Tag der Handhygiene - Saubere Hände als Qualitätsmerkmal an Thüringer Kliniken

Erfurt, 4. Mai 2018. "Das konsequente Einhalten von Hygienestandards ist eine der einfachsten und gleichzeitig wirkungsvollsten Möglichkeiten, unnötigen Infektionen vorzubeugen und damit die Qualität einer Klinik zu steigern", sagt Guido Dressel, Leiter der Thüringer Landesvertretung der Techniker Krankenkasse (TK).

 

"Im Moment können Patienten in vielen Krankenhäusern nicht nachvollziehen, wie konsequent Hygienemaßnahmen eingehalten werden."

 

Am 5. Mai ist der Internationale Tag der Handhygiene. Bundesweit unterstützt die TK nicht nur an diesem Tag die "Aktion Saubere Hände", deren Ziel es ist, die regelmäßige Händehygiene während der pflegerischen und ärztlichen Tätigkeit immer im Fokus zu haben, um die Übertragung von Krankheitserregern wirkungsvoll einzudämmen. An der Initiative beteiligen sich Krankenhäuser, niedergelassene Ärzte sowie Einrichtungen aus Reha und Pflege. In diesem Jahr steht das Vermeiden von Sepsis im Vordergrund.

 

"Solange wir zu wenig Transparenz über die Hygiene in den Krankenhäusern haben, helfen solche Aktionstage und kreative Initiativen. Ich bin froh und dankbar über jede medizinische Einrichtung in Thüringen, die sich daran beteiligt", sagt Dressel.

 

13-mal Bronze, einmal Silber, zweimal Gold

Von den etwa 40 Krankenhäusern im Freistaat beteiligen sich 30 an der "Aktion Saubere Hände".

 

Kliniken, deren Hygienemaßnahmen besonders vorbildlich sind, werden zertifiziert. In Thüringen sind das 16. Dafür müssen sie zum Beispiel nachweisen, dass ausreichend Händedesinfektionsspender vorhanden sind, wieviel Desinfektionsmittel sie verbrauchen und dass Ärzte und Pfleger ihre Hände richtig desinfizieren. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf Intensivstationen.

 

Es gibt drei Zertifizierungsstufen: Gold, Silber und Bronze. Mit Gold sind zwei Thüringer Kliniken zertifiziert, eine mit Silber und 13 tragen das Bronze-Zertifikat.

 

Patienten aktiv einbinden

Nicht nur das Personal, sondern auch Patienten und Besucher können Krankenhauskeime übertragen.

 

"Das Risiko multiresistenter Keime und die Bedeutung der Händehygiene ist bei den meisten Menschen angekommen. Nun müssen wir es schaffen, dass auch alle möglichst konsequent ihr Verhalten danach richten", sagt Dressel. "Patienten können beobachten oder erfragen, wie intensiv Handhygiene in der Klinik berücksichtigt wird. Wenn wir ehrlich zu uns sind, ist es aber meist auch das eigene Verhalten als Patient oder Besucher, das auch mal unbedacht ist."

 

Auch Pflege- und Senioreneinrichtungen dabei

Pflege- und Seniorenheime sowie ambulante medizinische Einrichtungen sind bei der "Aktion Saubere Hände" ebenfalls willkommen. In Thüringen nehmen derzeit neun Pflege- und Seniorenheime sowie acht ambulante Einrichtungen teil.

Christiane Haun-AnderleReferentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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