Informationen zur Selbsthilfeförderung

Damit die TK Selbsthilfegruppen und -organisationen schnell und sachgerecht fördern kann, bitten wir die folgenden Hinweise zu beachten.

Die Selbsthilfeförderung erfolgt nach § 20h SGB V.

 

Wichtige Änderungen des Förderverfahrens

Zwei Förderstränge bestehen:

  • die kassenartenübergreifende Gemeinschaftsförderung und
  • die krankenkassenindividuelle Förderung

Kassenartenübergreifende Gemeinschaftsförderung

Die kassenartenübergreifende Gemeinschaftsförderung soll die Basisfinanzierung der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe sichern sowie zur Weiterentwicklung der jeweiligen Selbsthilfestrukturen beitragen. Diese können Selbsthilfeorganisationen auf Bundes- und Landesebene, örtliche Selbsthilfegruppen und Selbsthilfekontaktstellen pauschal beantragen.

 

Krankenkassenindividuelle Förderung

Neben der kassenartenübergreifenden Gemeinschaftsförderung können Krankenkassen im Rahmen der krankenkassenindividuellen Förderung Projekte der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe fördern.

Schwerpunkte der TK für 2017 bei der kassenindividuellen Förderung

Die TK fördert innovative und technisch unterstützende Projekte bei

  • psychischen Erkrankungen (zum Beispiel Depression, Bipolare Störungen, Autismus, Tic-Störung, Rett-Syndrom, chronische Erschöpfung)

  • Suchterkrankungen (zum Beispiel Alkohol, Drogen, Online etc.)

  • neurologischen Erkrankungen (zum Beispiel Borreliose, Alzheimer-Krankheit, Epilepsie, Multiple Sklerose, Parkinson)  

  • genetischen Erkrankungen (zum Beispiel angeborene Fehlbildungen, Chromosomenanomalien, Spina bifida, Hydrocephalus,  Glasknochen)

  • Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems (zum Beispiel Rheuma, Spinale Muskel Atrophie, Muskeldystrophie, Osteoporose, Skoliose)

Schwerpunkte in der Aufklärung sind die daraus resultierenden Folgeerkrankungen sowie die Einflussnahme auf die Erkrankungen durch Ernährung und Sport. Im Fokus stehen insbesondere betroffene Kinder und Jugendliche.

 

Transparenz der Fördermittelvergabe

Der Förderbetrag der TK für das Jahr 2017 beträgt etwa 10,449 Millionen Euro, der je zur Hälfte auf beide Förderstränge verteilt wird.

 

Leitfaden Selbsthilfe

Zur Förderung der Selbsthilfe haben die Spitzenverbände der Krankenkassen gemeinsame und einheitliche Grundsätze vom 10. März 2000 (Leitfaden Selbsthilfe) entwickelt. Die gemeinsamen Grundsätze entstanden unter Beteiligung der Vertretungen der für die Wahrnehmung der Interessen der Selbsthilfe maßgeblichen Spitzenorganisationen: BAG SELBSTHILFE e. V., DPWV - Gesamtverband e. V., DAG SHG und DHS.

 

Dieser "Leitfaden Selbsthilfe" konkretisiert das Verfahren der Selbsthilfeförderung. Er bleibt weiterhin die Grundlage für die Selbsthilfeförderung.

 

Hier finden Sie den ab 2014 geltenden Leitfaden Selbsthilfe.

 

Neutralität und Unabhängigkeit

Bitte beachten Sie auch die Broschüre des Verbandes der Ersatzkassen (vdek) zur Neutralität und Unabhängigkeit der Selbsthilfe mit dem Titel: "Ungleiche Partner - Patientenselbsthilfe und Wirtschaftsunternehmen im Gesundheitssektor".

 

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