PEKo: Gewaltprävention in der Pflege
Mit dem PEKo-Programm unterstützt die Techniker Krankenkasse stationäre Einrichtungen, ambulante Dienste und Krankenhäuser dabei, Gewaltprävention strukturiert, nachhaltig und praxisnah umzusetzen.
Gewalt in der Pflege ist komplex und kann Pflegebedürftige ebenso wie Pflegende oder Angehörige treffen. Ein Tabuthema bleiben darf es jedoch nicht. Das Programm "Partizipative Entwicklung eines Konzeptes zur Gewaltprävention (PEKo)" informiert und sensibilisiert Beschäftigte im Pflegesektor deshalb speziell dafür. Denn oft sind schon die Formen, die Gewalthandlungen einschließen, nicht ausreichend bekannt.
"Pflegende sind oft unsicher, Gewaltformen klar zu erkennen. PEKo hat das Verständnis dafür und den Umgang damit positiv verändert."
Warum PEKo?
Gewaltprävention ist gesetzlicher Auftrag, Führungsaufgabe, Qualitätsmerkmal und Arbeitsschutz zugleich. Einzelmaßnahmen wie Deeskalationstrainings sind wichtig - reichen jedoch oft nicht aus. Was wirkt, sind klare Strukturen und verbindliche Zuständigkeiten. Mit dem PEKo Programm unterstützt die TK Ihre Einrichtung, eine gelebte Präventionskultur zu entwickeln.
Was ist PEKo?
PEKo steht für "Partizipative Entwicklung und Evaluation eines multimodalen Konzepts zur Gewaltprävention in der Pflege". In der Praxis bedeutet das: ein individuell begleiteter Organisationsentwicklungsprozess in Ihrer Einrichtung - kein Standardprogramm.
"PEKo heißt für mich: Wissen generieren, Verhaltensweisen reflektieren, gewaltfördernde Faktoren vermeiden und eine Fehlerkultur im Umgang mit Gewalt entwickeln."
Das Besondere an PEKo
- Begleiteter Prozess über mindestens 6 Monate
- Von der TK finanzierte externe Beratung
- Passgenaue Maßnahmen statt Standardlösungen
- Qualifizierung interne PEKo-Beauftragte
- Aktive Einbindung der Leitungsebene
- Partizipation statt Top-down
Ihr Nutzen
- Mehr Handlungssicherheit im Arbeitsalltag
- Qualifizierung von Mitarbeitenden
- Stärkere Teamkultur
- Nachhaltige Verankerung von Prävention
- Strukturierung und Bündelung bestehender Maßnahmen
Haben Sie Interesse PEKo in Ihrer Einrichtung umzusetzen?
Die TK unterstützt Sie gerne. Zögern Sie nicht und kontaktieren Sie uns. Unsere TK-Beraterinnen und TK-Berater helfen gern weiter.
Ein gutes Beispiel aus der Praxis
Das Alten- und Pflegeheim Anlagenring in Frankfurt hat das Projekt gegen Gewalt in der Pflege als eine der ersten Einrichtungen durchgeführt.
Im folgenden Interview berichtet Projektleiterin Ulli Maria Jefcoat über ihre Erfahrungen.
Gesunder Arbeitsplatz
Publikationen im Projekt
Pflegeeinrichtungen, die Interesse an einer Etablierung gewaltvorbeugender Handlungskonzepte haben, können sich in diesen Publikationen einen Überblick über bereits gesammelte Erfahrungen verschaffen: