"Gleichberechtigung hat viel mit Sichtbarkeit und Präsenz zu tun."

Karen Walkenhorst, Mitglied des Vorstands der TK

"Besonders wichtig sind Wertschätzung und offene Kommunikation."

Karen Walkenhorst verantwortet als Vorstand der TK die Bereiche Personal, Mitgliedschaft und Beiträge sowie Markt und Kunde. Im Interview erläutert sie, warum eine starke Unternehmenskultur den Erfolg bestimmt und blickt auf die ersten Monate als Vorstand zurück.

Sie sind seit dem 1. August 2017 Vorstand der TK. Wie waren die ersten Monate in der neuen Position?

Karen Walkenhorst: Die erste Zeit in einem neuen Job ist immer spannend, da man sich in seine neue Rolle einfinden und sie für sich definieren muss. Ich habe den großen Vorteil, dass ich mich nicht neu ins Unternehmen einarbeiten muss, da ich seit 17 Jahren bei der TK bin. Ich freue mich, dass ich als Vorstand an Gestaltungsspielraum gewonnen habe.

Als Sie Vorstand wurden, nannten die Zeitungen das eine "kleine Sensation". Eine Frau im Vorstandsteam der größten deutschen Krankenkasse. Wie fühlen Sie sich in der Vorreiterrinnenrolle?

Ich finde es erstaunlich, dass wir Kassen uns hier so viel Zeit lassen. Ich merke, wie wichtig es ist, dass Frauen solche Positionen bekleiden. Allein die Tatsache, dass ich nun in Meetings sitze, die vorher oft reine Männerrunden waren, verändert die Wahrnehmung vieler Teilnehmer. Die geringe Frauenquote dringt ins Bewusstsein. Gleichberechtigung hat viel mit Sichtbarkeit und Präsenz zu tun.

 
"Gleichberechtigung hat viel mit Sichtbarkeit und Präsenz zu tun."

Karen Walkenhorst, Mitglied des Vorstands der TK

 

Welche Schritte sind notwendig, damit langfristig mehr Frauen in Führungspositionen kommen? Wie fördert die TK die Gleichberechtigung von Männern und Frauen?

Wir arbeiten daran, dass es selbstverständlich wird, dass in allen Jobarten und Hierarchiestufen Männer und Frauen gleichermaßen vertreten sind. Um das zu realisieren, ist es wichtig, dass wir den veränderten Lebensentwürfen unserer Mitarbeiter Rechnung tragen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern. Heute gibt es nicht mehr den einen Ernährer, viele Paare teilen sich Beruf und Familie gleichberechtigt. Dafür haben wir in der TK flexible Arbeitsmodelle geschaffen, die es z.B. auch Führungskräften ermöglichen, in Teilzeit zu arbeiten.

Innovative Arbeitszeitmodelle erfordern eine moderne Unternehmenskultur. Wie wichtig ist die Atmosphäre in einem Unternehmen für den Erfolg?

Als Personalvorstand lege ich besonders viel Wert auf eine funktionierende Unternehmenskultur. Ein positives Arbeitsklima ist kein Projekt, das man abschließen kann, sondern eine Haltung, die in der Gemeinschaft entsteht und gelebt werden muss. Besonders wichtig sind Wertschätzung und offene Kommunikation - dazu gehört eine gute Feedbackkultur, die Diskussion und Austausch ermöglicht, genauso wie der offene Umgang mit Fehlern.

Der größte Treiber für den Wandel in der TK ist die Digitalisierung. Dies ist ein prägendes Thema und für alle Ihre Geschäftsbereiche von enormer Bedeutung. Welche Punkte stehen hier ganz oben auf Ihrer To-Do-Liste?

Die Digitalisierung verändert unsere Arbeit als Krankenkasse. Unsere Kunden erwarten heute einen anderen Service als noch vor fünf Jahren. Sie wollen online mit ihrer Krankenkasse kommunizieren und ihre Anliegen schnell und komfortabel digital erledigen. Wir wollen hier den bestmöglichen Service bieten und definieren, wie die Krankenkasse der Zukunft aussieht. Dafür schaffen wir schnelle und flexible Onlineprozesse, um die Anforderungen unserer Kunden zu erfüllen - sind aber trotzdem weiterhin persönlich für sie da.

 

Stichwort "Kommunikation"

Digitalisierung, Unternehmenskultur, persönliche Themen - wer in der TK mit dem Vorstand ins Gespräch kommen will, hat viele Möglichkeiten: Beim Format "TEAm-Time", besucht einer der Vorstände TK-Teams auf eine Tasse Tee oder Kaffee und zum Austausch über Themen, die die Mitarbeiter bewegen. Darüber hinaus können Mitarbeiter den Vorstand aber auch virtuell treffen - im Vorstands-Chat. Regelmäßig stellen sich Dr. Jens Baas, Thomas Ballast und Karen Walkenhorst in jeweils einstündigen Live-Chats den Fragen der Mitarbeiterschaft. Unabhängig vom Standort der Dienststelle können auf diese Weise alle TKler in den Dialog mit dem Vorstand treten.

 

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