Als Schwangere fliegen

Reisen mit dem Flugzeug bedeuten für den Körper eine zusätzliche Belastung. Aber auch als Schwangere können Sie fliegen. Sie sollten allerdings ein paar Dinge beachten.

Nach Ansicht von Experten ist die Frage, ob und wie Sie während einer Schwangerschaft verreisen können, immer vom Einzelfall abhängig. Die Entscheidung hängt vor allem vom Verlauf Ihrer Schwangerschaft und von der Einschätzung des Arztes ab.

 

Grundsätzlich gelten folgende Richtwerte:

  • Ab der 28. Schwangerschaftswoche: Sie benötigen ein Attest von der Hebamme oder dem Arzt, das bescheinigt, dass Ihre Flugtauglichkeit nicht eingeschränkt ist.

  • Ab der 30. Schwangerschaftswoche kann die räumliche Enge im Sitz, im Gang und auf der Toilette zum Problem werden.

  • Ab der 34./35. Schwangerschaftswoche sollten Sie möglichst gar nicht mehr fliegen. Die meisten Airlines nehmen Schwangere ab der 35. Woche auch gar nicht mehr mit - manche verlangen bereits vorher schon die Vorlage von Mutterpass und ärztlichem Attest. 

Der geringfügig verminderte Sauerstoffdruck im Flugzeug stellt kein Risiko dar. Wenn aber eine eingeschränkte Funktion der Plazenta bekannt ist, sollten Sie als Schwangere sicherheitshalber nicht fliegen.

 

Die Metalldetektoren bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen sind nicht gefährlich, sie funktionieren magnetisch. Sie sollten allerdings wissen, dass die Strahlenbelastung beim Fliegen generell erhöht ist. Einzelne Langstreckenflüge im Rahmen einer einmaligen Fernreise werden jedoch in der Regel nicht als gefährlich betrachtet.

 

Im Flugzeug ist Bewegung wichtig

Der Bewegungsmangel behindert den Blutkreislauf und begünstigt Thrombosen, für die Schwangere besonders anfällig sind. Deshalb sollten Sie viel trinken, öfter aufstehen und sich so gut wie möglich Bewegung verschaffen. Auch medizinische Stützstrümpfe können helfen.

 

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