StartseiteKopfschmerzenStimmt’s oder stimmt’s nicht? Mythen rund um Kopfschmerzen
Stimmt’s oder stimmt’s nicht? Mythen rund um Kopfschmerzen
Wer über Kopfschmerzen klagt, bekommt schnell gut gemeinte Ratschläge zu hören. Doch nicht alles stimmt. Lesen Sie hier, was wissenschaftlich belegt ist und was nur ein Mythos bleibt.
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Louisa Bühler, Dres. Schlegel + Schmidt Medizinische Kommunikation GmbH
Mythos 1: Bier auf Wein, das lass sein …Stimmt nichtViele Menschen schwören darauf, verschiedene Alkoholsorten an einem Abend nicht zu vermischen, etwa Bier und Wein. Studien haben untersucht, ob die Reihenfolge tatsächlich einen Einfluss darauf hat, wie stark die Beschwerden am nächsten Tag sind. Das Ergebnis: Entscheidend ist die Menge, nicht die Reihenfolge.
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Mythos 2: Smartphones verursachen Kopfschmerzen.StimmtDas liegt jedoch in der Regel nicht am blauen Licht oder an elektromagnetischer Strahlung. Schuld ist vielmehr das ständige Neigen des Kopfes. Auf diese Weise können Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich entstehen, die wiederum Spannungskopfschmerzen verursachen. Dem können Sie aktiv vorbeugen: Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) rät, regelmäßige Handypausen einzulegen und den Nacken zwischendurch zu lockern.Mythos 3: Mehr trinken hilft. Stimmt - aber ein Glas Wasser allein reicht nicht aus.Über die Hälfte unseres Körpergewichts besteht aus Wasser - es ist wichtig für beinahe alle Körperfunktionen. Wer zu wenig trinkt, bemerkt dies unter Umständen an beginnenden Kopfschmerzen . Dann kann es helfen, die körpereigenen Flüssigkeitsreserven aufzufüllen.Forschende haben zudem untersucht, ob Menschen mit regelmäßigen Kopfschmerzen davon profitieren, jeden Tag 1,5 Liter mehr zu trinken als üblich. Die Teilnehmenden empfanden ihre Kopfschmerzen nach drei Monaten als weniger stark - an der Anzahl der Kopfschmerztage änderte sich allerdings nichts. Grundsätzlich gilt: Testen Sie es am besten selbst. Trinken Sie über den Tag verteilt mehr Wasser und beobachten Sie, wie Ihr Körper darauf reagiert.Mythos 4: Besser auf Schmerzmittel verzichten.Stimmt nichtViele Menschen versuchen, Kopfschmerzen auszuhalten und möglichst lange auf Schmerzmittel zu verzichten. Fachleute raten jedoch davon ab: Ihre Schmerzen können auf diese Weise länger andauern. Im schlimmsten Fall werden die Kopfschmerzen sogar chronisch, da der Körper ein sogenanntes Schmerzgedächtnis entwickelt.Bei gelegentlichen Kopfschmerzen spricht in der Regel nichts dagegen, rezeptfreie Schmerzmittel einzunehmen. Wenn Sie jedoch häufige Kopfschmerzattacken haben und öfter als zehn Tage im Monat Schmerzmittel einnehmen müssen, sollten Sie ärztlichen Rat einholen. Lesetipp: Mehr Informationen über die richtige Einnahme von Schmerzmitteln bei Kopfschmerzen bietet der Artikel "Welche Schmerzmittel helfen bei Kopfschmerzen?" .Mythos 5: Binaurale Beats lindern Kopfschmerzen. Nicht belegtStreaming-Dienste bieten verschiedene Anti-Migräne-Playlists an, die mit Wasserrauschen und Klangschalentönen für Entspannung sorgen sollen. Dabei empfangen beide Ohren Töne mit leicht unterschiedlichen Frequenzen, wodurch bestimmte Gehirnwellen stimuliert werden sollen. Diese Klänge werden auch als "binaurale Beats" bezeichnet - also Beats, die beide Ohren betreffen.Ob sie tatsächlich wirken, lässt sich noch nicht sagen. Doch auch wenn wissenschaftliche Belege derzeit fehlen: Es spricht nichts dagegen, einmal auszuprobieren, ob binaurale Beats für Sie persönlich entspannend wirken.Mythos 6: Kaffee lindert Kopfweh.Stimmt - aber mit Vorsicht zu genießen!Koffein kann bei leichten Kopfschmerzen tatsächlich helfen, da es die Ausschüttung bestimmter Botenstoffe im Gehirn beeinflusst. Wer allerdings regelmäßig viel Kaffee trinkt, bekommt bei plötzlichem Verzicht oft Entzugskopfschmerzen. Deshalb gilt: In Maßen kann Kaffee zur Linderung von Kopfschmerzen beitragen - eine Dauerlösung sollte dies jedoch nicht sein.Mythos 7: Schokolade löst Migräne aus.Stimmt nichtEinige Menschen haben vor einer Migräneattacke Heißhunger auf bestimmte Lebensmittel wie Schokolade oder Käse. Diese Lebensmittel gelten jedoch Studien zufolge nicht als Auslöser. Vielmehr stellt der Heißhunger selbst bereits ein Symptom der Migräne dar. In der Medizin wird der Heißhunger auf bestimmte Lebensmittel auch als Schrei des Gehirns nach Energiestoffen gedeutet, um sich auf die bevorstehende Migräneattacke vorzubereiten.
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Mythos 8: Das Wetter ist schuld.Stimmt vielleichtViele Menschen haben das Gefühl, dass ein plötzlicher Wetterumschwung Kopfschmerzen auslöst. Laut einer Befragung des Deutschen Wetterdienstes fühlt sich rund die Hälfte der Deutschen durch das Wetter gesundheitlich eingeschränkt - oft in Form von Kopfschmerzen. Ob und wie genau Wetter und Kopfschmerzen miteinander zusammenhängen, ist nicht ausreichend durch Studien untersucht. Wissenschaftlich belegt ist jedoch: Starke Veränderungen von Temperatur und Luftdruck können Migräneattacken begünstigen und als Trigger-Faktoren wirken.TK-Online-Sprechstunde bei MigräneWenn Sie bei der TK versichert sind, können Sie sich mit den Expertinnen und Experten des TK-Ärztezentrums austauschen - per Telefon, online oder auch mit der TK-Doc-App. Neben der allgemeinen medizinischen Beratung bietet die TK-Doc App mit der TK-Online-Sprechstunde auch eine volldigitalisierte Fernbehandlung. Derzeit können sich Versicherte bei acht Erkrankungen per Videoanruf behandeln lassen - etwa bei Migräne, einem grippalen Infekt oder Rückenschmerzen.
Charles, A.: The role of caffeine in headache disorders. Curr Opin Neurol 2024/37 (3), S. 289-294. URL: https://journals.lww.com/co-neurology/abstract/2024/06000/the_role_of_caffeine_in_headache_disorders.13.aspx (abgerufen am 29.01.2026).Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Neurologie e. V. (DGOU): Rückengesundheit: Orthopäden und Unfallchirurgen geben Tipps gegen den Handynacken, 2016. URL: https://dgou.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht-pressemitteilungen/artikel/rueckengesundheit-orthopaeden-und-unfallchirurgen-geben-tipps-gegen-den-handynacken (abgerufen am: 13.09.2025).Deutscher Wetterdienst (DWD): Kopfschmerzen, Schwindel, Unwohlsein - kommt´s vom Wetter? 16.03.2023. URL: https://www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2023/3/16.html (abgerufen am: 13.09.2025).DocCheck Flexikon: Kaffee + Kopfschmerz: Es ist kompliziert, o. J. URL: https://www.doccheck.com/de/detail/articles/49326-kaffee-kopfschmerz-es-ist-kompliziert (abgerufen am: 13.09.2025).Köchling, J. et al.: Grape or grain but never the twain? A randomized controlled multiarm matched-triplet crossover trial of beer and wine. Am J Clin Nutr. 2019/109 (2), S. 345-352. URL: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0002916522031215 (abgerufen am 29.01.2026).Li, S. et al.: Association between weather conditions and migraine: a systematic review and meta-analysis. J Neurol. 2025/272, S. 346. URL: https://link.springer.com/article/10.1007/s00415-025-13078-0 (abgerufen am 29.01.2026).Oberhofer, E.: Phänomen Handynacken - Öfter mal abschalten. Ärztezeitung, 2016. URL: https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Oefter-mal-abschalten-304043.html (abgerufen am: 13.09.2025).Schmerzklinik Kiel: Migräne-Auslöser und Migräne-Ursachen: Mythen und Fakten, o. J. URL: https://schmerzklinik.de/migraene-ausloeser-und-migraene-ursachen-mythen-und-fakten/ (abgerufen am: 13.09.2025).Spigt, M. et al.: A randomized trial on the effects of regular water intake in patients with recurrent headaches. Fam Pract. 2012 (4), S. 370-375. URL: https://academic.oup.com/fampra/article-abstract/29/4/370/492787 (abgerufen am 29.01.2026).
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