Zahnersatz aus dem Ausland

Für Zahnersatz, den Sie sich bei einem vorübergehenden Aufenthalt im europäischen Ausland anfertigen lassen, können Sie sich Festzuschüsse von der TK erstatten lassen. Voraussetzungen: Der Zahnersatz ist nach deutschem Recht notwendig und die TK hat die Behandlung bewilligt.

Das gilt für fast alle Länder, in denen Sie die Europäische Krankenversicherungskarte einsetzen können und für die Schweiz.

 

So bereiten Sie Ihre Entscheidung richtig vor

Reichen Sie bitte vor der Behandlung einen Heil- und Kostenplan in deutscher Sprache ein. Warten Sie mit dem Behandlungsbeginn, bis Ihnen die Kostenzusage der TK vorliegt. Nur dann können Sie sicher sein, welche Kosten insgesamt auf Sie zukommen.

 

Detaillierter Kostenvoranschlag

Darüber hinaus sollten Sie sich einen detaillierten Kostenvoranschlag über die komplette Behandlung geben lassen, bevor Sie sich entscheiden. In diesem Kostenvoranschlag sollte der Zahnarzt auch die Leistungen aufführen, die über den reinen Zahnersatz hinausgehen. Dazu zählen notwendige Vorbehandlungen, falls der Arzt beispielsweise zunächst Karies oder eine Zahnfleischentzündung behandeln oder nervtote Zähne mit einer Wurzelfüllung versehen muss. Die Kosten für das Setzen von Implantaten sind privat zu tragen.

 

Das Verfahren

Entscheiden Sie sich für Zahnersatz im Ausland, legen Sie zunächst die gesamten Kosten aus. Dazu gehören die Ausgaben für den Zahnersatz und die zahnärztliche Behandlung. Ist die Behandlung abgeschlossen, reichen Sie alle Rechnungen bei der TK zur Erstattung ein.


Die TK erstattet Ihnen die Behandlungskosten nach den deutschen Vertragssätzen. Auf den Erstattungsbetrag erhebt die TK einen Verwaltungskostenabschlag in Höhe von zwölf Prozent, jedoch mindestens 5 Euro und maximal 50 Euro.

 

Informationen über Material und Labor

Erkundigen Sie sich danach, ob der Zahnarzt eine sogenannte "Konformitätserklärung" ausstellt. Das ist ein Formular, in dem er die verwendeten Materialien auflistet sowie den Namen und die Anschrift des Zahnlabors. Die Informationen können später wichtig sein, etwa wenn Sie auf einen der Inhaltsstoffe eine Allergie entwickeln. Auch bei einem eventuellen Rechtsstreit kann dieses Papier Ihnen nützen.

 

Was tun, wenn der Zahnersatz nicht sitzt?

Wenn der neue Zahnersatz nicht sofort korrekt sitzt, können Nachbehandlungen erforderlich sein. Sie sollten deshalb noch vor der Behandlung die folgenden Fragen klären:

  • Gibt es eventuell Zahnärzte in Ihrer Nähe, die mit dem ausländischen Kollegen kooperieren?
  • Gibt der Zahnarzt eine Garantie von mindestens zwei Jahren für seine Arbeit?
  • Was passiert, wenn die Behandlung nicht den gewünschten Verlauf nimmt?

Wichtig zu wissen

Ist der Zahnersatz mangelhaft, müssen Sie Ihre Ansprüche gegenüber dem ausländischen Zahnarzt selbst geltend machen, meist am Sitz des Zahnarztes. Die TK kann Sie dabei aus rechtlichen Gründen nicht unterstützen.