www.tk.de stehen weitere Ergebnisse (Webcode 987704) und Presseinfografiken (Webcode 988210) zur Verfügung.

Jana WaltherReferentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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