Starke Bedeutung des Gesundheitswesens für Thüringen

Erfurt, 7. November 2018. Gesundheitsausgaben sind ein wichtiger Bestandteil des Bruttoinlandsproduktes (BIP): 15,4 Prozent des Thüringer BIP ließen sich im Jahr 2016 auf Gesundheitsausgaben zurückführen. Damit ist diese Ausgabenkategorie im Freistaat deutlich bedeutender als im Bundesdurchschnitt (11,3 Prozent). Im Ländervergleich liegt Thüringen auf dem vierten Platz hinter Mecklenburg-Vorpommern (17,4 Prozent), Brandenburg (17,1 Prozent) und Sachsen-Anhalt (16,8 Prozent).

 

Darauf macht die Techniker Krankenkasse (TK) aufmerksam und verweist auf neue Daten aus der aktuellsten Veröffentlichung der Arbeitsgruppe Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder (AG GGRdL).

 

29,3 % Steigerung in 8 Jahren

Seit 2008 sind die Gesundheitsausgaben in den Bundesländern kontinuierlich gestiegen, durchschnittlich um 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch in Thüringen zeigt sich dieser Trend, hier beträgt die Steigerung im Vergleich zum Vorjahr 2,0 Prozent. Gegenüber 2008 sind es 29,3 Prozent. Während die Ausgaben damals noch bei 7,1 Milliarden Euro lagen, stiegen sie 2016 auf 9,2 Milliarden Euro.

 

Umgerechnet bedeutet das, dass die durchschnittlichen jährlichen Ausgaben für die Gesundheit 4252 Euro je Einwohner betrugen, 2008 waren es lediglich 3173 Euro.

 

"Gesundheit ist für die Thüringer Wirtschaft und damit gerade auch für den Arbeitsmarkt des Freistaats noch wichtiger als für andere Bundesländer. Dieser hohen Bedeutung der Branche muss auch politisch unbedingt Rechnung getragen werden; ganz besonders wenn es um künftige Digitalisierungsprozesse geht", sagt Guido Dressel, Leiter der TK-Landesvertretung Thüringen.

 

Bedeutung der gesetzlichen Krankenversicherung

Der größte Anteil der Gesundheitsausgaben ist der gesetzlichen Krankenversicherung zuzuschreiben. Ihre hohe Bedeutung zeigt sich sowohl in Thüringen als auch in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern besonders. In diesen Bundesländern waren die Pro-Kopf-Ausgaben der privaten Krankenversicherung im Bundesvergleich 2016 am geringsten. Konkret lagen die durchschnittlichen Ausgaben der privaten Krankenversicherung in Thüringen bei 221 Euro je Einwohner, während die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung je Thüringer im Mittel 2757 Euro betrugen.

 

Wussten Sie, dass im Jahr 2016…

  • 2,6 Prozent der deutschen Gesundheitsausgaben in Thüringen anfielen?
  • die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung in Thüringen bei 6,0 Milliarden Euro lagen?
  • die gesetzliche Krankenversicherung in Thüringen allein fast zwei Drittel (64,8 Prozent) – und damit den größten Anteil – der Gesundheitsausgaben getragen hat?
  • die zweithöchsten Ausgaben auf die soziale Pflegeversicherung entfielen (10,5 Prozent)?
  • in Thüringen rund 365,7 Millionen Euro durch die öffentlichen Haushalte für Gesundheit ausgegeben wurden?
  • weitere 801,1 Millionen Euro durch die Thüringer privat aufgebracht wurden?
Hinweis an die Redaktion

Diese und weitere Ergebnisse der AG GGRdL sind unter www.ggrdl.de/ggr_laenderergebnisse.html abrufbar.

Christiane Haun-AnderleReferentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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