Häufige Fragen zum Meldeverfahren

Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen zu den Meldeverfahren: Welche Meldungen müssen wann abgegeben werden, und welche Besonderheiten gibt es?

 

Wann muss eine Meldung erstellt werden?

Neben regelmäßigen Jahresmeldungen gibt es diverse Anlässe, zu denen Sie eine Meldung abgeben müssen. Zum Beispiel, wenn

  • Sie einen neuen Mitarbeiter einstellen,
  • ein Mitarbeiter Ihre Firma verlässt,
  • ein Mitarbeiter nicht mehr versicherungspflichtig ist und/oder
  • Sie Einmalzahlungen geleistet haben.

Weitere Informationen können Sie in unserer Fachinformation Beiträge nachlesen.

Innerhalb welcher Fristen müssen Meldungen abgegeben werden?

Grundsätzlich sind die Meldungen mit der nächsten Gehaltsabrechnung abzugeben, spätestens jedoch zu den nachstehend genannten Terminen.

Meldetatbestände

Meldefristen

Beginn einer versicherungspflichtigen

  • Beschäftigung
  • Berufsausbildung
  • Altersteilzeit

innerhalb von sechs Wochen nach Beginn der

  • Beschäftigung
  • Berufsausbildung
  • Altersteilzeit

Ende einer versicherungspflichtigen

  • Beschäftigung
  • Berufsausbildung
  • Altersteilzeit

innerhalb von sechs Wochen nach Ende der

  • Beschäftigung
  • Berufsausbildung
  • Altersteilzeit

Geringfügige Beschäftigung

innerhalb von sechs Wochen nach Beginn und Ende der Beschäftigung

Sofortmeldung für das Bau-, Beherbergungs-, Gaststätten-, Personenbeförderungs-, Schausteller- und Gebäudereinigungsgewerbe sowie im Messebau

am Tag der Beschäftigungsaufnahme

Unterbrechung einer Beschäftigung für mindestens einen vollen Kalendermonat (Unterbrechungsmeldung)

innerhalb von zwei Wochen nach Ablauf des ersten vollen Kalendermonats nach der Unterbrechung

Sondermeldung für einmalig gezahltes Arbeitsentgelt

sechs Wochen nach der Auszahlung

Sondermeldung von nicht vereinbarungsgemäß verwendeten Wertguthaben (Störfall)

mit der nächsten Gehaltsabrechnung

Jahresmeldung

bis 15. Februar des Folgejahres

GKV-Monatsmeldung

nach Anforderung der Einzugsstelle mit der ersten folgenden Lohn- und Gehaltsabrechnung, spätestens innerhalb von sechs Wochen nach Anforderung

Sonstige Meldung, zum Beispiel Änderung

  • des Personengruppenschlüssels
  • des Beitragsgruppenschlüssels
  • der Krankenkasse
  • der Betriebsstätte (Wechsel West/Ost)
innerhalb von sechs Wochen
Stornierung bereits abgegebener Meldungenunverzüglich

Änderung

  • des Namens
  • der Anschrift

Meldung seit 2009 nicht mehr erforderlich

Wichtig!

Fällt das Ende der Meldefrist auf ein Wochenende oder einen Feiertag, verlängert sich die Frist auf den nächsten Werktag.

Wie lautet die Betriebsnummer der Techniker Krankenkasse?

Die Betriebsnummer der TK lautet: 15027365.

 

Sie benötigen die Betriebsnummer der TK zum Beispiel im Rahmen des Meldeverfahrens in der Sozialversicherung, damit die von Ihnen übermittelten Daten richtig zugeordnet werden können. Die TK-Betriebsnummer gilt bundesweit.

Welcher Tätigkeitsschlüssel ist richtig?

Bei den Angaben zur Tätigkeit in den Meldungen zur Sozialversicherung hilft Ihnen das Schlüsselverzeichnis der Agentur für Arbeit.

 

Informationen zum Tätigkeitsschlüssel können Sie diesem Dokument entnehmen.

Den Tätigkeitsschlüssel können Sie auch online ermitteln. Die Bundesagentur für Arbeit stellt dafür eine Anwendung zur Verfügung:

Woher kommt die Sozialversicherungsnummer?

Jeder Bundesbürger erhält in der Regel bei der Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit (seit 2005 bereits bei Geburt) eine zwölfstellige Rentenversicherungsnummer fürs ganze Leben. Sie ändert sich nie und bescheinigt die Zugehörigkeit zur Rentenversicherung. Weitere Informationen finden Sie unter dem Stichwort "Sozialversicherungsausweis".

Welche Besonderheiten gelten für Beschäftigte, die Mitglied einer berufsständischen Versorgungseinrichtung sind?

Für Beschäftigte, die Mitglied einer berufsständischen Versorgungseinrichtung sind, gelten bei der Meldung der Daten besondere Regeln.

 

Manche Arbeitnehmer und auch selbstständig Tätige aus besonderen Berufen - zum Beispiel Ärzte, Zahnärzte, Steuerberater und manche Architekten und Ingenieure - sind Mitglied eines berufsständischen Versorgungswerks. Dort können sie sich alternativ oder zusätzlich zur gesetzlichen Rentenversicherung für ihr Alter absichern.

 

Für Meldungen an diese berufsständischen Versorgungswerke gibt es einige Besonderheiten. Die Arbeitsgemeinschaft berufsständischer Versorgungseinrichtungen e.V. (ABV) hat in einem eigenen Rundschreiben (PDF, 293 KB, nicht barrierefrei) im Januar 2009 festgelegt, worauf Sie dabei achten müssen.

Gibt es Besonderheiten für krankenversicherungsfreie Beschäftigte?

Für krankenversicherungsfreie Beschäftigte gibt es keine Besonderheiten bei den Meldungen. Es fallen lediglich die üblichen Meldungen an wie die Anmeldung, die Abmeldung oder die Jahresmeldung. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Beratungsblatt (PDF, 506 KB) zum Meldeverfahren.

Was ist der digitale Lohnnachweis?

Die Lohnnachweise für die gesetzliche Unfallversicherung sind von den Arbeitgebern aktuell jährlich in Papierform abzugeben. Für das Jahr 2016 wurde erstmals ein elektronisches Verfahren eingeführt.

 

Das elektronische Lohnnachweisverfahren wurde bereits mit dem 5. SGB IV-Änderungsgesetz im Jahr 2015 auf den Weg gebracht und ist zum 1. Januar 2017 umgesetzt worden. Im elektronischen Lohnnachweis sind von den Arbeitgebern die angewandten Gefahrtarifstellen und die darauf entfallenden Entgelte, Arbeitsstunden und Arbeitnehmer zu übermitteln. Die Übermittlung erfolgt an die Datenannahmestelle der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (UV-DAV).

 

DGUV: weitere Informationen

Auf der Seite der DGUV finden Sie weitere Informationen und PDFs zum Download.

 

Hinweis

Die DGUV verwendet in diesem Zusammenhang den Begriff "digitaler Lohnnachweis", um das neue Verfahren von den Fällen abzugrenzen, die bereits in der Vergangenheit den summarischen Lohnnachweis auf elektronischem Weg aus ihrem Abrechnungsprogramm übermittelt haben. Letztlich ist damit aber der elektronische Lohnnachweis für die UV gemeint.

 

Abgabe des elektronische Lohnnachweises

Der elektronische Lohnnachweis ist jeweils spätestens bis zum 16. Februar des Folgejahres zu erstellen: für das Jahr 2016 also erstmals bis zum 16. Februar 2017. Bei

  • Insolvenz,
  • Betriebseinstellung oder
  • der Beendigung aller Beschäftigungsverhältnisse und wenn im selben Jahr voraussichtlich auch keine mehr begründet werden,

ist der elektronische Lohnnachweis unterjährig mit der nächsten Entgeltabrechnung, spätestens innerhalb von sechs Wochen, abzugeben.


Mit der Einführung des elektronischen Lohnnachweises verbunden ist auch ein verpflichtender, neuer automatisierter Stammdatenabgleich mit der Stammdatendatei bei der UV-DAV. Die Stammdaten müssen von den Arbeitgebern mit einer Anzeige zur Abgabe des Lohnnachweises übermittelt werden. Daraufhin werden dem Arbeitgeber die für den elektronischen Lohnnachweis maßgebenden Stammdaten mit Gültigkeiten zurückgemeldet. Mit diesem neuen Verfahren wird sichergestellt, dass die elektronischen Lohnnachweise immer mit korrekten Daten übermittelt werden.


Das neue elektronische Lohnnachweisverfahren wird in den Jahren 2017 und 2018 zunächst erprobt. Für die Arbeitgeber bedeutet die Testphase, dass für die Meldezeiträume 2016 (zu erstellen bis zum 16. Februar 2017) und 2017 (zu erstellen bis zum 16. Februar 2018) neben der neuen elektronischen Meldung parallel auch noch der Lohnnachweis in Papierform abzugeben ist.