Gamma Knife: Präzise gegen Krebs

Gehirntumore ohne Operation und Skalpell behandeln - das ist möglich: Das Gamma Knife zerstört Krebszellen präzise und schnell in einer einzigen Behandlung. Die TK bietet ihren Versicherten diese Hightech-Anwendung an. 

 

Dr. Gerhard A. Horstmann vom Gamma-Knife-Zentrum Krefeld

"Mit dem Gamma Knife werden gut- und bösartige Tumore sowie bestimmte Blutgefäßveränderungen behandelt, die nicht größer als 2,5 bis drei Zentimeter sind", sagt Dr. Dankwart Rachor vom TK-Ärztezentrum. Aber nicht nur die Größe des Tumors spielt eine Rolle bei der Beurteilung, ob die Gamma-Knife-Methode zum Einsatz kommen kann oder nicht. "Entscheidend ist auch die Art und Lage des Tumors im Gehirn", erklärt Rachor.

 

Daher entscheiden spezialisierte Fachärzte wie Neurochirurgen und Strahlentherapeuten nach eingehenden Untersuchungen, bei welchen Patienten diese Behandlung zum Einsatz kommen kann.

 

So funktioniert das Gamma Knife

Mehr als 200 einzelne Strahlen vereinen sich beim Gamma Knife, dem sogenannten Strahlenmesser, und fokussieren einen einzigen Punkt - den Tumor. So zerstören sie in nur einer Strahlenbehandlung das Tumorgewebe. Umliegende Hirnbereiche werden nicht berührt.

 

Maximal sicher - minimal belastend

Das Gamma Knife kommt nur in spezialisierten Gamma-Knife-Zentren zum Einsatz. Am Tag der Behandlung wird der Patient mehrmals in das Bestrahlungsgerät gefahren, um den Tumor aus unterschiedlichen Richtungen zu bestrahlen. Das Strahlenmesser fokussiert dabei jedes Mal einen anderen Punkt. Die Behandlung dauert insgesamt nur etwa 30 bis 60 Minuten.

 

Für den Patienten bedeutet diese Tumorbehandlung maximale Sicherheit und Effektivität bei minimaler Belastung. Denn die Bestrahlung selbst ist schmerzfrei und daher wenig belastend.

 

Nachsorge ist das A und O

Wichtig zu wissen: Das Gamma Knife entfernt den Tumor nicht, sondern inaktiviert die Tumorzellen. Ärzte überprüfen deshalb regelmäßig das Tumorvolumen und beurteilen daran, ob die Behandlung erfolgreich war.

 

Während Metastasen im Gehirn bereits nach sechs Wochen schrumpfen, benötigen gutartige Tumore etwas länger. Bei einigen Tumorarten kann dies sogar einige Jahre dauern. Zur Nachsorge gehören außerdem neurologische Untersuchungen, um die Gesundheit des gesamten Gehirns im Blick zu haben.

 

Erste Wahl bei kleinen Tumoren

Klinische Studien aus den vergangenen 50 Jahren zeigen: Die Gamma-Knife-Methode ist sicher und effektiv. Die Behandlung wurde seit ihrer ersten Anwendung 1968 ständig weiterentwickelt und ist durch den heutigen hohen technischen Standard sehr präzise und effizient. Der Einsatz des Strahlenmessers eignet sich besonders bei diesen Diagnosen:

  • solitäre (einzeln stehende) Metastasen im Gehirn,

  • Akustikusneurinom und Neurinome anderer Hirnnerven,
  • Meningeom, Hypophysenadenom sowie
  • Chordome und Chondrosarkom.

Wohin kann ich mich als Patient wenden?

Für eine ausführliche Beratung wenden Sie sich an die Gamma-Knife-Zentren in Deutschland: