Beschäftigte erwarten Herausforderungen, die zu ihrer Qualifikation passen. Sie erhalten aber Routine-Aufgaben, weil Führungskräfte diese Abweichung z.B. nicht bemerken.
Während Mitarbeitende unter Last zusammenbrechen, langweilen sich andere. Das führt zu Frust auf beiden Seiten und sinkender Teamleistung.
Selbst bei fehlender Arbeit muss die Zeit "abgesessen" werden - Zeitdehnung und Vortäuschen von Auslastung belasten zusätzlich emotional.
Hochqualifizierte erledigen einfache Tätigkeiten ohne Entwicklungsperspektive.
Gleichen Sie regelmäßig Jobprofile mit den Qualifikationen ab, verteilen Sie neue Projekte gezielt nach den Stärken und klären Sie den Weiterbildungsbedarf mit Ihren Mitarbeitenden.
Prüfen Sie die wöchentliche Aufgabenverteilung: Keine Überlast bei einer Person oder Unterlast bei anderen Personen. Holen Sie außerdem regelmäßig ein Feedback ein ("Wer braucht Unterstützung?").
Beschränken Sie Präsenzpflicht auf Kernzeiten und reduzieren Sie Leerlauf-Phasen durch Gleitzeit oder eine 4-Tage-Woche. Das Ziel ist eine Ergebnisorientierung und ein flexibler Umgang mit der aktuellen Arbeitssituation.
Planen Sie regelmäßig Workshops zu Boreout-Erkennung ein und binden Sie dabei den Betriebsrat als Vertrauensstelle ein. Reagieren Sie so früh wie möglich bei den ersten Signalen von Boreout.
Offen, aber lösungsorientiert: "Ich sehe Potenzial, meine Qualifikation stärker einzubringen. Hier sind 3 konkrete Vorschläge...".
Zum Beispiel: Antriebslosigkeit, Wertlosigkeitsgefühle, Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche