TK-Bilanz 2016: Mehr Versicherte, höhere Ausgaben

Der Verwaltungsrat der TK hat auf seiner Sommersitzung in Königswinter die Jahresrechnung 2016 abgenommen. Dem Vorstand wurde Entlastung erteilt.

 

 

Die TK schließt das Haushaltsjahr 2016 mit einem Plus von 22 Millionen Euro ab. Die Ausgaben beliefen sich auf 24,57 Milliarden Euro. Dem standen Einnahmen von 24,59 Milliarden Euro gegenüber.

 

Mehr Versicherte und eine gute Konjunkturlage - von diesen beiden Faktoren war das Geschäftsjahr geprägt. Auf der anderen Seite stiegen jedoch die Ausgaben im Gesundheitswesen weiter, und der Morbi-RSA sorgte für zunehmende Verzerrungen im Wettbewerb der Kassen. Der Gesundheitsfonds wies den Versicherten der TK auch im Haushaltsjahr 2016 nicht einmal mehr den Betrag zu, der zu ihrer Versorgung nötig gewesen wäre. Der TK gelang es jedoch, diese Minderzuweisungen durch effizientere Strukturen und damit weit unter dem Durchschnitt liegende Verwaltungskosten aufzufangen, um so weiter einen günstigen Beitragssatz anbieten zu können. So lag der Zusatzbeitrag, den die Kassen individuell festlegen, bei der TK im vergangenen Jahr wieder unter dem amtlichen Durchschnitt. Er betrug 1,0 Prozent.

 

Schwerpunkt war der TK-Haushalt 2016
Die Abnahme des TK-Haushalts für das Jahr 2016 stand bei dieser Sitzung des TK-Verwaltungsrats in Königswinter ganz oben auf der Tagesordnung. Außerdem zeigt dieses Video unter anderem die Wahl von Karen Walkenhorst zum dritten Vorstand sowie einen Rückblick auf die für die TK erfolgreiche Sozialwahl 2017. Weitere Themen waren die Digitalisierung bei der TK und die Veröffentlichung eines Positionspapiers, in dem der Verwaltungsrat im Vorfeld der Bundestagswahl Stellung zur Gesundheitspolitik bezieht.

 

Höhere Ausgaben für Arzneimittel

Die Leistungsausgaben je Versicherten stiegen um 3,1 Prozent und damit etwas moderater als im Vorjahr. Dabei nahmen die Ausgaben für Arzneimittel auf hohem Niveau erneut zu - um 3,9 Prozent - und summieren sich auf vier Milliarden Euro. Die höchsten Ausgaben verzeichnet die TK bei den Kosten für Krankenhausbehandlungen. Erstmals übersteigt dieser Wert die Marke von sieben Milliarden Euro - je Versicherten ist das ein Zuwachs um 3,8 Prozent.

 

Zahl der Versicherten steigt weiter

Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der TK-Mitglieder um rund 298.000, die der Versicherten um rund 319.000. Die TK hatte zum Jahresende 2016 insgesamt 9,8 Millionen Versicherte und 7,3 Millionen Mitglieder. Das entspricht einer Steigerung von 3,4 beziehungsweise 4,2 Prozent.

 

Verwaltungskosten unter dem Durchschnitt

2016 lagen die Verwaltungskosten der TK erneut deutlich unter dem Durchschnitt der gesetzlichen Krankenversicherung. Sie betrugen 136 Euro je Versicherten - im Durchschnitt der gesetzlichen Krankenversicherung waren es 153 Euro.

 

Pflegeversicherung: Großteil geht in den Ausgleichsfonds

Die Leistungsausgaben der TK-Pflegeversicherung betrugen rund 1,3 Milliarden Euro. Mit drei Milliarden Euro floss der Großteil der Einnahmen der Pflegeversicherung in den Ausgleichsfonds. Aus diesem Fonds werden andere Pflegekassen unterstützt, deren Ausgaben nicht ausreichend durch Einnahmen gedeckt sind. Die TK-Pflegeversicherung ist eine eigenständige Organisation mit separater Jahresrechnung unter dem Dach der TK.

 

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