Position zum Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG)

Die TK begrüßt den Vorstoß der Regierung, Problemfelder in der ambulanten medizinischen Versorgung zu adressieren. Die Patienten sollen einen besseren und vereinfachten Zugang zu ärztlichen Leistungen erhalten. Der Mehrwert des "Gesetzes für schnellere Termine und bessere Versorgung" liegt somit auf der Seite der Patienten.

 

Bei der Versorgungssteuerung im ländlichen Raum, der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung und im vertragszahnärztlichen Bereich plädiert die TK für die folgenden Änderungen im weiteren Gesetzgebungsverfahren:

  • Die TK unterstützt die Forderung, dass Ärztinnen und Ärzte, die in unterversorgten Gebieten praktizieren, künftig bundesweit verbindlich über regionale Zuschläge besonders unterstützt werden sollen. Es ist jedoch problematisch, diese Zuschläge auf das Andauern der eingetretenen oder drohenden Unterversorgung zu beschränken.

  • Die derzeitigen rechtlichen Vorschriften ermöglichen eine digitale Übermittlung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung an den Arbeitgeber nur über umfangreiche Einzelvereinbarungen. Stattdessen sollten die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass diese auf einfachem Wege digital weitergeleitet werden können. Erst dann profitieren die Versicherten umfänglich von dieser Regelung.

  • Die heutige Gestaltung der Bonusregelung für Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt ist verwaltungsaufwendig und wenig praxisfreundlich. Die TK regt an, die Verpflichtung des Nachweises erst ab dem Jahr nach Vollendung des 18. Lebensjahres beginnen zu lassen.

TK-Position TSVG (PDF, 252 KB, nicht barrierefrei)

 

Dr. Jens Baas kommentiert das Gesetzesvorhaben - Blogbeitrag auf #WirTechniker

 

Dr. Jens Baas

Dr. Jens Baas, TK-Vorstandsvorsitzender"Ein zeitlich befristetes Nachwirken der Zuschläge - die TK schlägt hier zehn Jahre vor - würde die Attraktivität der ländlichen Räume nachhaltig verbessern und mehr Planungssicherheit für die betroffenen Arztgruppen schaffen."

 

Vorstandsvorsitzender der TK

 

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