Acht Kreise in Thüringen sind FSME-Risikogebiet - Impfung jetzt sinnvoll

Erfurt, 6. Februar 2018. Um rechtzeitig zum Beginn der Zecken-Saison einen wirksamen Schutz gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) zu haben, ist jetzt die richtige Zeit mit der Impfreihe zu beginnen. Das teilt die Techniker Krankenkasse (TK) mit.

 

Acht Kreise beziehungsweise Städte im Osten und Süden Thüringens sind vom Robert Koch-Institut (RKI) als FSME-Risikogebiet klassifiziert: Gera, Greiz, Hildburghausen, Jena, der Saale-Holzland-Kreis, der Saale-Orla-Kreis, Saalfeld-Rudolstadt und Sonneberg.

 

FSME-Infektionen besonders in Süddeutschland

In den ersten zwei Quartalen des vergangenen Jahres haben Thüringer Kassenärzte 84.154 FSME-Impfdosen abgerechnet. Gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2016 entspricht das einer Steigerung um sieben Prozent. Im zweiten Quartal des Jahres lassen sich saisonal bedingt besonders viele Menschen impfen.

 

Vergangenes Jahr wurden in Thüringen acht FSME-Fälle gemeldet. 2016 waren es neun. Die Häufigkeit der Infektionen ist unter anderem abhängig von der Impfrate, der Verbreitung der Zecken im jeweiligen Jahr und der Anzahl der Tage, an denen sich Menschen wetterbedingt draußen aufhalten.

 

"Empfohlen wird die FSME-Impfung Menschen, die in Risikogebieten leben oder dorthin reisen. Wer in Süddeutschland Natururlaub macht, sollte das Thema in jedem Fall auf dem Schirm haben", sagt Christiane Haun-Anderle, Pressereferentin der TK-Landesvertretung Thüringen.

 

2017 gab es bundesweit 465 Infektionen, 85 Prozent davon in Baden-Württemberg und in unserem Nachbarland Bayern. Beide Bundesländer sind fast flächendeckend FSME-Risikogebiet.

 

Auffrischung des Impfschutzes alle drei bis fünf Jahre empfohlen

Eine Grundimmunisierung mit insgesamt drei Impfungen bietet einen zuverlässigen Langzeitschutz gegen FSME. Zwischen den ersten beiden Impfungen vergehen ein bis drei Monate, danach dauert es weitere zwei Wochen bis ein wirksamer Schutz aufgebaut ist. Die dritte Impfung dient als Langzeitschutz und sollte alle drei bis fünf Jahre aufgefrischt werden.

 

Gesetzlich Versicherten, die innerhalb der Risikogebiete in Deutschland leben oder sich dorthin begeben, entstehen hierfür keine Kosten. Die Kosten der Impfung rechnet der Arzt direkt über die Gesundheitskarte ab.

 

Borreliose am häufigsten übertragen

Bei der FSME handelt es sich um eine Erkrankung der Hirnhaut und des zentralen Nervensystems. Die FSME ist ursächlich nicht behandelbar.

 

Die am häufigsten durch Zecken übertragenen Krankheitserreger in Deutschland sind Borreliose-Bakterien. Die spiralförmigen Bakterien, Borrelien genannt, sitzen im Darm der Zecke. Daher ist die Gefahr einer Übertragung höher, je länger die Zecke am Wirt saugen kann. Die bakterielle Borreliose-Erkrankung ist nicht ansteckend und lässt sich mit Antibiotika behandeln. Im Gegensatz zu FSME gibt es gegen Borreliose keine Impfung.

Christiane Haun-AnderleReferentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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