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Mit Autogenem Training nutzen Sie die Kraft Ihrer Gedanken für mehr Ruhe und Entspannung. Sie entspannen sich selbst - ganz ohne Hilfsmittel.

Gedanken erzeugen Nervenimpulse. Selbst wenn Sie nur daran denken, einen Finger zu heben, leitet Ihr Nervensystem dies als einen messbaren Reiz an Ihre Muskeln im Finger weiter.

Im Autogenem Training nutzen Sie dieses Prinzip anders herum. Mit Ihren Gedanken stellen Sie Ihren Körper auf Entspannung ein.

Das Autogene Training ist gut erforscht. Entwickelt hat die Methode der Nervenarzt Professor Johannes H. Schultz in den 30er Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts. Er zeigte seinen Patienten, wie sie Techniken der Hypnose selbst für sich anwenden konnten.

Sich mit Gedanken selbst steuern

Um Autogenes Training zu lernen, brauchen Sie ein wenig Zeit. Sie setzen oder legen sich bequem hin, am besten in einem ruhigen Raum, und wenden Ihre Aufmerksamkeit Ihrem Körper zu. Dann geben Sie ihm eine Art Anweisung - die Selbstsuggestion.

Selbstsuggestionen

Sie beginnen zum Beispiel damit, dass Sie sich mehrmals in Gedanken sagen: "Mein rechter Arm ist ganz schwer." Dabei stellen Sie sich vor, wie Ihr Arm schwer ist. Der Körper wird Ihnen antworten. Er folgt Ihren Gedanken. Ohne etwas tun zu wollen, nehmen Sie nur wahr, was geschieht. Nach mehr oder weniger Übung werden Sie feststellen: Wirklich fühlt sich Ihr Arm schwer an. Manch ein Übender hat fast den Eindruck, als würde der Arm gleich durch die Sessellehne sinken. Tatsächlich entspannen sich die Muskeln, werden weich und liegen mit mehr Fläche auf der Unterlage auf.

Mit der "Wärme-Übung" verbessern Sie Ihre Durchblutung. Sie denken zum Beispiel: "Mein linker Fuß ist ganz warm" und stellen sich das intensiv vor. Die Adern weiten sich, und das einströmende Blut wärmt Ihren Fuß. Netter Nebeneffekt: Kalte Füße abends im Bett sind dann passé.

Systematische Übungen

Das Autogene Training ist systematisch aufgebaut. Neben der Schwere- und der Wärmeübung gibt es weitere Übungen, die alle dazu dienen, den Körper zu entspannen. Nach einiger Zeit des Übens werden sich die Gefühle wie Wärme und der Schwere schneller einstellen und sich auf den ganzen Körper ausweiten. Weitere Übungen beziehen den Atem, das Herz und andere Körperbereiche mit ein.

Wirkungen von Autogenem Training

Es entspannt nicht nur körperlich, sondern beruhigt auch den Kreislauf, steigert die Konzentrationsfähigkeit, schafft einen klaren Kopf und hilft dabei, Körper und Geist mit den eigenen Gedanken zu beeinflussen. Die Konzentration auf einzelne Körperteile beeinflusst das vegetative Nervensystem positiv. Ihr allgemeines Erregungsniveau sinkt. Sie werden weniger reizbar und können gelassener auch schwierige Situationen meistern.

Auch bei psychischen Störungen wie Depressionen oder Ängsten hat sich Autogenes Training als hilfreich erwiesen.

So können Sie es lernen

Am besten lernen Sie diese Methode in kleinen Gruppen, zum Beispiel in Entspannungskursen der TK oder bei einem dafür ausgebildeten Arzt oder Psychologen.