Führen in Teilzeit

Gute Kommunikation, Offenheit und Vertrauen - das sind die wichtigsten Voraussetzungen, damit Führen in Teilzeit gelingen kann.

Führen geht auch in Teilzeit

Der Wunsch nach flexibler Zeiteinteilung und Teilzeitarbeit wird oft mit einem unausweichlichen Karriereknick assoziiert. Das muss nicht sein, findet die TK und bietet ihren Mitarbeitern verschiedene Wege, eine Führungsrolle in Teilzeit auszufüllen und so Familienarbeit und Karriere besser miteinander zu vereinbaren.

Das Angebot Führen in Teilzeit besteht sowohl als dauerhafte Option, als auch zeitlich begrenzt, beispielsweise um in einem bestimmten Zeitraum Pflege oder Kinderbetreuung leisten zu können.

Für Aufgaben, die nicht allein in Teilzeit zu bewältigen sind, gibt es außerdem das sogenannte Jobsharing. Hierbei teilen sich zwei Teilzeitbeschäftigte als Tandem eine Führungsaufgabe und können sich so gegenseitig jederzeit vertreten.

Schaubild: Die TK als Arbeitgeber
 

 
 

Damit "Führen in Teilzeit" gelingt, sind gute Kommunikation, Offenheit und Vertrauen wichtige Voraussetzungen. Jede berufliche und private Situation ist anders. Daher wird die jeweilige Organisation der Führung in Teilzeit auch immer individuell vereinbart. Alle Beteiligten müssen den für sie besten Weg suchen.

Qualität zählt

Erfolgreiche Beispiele zeigen, dass es funktioniert. Bei der TK zählt beim Thema Führung die Qualität mehr als die rein zeitliche Verfügbarkeit einer Führungskraft. Wer bei der Arbeit den Kopf frei hat, weil er weiß, dass zu Hause alles gut läuft, kann sich besser auf seine Führungsaufgaben konzentrieren. Und davon profitieren auch die Mitarbeiter.

Noch nehmen relativ wenig Führungskräfte diese Möglichkeit in Anspruch. Damit sich das ändert, will die TK das Konzept "Führen in Teilzeit" weiter aktiv vorantreiben und noch mehr Mitarbeitern die Möglichkeit dazu geben. Denn auch wer nur in Teilzeit arbeiten kann oder will und Lust auf Führungsaufgaben hat, ist bei der TK nicht von weiteren Entwicklungsschritten ausgeschlossen und kann entsprechende Verantwortung übernehmen.

 
"Transparenz ist wichtig"

Stephanie Beck ist Teamleiterin in der Versichertenbetreuung in Stuttgart. Thomas Dorn ist Teamleiter im Personalbereich der TK. Im Interview erzählen sie, wie es ist, in Teilzeit zu führen.

Herr Dorn, warum haben Sie sich für das Modell "Führen in Teilzeit" entschieden?

Thomas Dorn: Meine Frau und Kinder wohnen in München, mein Arbeitsplatz ist in der Unternehmenszentrale der TK in Hamburg. Nach der Geburt unseres zweiten Kindes wollte ich gern mehr für die Familie da sein. Derzeit bin ich drei Tage in der Woche im Büro in Hamburg und vier Tage zu Hause.

Wie gut funktioniert das Führen von Mitarbeitern, wenn Sie nicht permanent vor Ort sind?

Thomas Dorn: Es braucht ganz klar Vertrauen, Offenheit und Mut auf beiden Seiten, um sich drauf einlassen zu können. Auch der Rückhalt und die Unterstützung durch meine eigene Führungskraft sind ganz wesentliche Erfolgsfaktoren. Wenn all dies vorhanden ist, kann das Modell gut funktionieren.

Stephanie Beck

Frau Beck, wie steht es aus Ihrer Sicht um die Akzeptanz dieses Führungsmodells im Unternehmen?

Stephanie Beck: Die Bereitschaft, neue Wege zu gehen, ist in der TK grundsätzlich vorhanden. So auch bei diesem Thema. Gleichzeitig ist das Modell "Führen in Teilzeit" eine große Herausforderung für alle Beteiligten. Und es bedarf zum Teil auch einer Anpassung der Rahmenbedingungen in den in Teilzeit zu führenden Teams, zum Beispiel in Form von zusätzlichen Team-Koordinatoren.

Ist das Modell für Sie eine vorübergehende oder eine dauerhafte Lösung?

Stephanie Beck: Die Entscheidung in Teilzeit zu führen basiert auf einer guten Organisation. Job-Sharing, eine sehr transparente Abstimmung mit der Stellvertretung in allen Tätigkeiten sowie die klare Priorisierung der Aufgaben führen dazu, dass dies für mich durchaus ein dauerhaftes Modell ist.

 

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