Wenn Sie bei einer WOOP-Übung zum Hindernis kommen - auf Englisch obstacle, also dem zweiten O im WOOP -, dann merken Sie vielleicht: Das ist gar nicht so einfach. Das ist jetzt sogar richtig Arbeit. Sie suchen bei diesem Schritt nach dem zentralen inneren Hindernis, das Ihnen im Weg steht.Nach einem zentralen inneren Hindernis suchen Sie, weil Sie innere Hindernisse beeinflussen können. Was Sie denken, fühlen und tun, das haben Sie selbst in der Hand. Das zentrale innere Hindernis soll es sein, weil Sie nur ein Hindernis zurzeit mit WOOP bearbeiten können. Da sollte es doch gleich das sein, bei dem Sie am besten weiterkommen.Die Auseinandersetzung mit dem Hindernis ist sehr wichtig bei einer WOOP-Übung. Und dafür gibt es zwei Gründe:Der erste Grund ist, dass wir ohne diesen Schritt in unseren positiven Phantasien verhaftet bleiben. Wir entspannen uns und verlieren die Energie, die wir brauchen, um unsere Ziele zu erreichen.Der zweite Grund ist: Sie haben sich im WOOP vorher, beim Outcome, intensiv Ihr Wunschergebnis vorgestellt. Dadurch haben Sie mentale Bilder von diesem Wunschergebnis in Ihrem Kopf erzeugt. Jetzt finden Sie heraus, was Ihr zentrales inneres Hindernis für Ihre Wunscherfüllung ist, und dann stellen Sie es sich vor. Auch dieser Schritt erzeugt mentale Bilder. Die mentalen Bilder von Ihrem Wunschergebnis verbinden sich in Ihrem Kopf mit denen zum Hindernis. So wie Magnete, die plötzlich zusammenkleben.Immer dann, wenn Sie nun künftig an Ihren Wunsch oder an das Schönste denken, wird Ihnen auch Ihr Hindernis einfallen, und Sie werden unwillkürlich etwas tun, um Ihrer Wunscherfüllung näherzukommen.Das passiert ganz automatisch und wird Ihnen oft gar nicht bewusst. Sie merken nur später, dass Sie sich anders verhalten haben als sonst und deshalb Ihrem Ziel nähergekommen sind.Das ist übrigens auch der Grund, warum Sie in einer WOOP-Übung immer nur nach einem Wunsch, nach einem Schönsten und nach einem inneren Hindernis suchen. Durch eine WOOP-Übung verbinden Sie ganz spezifische mentale Bilder von Wunschergebnis und Hindernis.Die mentale Verbindung löst sich übrigens erst dann wieder auf, wenn Sie sich Ihren Wunsch erfüllt haben.
Finden Sie einen ruhigen Ort, an dem Sie einige Zeit ungestört sind, und machen Sie es sich bequem. Nehmen Sie sich diese Zeit nur für sich, lassen Sie die Welt draußen. Kommen Sie zur Ruhe und konzentrieren Sie sich ganz auf die Übung. Sie brauchen nichts weiter zu tun, als zuzuhören und der Übung zu folgen.Denken Sie nun an die nächsten vier Wochen oder einen anderen Zeitraum Ihrer Wahl. Was ist Ihr wichtigster Wunsch oder Ihr wichtigstes Anliegen für diesen Zeitraum?Wählen Sie einen Wunsch, der Sie herausfordert, der Ihnen aber in dem gewählten Zeitraum auch machbar erscheint. Kommen Ihnen mehrere Wünsche in den Sinn, nehmen Sie den Wunsch, der Ihnen am wichtigsten ist.Wenn Sie noch ein wenig Zeit brauchen, um den Wunsch zu finden, halten Sie die Anleitung solange an.Wenn Sie Ihren Wunsch gefunden haben, fassen Sie ihn in wenigen Worten zusammen und halten Sie ihn vor Ihrem inneren Auge fest oder schreiben Sie ihn auf.Und nun überlegen Sie: Was wäre das Beste, das Allerschönste, wenn Sie sich Ihren Wunsch erfüllen? Wie würden Sie sich fühlen? Finden Sie Ihr schönstes Ergebnis!Wenn Sie noch etwas Zeit brauchen, um Ihr schönstes Ergebnis zu finden, halten Sie die Anleitung solange an.Wenn Sie Ihr schönstes Ergebnis gefunden haben, fassen Sie es in wenigen Worten zusammen und stellen Sie es sich vor Ihr geistiges Auge. Sie können es auch aufschreiben. Und nun stellen Sie sich das Schönste ganz lebhaft vor. Malen Sie es sich aus; lassen Sie Ihren Gedanken freien Lauf.Nehmen Sie sich Zeit dazu und halten Sie die Anleitung so lange an.Jetzt geht es um das Hindernis, das der Erfüllung Ihres Wunsches im Weg steht. Was in Ihnen ist es, das Sie daran hindert, sich Ihren Wunsch zu erfüllen? Was in Ihnen hält Sie davon ab, aktiv zu werden, so dass Ihr Wunsch wahr wird?Vielleicht kommt Ihnen erst einmal etwas Bekanntes in den Sinn… Fragen Sie nach: Ist das wirklich mein Hindernis? Versuchen Sie, tiefer zu schürfen. Sie werden merken, ob Sie Ihr zentrales Hindernis gefunden haben. Wenn Sie es gefunden haben, fühlt es sich an wie: Ja, das ist es!Das innere Hindernis kann ein hinderlicher Gedanke oder eine hinderliche Überzeugung … oder ein Verhalten sein… es kann auch eine Emotion, vielleicht eine Befürchtung oder ein Groll sein… oder etwas anderes.Kommt Ihnen da etwas in den Sinn? … Dann fragen Sie sich: Ist denn das das eigentliche Hindernis? Forschen Sie nach und lassen Sie alle Ausreden beiseite. Sie können fragen: Was verbirgt sich denn hinter dem Hindernis, warum ist es ein Hindernis für mich? Gehen Sie der Sache auf den Grund.Manchmal muss man Geduld haben, bis man das wirkliche persönliche oder innere Hindernis identifiziert hat. Daher, wenn Sie noch ein wenig Zeit brauchen, halten Sie die Anleitung solange an.Wenn Sie Ihr inneres Hindernis gefunden haben, fassen Sie es in wenigen Worten zusammen und halten Sie es vor Ihrem inneren Auge fest oder schreiben Sie es auf.Und nun stellen Sie sich Ihr inneres Hindernis in allen Einzelheiten vor. Malen Sie es sich ganz lebhaft aus, wie es auftritt. Lassen Sie Ihren Gedanken und Gefühlen freien Lauf.Nehmen Sie sich Zeit und halten Sie die Anleitung solange an.Und nun überlegen Sie: Was wäre eine effektive Handlung, die Sie ausführen, oder ein effektiver Gedanke, den Sie sich sagen könnten, um das Hindernis zu überwinden? Was können Sie tun oder denken, um Ihrem Hindernis beizukommen? Finden Sie die effektive Handlung oder den effektiven Gedanken, womit Sie Ihr zentrales inneres Hindernis überwinden können!Wenn Sie noch Zeit brauchen, halten Sie die Anleitung so lange an.Wenn Sie Ihre Handlung oder Ihren Gedanken gefunden haben, fassen Sie sie in wenigen Worten zusammen und halten Sie sie vor Ihrem inneren Auge fest oder schreiben Sie sie auf.Und nun machen Sie folgenden Plan: Wenn… (und jetzt nennen Sie Ihr Hindernis), dann werde ich… (und jetzt nennen Sie Ihre Handlung oder Ihren Gedanken, um das Hindernis zu überwinden)!Gehen Sie anschließend in Gedanken oder auch laut langsam Ihren Wenn-Dann-Plan noch einmal durch und stellen sich lebhaft vor: "Wenn...Hindernis, dann werde ich... Handlung!"