Thüringer Frauen gehen deutlich seltener zu Krebsfrüherkennungsuntersuchungen

Erfurt, 7. August 2018. Im Jahr 2017 nutzten 57,4 Prozent der über 20-jährigen Thüringer Frauen Krebsfrüherkennungsuntersuchungen. Damit ist der Anteil der Thüringerinnen, die das von den Krankenkassen bezahlte Angebot in Anspruch nahm, unter den bundesweiten Durchschnitt von rund 58 Prozent gefallen. Das zeigen aktuelle Auswertungen von Versichertendaten der Techniker Krankenkasse (TK).

 

Von Platz vier zu unterdurchschnittlich - Nutzung sinkt kontinuierlich

Vor sechs Jahren nutzten noch 64,6 Prozent der anspruchsberechtigten Frauen die Angebote zur Krebsfrüherkennung. Dieser Wert lag rund 4,5 Prozentpunkte über dem bundesweiten Mittelwert und war der vierthöchste im Bundesländervergleich. In den darauffolgenden Jahren ging die Inanspruchnahme in Thüringen kontinuierlich zurück.

 

Ab dem vollendeten 20. Lebensjahr können Frauen einmal im Jahr kostenfrei ihren Gebärmutterhals und die Genitalien auf Krebserkrankungen untersuchen lassen.

 

In Sachsen nutzten 2017 mit 61,2 Prozent die meisten Frauen das Früherkennungs-Angebot. Der Trend der letzten Jahre setzte sich fort: In den neuen Bundesländern werden Krebsfrüherkennungsuntersuchungen generell häufiger genutzt als in den alten Ländern. Thüringen belegt bereits seit sechs Jahren einen der beiden hinteren Plätze innerhalb der neuen Bundesländer. Im vergangenen Jahr nahm der Freistaat allerdings mit deutlicherem Abstand als bisher den letzten Platz ein.

 

Ein Drittel der Männer gehen zur Vorsorge

Die Thüringer Männer gingen im vergangenen Jahr geringfügig häufiger zu Krebsfrüherkennungsuntersuchungen als in den Jahren zuvor. Dennoch lag der Anteil der über 45-Jährigen, die ihren Anspruch auf eine Untersuchung der Prostata und der äußeren Geschlechtsorgane nutzte, lediglich bei rund 31,6 Prozent. Im Bundesvergleich liegen die Thüringer Männer auf Platz drei. Deutschlandweit nutzten 26,5 Prozent der anspruchsberechtigten Männer das Früherkennungs-Angebot.

Annika LandgrebeReferentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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