Heute schon am Handy geleckt?

Im Büro, in der Bahn, manchmal sogar auf dem Klo: Das Smartphone ist immer dabei. Aber während wir unsere Kleidung, unser Geschirr und uns selbst regelmäßig waschen, bleibt das Handy meist außen vor.

 

Laut TÜV reinigt nur jeder vierte Deutsche die Oberfläche seines Smartphones bewusst und intensiv. Dabei tummeln sich durchschnittlich etwa 100 verschiedene Bakterienarten auf einem Smartphone.

 

Aber kein Grund zur Panik: Meistens handelt es sich um Bakterien, die beim Menschen in Mund, Haut und Darm ganz natürlich sind. Wenn das Immunsystem intakt ist, ist die Chance, krank zu werden, auch eher gering. Dabei geht ist die Reinigung eigentlich ganz leicht.

 

Die fünf besten Tipps für das Smartphone

Generell gilt natürlich: Hände regelmäßig waschen. Dadurch kommen schon einmal wesentlich weniger Keime auf das Smartphone.

 

Mikrofasertuch oder Brillenputztuch benutzen

Eine einfache Variante und doch sehr effektiv: Auch im trockenen Zustand saugen Mikrofasertücher viel Fett auf. Mit kreisenden Bewegungen und wenig Druck lassen sich so Fingerabdrücke und Wischer ganz einfach entfernen. Für die alltägliche Pflege ist es perfekt geeignet.

 

Tipp: Tücher leicht anfeuchten. Das entfernt noch mehr Erreger.

 

Achtung: Bei Geräten mit Kunststoff-Display auf keinen Fall scharfe Reinigungsmittel, Glasreiniger oder Alkohol benutzen. Diese können der Kunststoffoberfläche des Touchscreens schaden oder es stumpf machen.

 

Display-Schutzfolie verwenden

Gerade in Cremes und Make-ups fühlen sich Bakterien wohl, die dann beim Telefonieren ganz leicht auf das Display wandern. Eine Schutzfolie beugt nicht nur Kratzern im Display vor, sondern lässt sich auch leicht wechseln. Das entfernt auch Keime und andere Erreger.

 

Desinfektionssprays einsetzen

Im Fachhandel gibt es spezielle Desinfektionssprays, mit denen Sie Bakterien und andere Erreger entfernen. Alkohol, Spülmittel und Seifenlaugen sollten Sie nicht verwenden, da diese die Geräte beschädigen können.

 

Mit Wattestäbchen gegen groben Schmutz

Hat sich an den Eingängen von Kopfhörern oder der Ladebuchse Schmutz angesammelt, hilft ein herkömmliches Wattestäbchen weiter. Überschüssige Flusen sollten Sie allerdings vorher entfernen, damit diese nicht in den Anschlüssen hängenbleiben. Auch eine unbenutzte weiche Zahnbürste eignet sich gut, um Schmutz aus den Anschlussbuchsen zu entfernen.

 

Achtung: Die Anschlüsse nur mit trockenen Stäbchen reinigen.

 

Zahnstocher für Zwischenräume

Gerade ältere Geräte haben Rillen und kleine Zwischenräume, in denen sich Staub ablagern kann und Keime ihr Zuhause finden. Mit einem Zahnstocher können Sie vorsichtig die Rillen entlangfahren. Bitte nicht in den kupfer- oder goldfarbenen Kontakten herumstochern! Da kann schnell etwas kaputt gehen.

 

Knetmasse für Laptops und Tastaturen

Die Zwischenräume bei Tastaturen sind wesentlich schwieriger zu erreichen. Gerade deshalb bieten sie ein ideales Versteck für Erreger. Dafür gibt es, ebenfalls im Fachhandel, eine spezielle Reinigungsmasse. Sie fühlt sich an wie Knetgummi und lässt sich entsprechend gut formen, um auch in kleine Lücken zu kommen. An der klebrigen Oberfläche bleiben Krümel und Staub hängen. Und mit der antibakteriellen Wirkung tötet sie sogar Erreger ab.