Die magische Zahl "7"

Bereits in der Steinzeit haben die Menschen die Zahlen erfunden. Sie helfen uns zu verstehen, ob etwas viel oder wenig, groß oder klein, kurz oder lang ist. Manche Zahlen kommen in den Überlieferungen der Menschen, in ihren Geschichten, Liedern und Lebensweisheiten häufiger vor als andere. Zum Beispiel die Sieben. TK-Logo erklärt Dir, was an dieser Zahl so besonders ist.

 

Die Zahl Sieben steht rot umrandet zwischen anderen Ziffern.Was ist an der Sieben so Besonderes? © icomediasHast Du eine Lieblingszahl? Vielen Menschen gefällt besonders die Sieben. Warum das so ist, können sie oft gar nicht sagen. Fest steht, dass wir ständig auf diese magische Zahl gestoßen werden: Da ist die Rede von den sieben Weltwundern, eine Woche hat sieben Tage, Verliebte schweben im siebten Himmel, und wenn man dem Sprichwort glaubt, hat eine Katze sieben Leben. James Bond heißt nicht 006 oder 009, sondern 007. Und Joanne Rowling hat ihre Harry-Potter-Serie genau mit dem siebten Band beendet. Das kann doch kein Zufall sein!

 

Die Bedeutung der Sieben in verschiedenen Kulturen

Die Zahl Sieben hat schon seit vielen Tausend Jahren eine besondere Stellung in vielen Kulturen und in den verschiedenen Religionen: Vielleicht erinnerst Du Dich an die biblische Geschichte von den sieben mageren und den sieben fetten Jahre im alten Ägypten. Und bestimmt hast Du schon mal den siebenarmigen Leuchter der Juden, die Menora, gesehen. Im Islam gibt es die sieben Himmelreiche, und Christen kennen die sieben Tugenden und die sieben Todsünden.

 

Es gibt Menschen, die sich mit der Bedeutung von Zahlen und ihren magischen Eigenschaften beschäftigen. Sie heißen Numerologen - hier steckt das Wort Nummer drin. Von Mathematikern werden sie oft belächelt, weil die Numerologie - im Gegensatz zur Mathematik oder Physik - keine exakte Wissenschaft ist. Das bedeutet, dass sich ihre Aussagen nicht beweisen oder mit Experimenten bestätigen oder widerlegen lassen.

 

Trotzdem hat die Numerologie ihre Grundlage in der Naturbeobachtung. Der Regenbogen besteht zum Beispiel aus sieben Farben. Schon die alten Babylonier entdeckten über 2000 Jahre vor Christus sieben Planeten. Und sie beobachteten, dass der Mond alle sieben Tage in eine neue Phase tritt.

 

Eine Zahl für Vollkommenheit

Die Sieben ist also auch in der Natur etwas Besonderes. Und die Menschen fanden sogar eine Erklärung dafür. Denn sieben ist die Summe aus drei und vier, und auch diese beiden Zahlen sind besonders. Für Christen ist die Drei eine heilige Zahl. Sie steht für göttliche Vollkommenheit - vielleicht habt Ihr schon mal von der Dreieinigkeit von Vater, Sohn und Heiligem Geist gehört. Die Vier dagegen steht schon seit Urzeiten für die Ganzheit der materiellen Welt, die vier Himmelsrichtungen zum Beispiel, oder die vier Elemente Feuer, Wasser, Erde, Luft. Damit vereint die Sieben das Göttliche und das Weltliche und steht für Vollkommenheit und Perfektion.

Regenbogen über einer grünen LandschaftManchmal gibt es sogar doppelte Regenbogen. © aboutpixel.de/FischleinKlar, dass der Regenbogen genau sieben Farben hat. Und logo, dass es keinen achten Harry-Potter-Band geben darf, oder? Denn das alles hat die Menschen dazu veranlasst, der Sieben auch in anderen Bereichen eine besondere Bedeutung zu geben. So entstanden die sieben Weltwunder, die Ozeane der Welt wurden in die sieben Weltmeere aufgeteilt, die alten Griechen erfanden den Siebenkampf - einen sportlichen Wettkampf aus sieben verschiedenen Disziplinen - und man erzählte sich Märchen von Schneewittchen und den sieben Zwergen oder dem tapferen Schneiderlein, das sieben Fliegen auf einen Streich erlegte.


 

Die Rolle der Sieben in der Mathematik

Auch Mathematiker finden, dass die Sieben eine besondere Zahl ist. Unter den ersten zehn Zahlen fällt sie aus dem Rahmen, weil man sie weder als Produkt noch als Quotient anderer Zahlen von eins bis zehn darstellen kann. Mit allen anderen Zahlen von eins bis zehn funktioniert das.

 

Sieh selbst:

1=10:10
2=10:5
3=9:3
4=2x2
5=10:2
6=2x3
7=?
8=2x4
9=3x3
10=2x5

 

Die Sieben ist außerdem eine Primzahl. Das heißt, sie ist - wie zum Beispiel auch die Zahlen 3, 19 oder 41 - nur durch die eins und sich selbst teilbar. Solche Zahlen regen Mathematiker immer besonders zum Nachdenken an.