Ein Geschäftsmodell für Health-Start-ups

Das Geschäftsmodell von den meisten Start-ups ist meist entweder ein B2B (business to business) oder B2C (business to customer) Konzept. Doch wenn Gründer mit der Techniker zusammenarbeiten möchten, brauchen sie ein anderes Modell. Denn Krankenkassen sind keine klassischen Unternehmen, sondern Interessenvertretungen der Versicherten. Es gelten andere Anforderungen und gesetzliche Regelungen. Ein B2Hi (business to health insurance) Konzept ist daher die beste Lösung.

Die Anforderungen sind zwar speziell, aber dennoch kein Hindernis. Denn es gibt bereits Beispiele für eine erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen Krankenkassen und Start-ups. Die als Medizinprodukt zertifizierte Tinnitus-App "Tinnitracks" ist ein Resultat der erfolgreichen Kooperation zwischen TK und Sonormed.

 

Damit es nicht nur bei den oben genannten Beispielen bleibt, sollten sich Krankenkassen und Start-ups an folgende Empfehlungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit halten.

 

Start-ups und Krankenkassen - erfolgreich zusammenarbeiten

  1. Regulatorische Hemmnisse abbauen
  2. Innovative Vergütungsstrukturen etablieren
  3. Nutzenbewertung auf digitale Produkte anpassen
  4. Produkte passgenau entwickeln
  5. Markt- und Strukturerkenntnisse aneignen, Expertise einholen
  6. Stabilität und Seriosität der Start-ups sicherstellen
  7. Zugang zum ersten Gesundheitsmarkt über die Krankenkassen vereinfachen
  8. Digitale Versorgungsstrategie und Vernetzung bei Krankenkassen ausbauen
  9. Geschwindigkeit und Mut aufbringen
  10. Digitalisierung ist vor allem Chefsache

Quelle: Welt der Krankenversicherung 7-8 2016, S. 179ff: Zehn Empfehlungen für erfolgreiche digitale Innovationen von Start-ups und Krankenkassen, M. Schmidt