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Medi­tieren lernen

Abschalten lernen und Konzentration wieder erlangen - dazu verhilft Ihnen die Meditation. In der Meditation lernen Sie, Ihre Gedanken kommen und gehen zu lassen, ohne sie festzuhalten oder zu bewerten. Damit können Sie Grübeleien unterbrechen, Abstand gewinnen und gelassener werden.

Sie lernen, sich von äußeren Reizen abzuschirmen und sich auf eine einzige Sache, einen Gedanken zu konzentrieren. Das kann dazu führen, dass Sie völlig frei von Gedanken werden. Dieses Erlebnis kann man als die "vollkommene Stille des Bewusstseins" bezeichnen.

Meditation ist vielfältig

Meditation - vom lateinischen Wort für "nachsinnen, nachdenken" - umfasst eine ganze Reihe unterschiedlicher Methoden. Viele davon sind sehr alt und religiös begründet, zum Beispiel die Zen-Meditation oder andere buddhistische Meditationsformen. Solche Meditation hat zum Ziel, frei zu werden von der ständigen Schau auf sich selbst. Oder sie will eine Haltung der Achtsamkeit und Liebe entwickeln. Auch in anderen Religionen wird Meditation gepflegt, etwa in den Klöstern christlicher Mönche und Nonnen oder im islamischen Sufi-Orden. Hier geht es darum, den Geist freizumachen für die Verbindung zu Gott.

Aus solchen Ursprüngen haben sich mittlerweile auch Meditationsmethoden entwickelt, die ohne einen religiösen Hintergrund auskommen und statt dessen die entspannende Wirkung der Konzentration und Achtsamkeit in den Vordergrund stellen.

Sich versenken durch Wiederholen

So unterschiedlich die Formen sind, sie haben eines gemeinsam. Beim Meditieren konzentrieren Sie Ihre Aufmerksamkeit auf eine einzige Sache: zum Beispiel auf ein Bild, ein Wort, auf den Atem oder auf eine Empfindung. Sie verankern quasi Ihre Wahrnehmung an dieser Sache. Wenn andere Gedanken auftauchen, lassen Sie sie wie Blätter auf einem Bach vorbeifließen und kehren innerlich zu Ihrem Anker zurück. Damit gewinnen Sie Distanz zu Ihren Gedanken.

Regelmäßiges Üben

Wie Yoga ist Meditation eine Kunst für sich. Anfänger sollten die Übungen daher nicht aus Büchern, sondern unter fachkundiger Anleitung lernen. Damit die Meditation richtig wirken kann, ist regelmäßiges Üben unerlässlich. Es ist besser, täglich eine viertel bis halbe Stunde einzuplanen, als sich einmal in der Woche einem langen Training zu unterziehen. Jede Übung braucht Zeit und Ruhe. Es ist darum auch besser, nur wenige Übungen mit größter Bewusstheit auszuführen, als mehrere hastig hintereinander zu absolvieren.

Wirkung

Studien zeigen: Meditation wirkt ähnlich entspannend wie andere Techniken zur Entspannung.

  • Atem und Herz gehen langsamer.
  • Der Blutdruck sinkt.
  • Der Stoffwechsel beruhigt sich.
  • Schädliche Stresseinflüsse auf das Immunsystem werden vermindert.
  • Wer regelmäßig meditiert, wird gelassener und lässt sich von den Problemen des Alltags weniger vereinnahmen.

Meditieren für die Gesundheit

Viele Meditationsmethoden sind weltanschaulich gebunden. Daher wird Meditation von der TK nicht als Gesundheitskurs angeboten oder gefördert.

Gefördert werden allerdings die Kurse zur "Stressbewältigung durch Achtsamkeit". Diese Kurse enthalten meditative Übungen und Übungen aus dem Yoga. Ziel ist, die Achtsamkeit für sich selbst zu erhöhen und damit Stress zu reduzieren. Die Methode wird unter dem Titel "Mindfulness-Based Stress Reduktion", kurz MBSR, angeboten. MBSR wurde in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts von dem amerikanischen Biologen Jon Kabat-Zinn an der Universitätsklinik von Massachusetts entwickelt. Die meditativen Übungen sind aus buddhistischen Meditationsformen abgeleitet, aber frei von religiösen Bindungen. Die Wirksamkeit von MBSR ist mittlerweile breit wissenschaftlich überprüft und nachgewiesen.