Mehr Organtranplatationen in Thüringen

Erfurt, 3. August 2018. Von Januar bis Juni 2018 wurden in Thüringen insgesamt 73 Organtransplantationen registriert. Damit verringerte sich die Zahl der Patienten auf der Warteliste für ein lebensrettendes Spenderorgan. Warteten Ende 2017 noch 348 Thüringer auf eine Organtransplantation, waren es am 1. Juli 2018 nur noch 324, - darunter 4 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Dies teilt die Techniker Krankenkasse (TK) mit und beruft sich auf Zahlen der internationalen Vermittlungsstelle für Organspenden, Eurotransplant.

 

Zahl der Transplantationen steigt

Bei den im ersten Halbjahr 2018 durchgeführten Transplantationen handelt es sich um 63 postmortale und zehn Lebendspenden. Im gesamten Jahr 2017 erhielten Thüringer lediglich 105 Spenderorgane. Die Zahl der Organtransplantationen hat somit in den ersten sechs Monaten des Jahres 2018 bereits knapp 70 Prozent des Vorjahreswertes erreicht.

 

Nieren werden am häufigsten benötigt

Bei einigen der noch auf ein Spenderorgan Wartenden sind mehrere Transplantationen notwendig. Ein Großteil der Patienten wartet in Thüringen auf eine Transplantation der Niere (192 Personen). Auf ein neues Herz hofften 33 und auf eine neue Leber 85 Personen. Eine Spenderlunge wurde von 22 und eine neue Bauchspeicheldrüse wurde von sechs Patienten benötigt. Bundesweit standen Mitte 2018 laut Eurotransplant 9720 Patienten auf der Warteliste.

 

Nur etwa ein Drittel besitzt Organspende-Ausweis

Laut einer im Mai veröffentlichten Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) stehen 84 Prozent der Deutschen einer Organ- und Gewebespende positiv gegenüber. Einen Organspende-Ausweis besitzen allerdings nur etwa 36 Prozent der Bevölkerung. Als Hauptgrund für eine noch nicht getroffene Entscheidung gab fast die Hälfte der Befragten an sich noch nicht ausreichendend mit der Thematik beschäftigt zu haben.

 

Hinweis für die Redaktion

Die Stiftung Eurotransplant ist verantwortlich für die Zuteilung von Spenderorganen in acht europäischen Ländern und arbeitet hierzu eng mit den Organspende-Organisationen, Transplantationszentren, Laboratorien und Krankenhäusern zusammen. Die länderübergreifende Kooperation ermöglicht es in dringenden Fällen besser möglichst zeitnah ein passendes Organ zu finden.

Christiane Haun-AnderleReferentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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