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Kindheit ohne Kopfweh - so beugen Sie vor
Immer öfter klagen bereits Kinder über Kopfschmerzen. Das kann nicht nur den Alltag einschränken, sondern auch die Zukunftsperspektiven negativ beeinflussen. Doch Eltern müssen nicht machtlos zusehen: Mithilfe kleiner Veränderungen im Alltag können Sie Ihr Kind aktiv unterstützen.
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Louisa Bühler, Dres. Schlegel + Schmidt Medizinische Kommunikation GmbH Spannungskopfschmerzen und Migräne sind auch unter Kindern und Jugendlichen weit verbreitet. Die Ursachen dafür sind vielfältig: Sie reichen von Stress über Schlafmangel, Leistungsdruck, wenig Bewegung bis hin zu häufiger Mediennutzung.Wie wirken sich Kopfschmerzen bei Kindern aus?Regelmäßige Kopfschmerzen - besonders bei Migräne - können den Alltag von Kindern stark einschränken. Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) betont, dass unbehandelte Kopfschmerzen unter anderem folgende Beschwerden verursachen können:LernschwierigkeitenHäufige Fehlzeiten in der SchuleEmotionaler LeidensdruckSoziale IsolationChronifizierung der Kopfschmerzen im ErwachsenenalterStressbedingte psychische Erkrankungen im ErwachsenenalterRückenschmerzen im ErwachsenenalterUmso wichtiger ist es, Kopfschmerzen frühzeitig entgegenzuwirken und gemeinsam mit Ihrem Kind passende Lösungen zu finden.Lesetipp: Mehr zum Thema Migräne bei Kindern und Jugendlichen erfahren Sie im Artikel "Migränevorbeugung für Kinder und Jugendliche" .
Kopfschmerzen bei Kindern: Zahlen und FaktenJedes fünfte Kind im Vorschul- und Grundschulalter leidet unter Kopfschmerzen.Jedes siebte Schulkind hat Kopfschmerzen, die medizinisch behandelt werden müssen.Bis zum zwölften Lebensjahr erleben neun von zehn Kindern Kopfschmerzen.Mädchen sind nach der Pubertät deutlich häufiger von Kopfschmerzen betroffen als Jungen.Bei 20 Prozent aller Kinder mit Kopfschmerzen besteht der Verdacht auf Migräne.
So stärken Sie Ihr Kind im AlltagFachleute sind sich einig: Kopfschmerzen lässt sich bei Kindern oft wirksam vorbeugen. Grundlage dafür ist, dass Ihr Kind sich in einem seelischen und körperlichen Gleichgewicht befindet. Als Eltern können Sie Ihr Kind dabei unterstützen - mit kleinen Veränderungen und ohne Druck.Kleine Maßnahmen, große Wirkung - 9 Tipps für Eltern:Verbessern Sie den Schlafrhythmus: Neun bis zwölf Stunden Schlaf gelten für Schulkinder als optimal. Schläft Ihr Kind häufig zu lang, zu kurz oder zu unregelmäßigen Zeiten, kann das Migräneattacken begünstigen. Sie können Ihrem Kind deshalb etwas Gutes tun, indem Sie auf einen festen Schlaf-Wach-Rhythmus achten. Vielleicht hilft es Ihrer Familie, dabei ein kleines Abendritual einzuführen.Bieten Sie regelmäßige Mahlzeiten an: Das Auslassen von Mahlzeiten löst bei manchen Menschen Kopfschmerzen aus. Studien zeigen, dass besonders das Frühstück für Kinder wichtig ist. Unterstützen Sie Ihr Kind, indem Sie regelmäßig Mahlzeiten anbieten und dafür genug Zeit einplanen - ohne Hektik isst es sich besser.Animieren Sie Ihr Kind zum Trinken: Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist wichtig. Wenn Ihr Kind von Kopfschmerzen betroffen ist und wenig trinkt, kann der Griff in die Trickkiste helfen: Eine bunte Trinkflasche oder ein Strohhalm macht das Trinken attraktiver.Bauen Sie Bewegung in den Alltag ein: Kinder haben einen natürlichen Bewegungsdrang und fühlen sich wohl, wenn sie sich so richtig austoben können. Auch bei Kopfschmerzen profitiert Ihr Kind von regelmäßiger körperlicher Aktivität.Freizeitaktivitäten nach Maß: Hausaufgaben, Musikunterricht, Mathenachhilfe - viele Kinder haben volle Terminkalender. Doch weniger ist oft mehr: Entschleunigen Sie den Alltag und reduzieren Sie Freizeitaktivitäten. Dabei können Sie Ihr Kind bewusst miteinbeziehen und gemeinsam entscheiden, welche Hobbies am wichtigsten sind.Begrenzen Sie digitale Medien: Fernsehen, Videospiele und das Scrollen auf dem Smartphone machen den meisten Kindern Spaß. Durch die ständige Informationsflut und Geräuschkulisse bekommt das Gehirn Ihres Kindes dabei sehr viele Reize auf einmal. Als Eltern können Sie die Gesundheit Ihres Kindes unterstützen, indem Sie eine gute Balance zwischen Medienzeit und freiem Spiel fördern. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) rät zum Beispiel, die Mediennutzung pro Tag auf maximal 60 bis 90 Minuten zu beschränken.Reduzieren Sie den Leistungsdruck: Nicht selten sind Kopfschmerzen bei Kindern auf einen zu hohen Leistungsdruck in Schule und Freizeit zurückzuführen. Auch soziale Beziehungen oder familiäre Konflikte können Einfluss darauf nehmen, ob Ihr Kind sich unter Druck gesetzt fühlt. Beobachten Sie Ihr Kind, nehmen Sie Sorgen und Ängste ernst und suchen Sie gemeinsam nach Lösungen.Üben Sie gemeinsam Entspannungsmethoden: Um herunterzufahren, hilft manchen Kindern gezieltes Entspannungstraining wie zum Beispiel die Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen. Dabei können Sie Ihr Kind begleiten - zusammen macht es oft doppelt so viel Spaß.Stärken Sie die Selbstwirksamkeit: Wenn Kinder lernen, ihre Beschwerden auch selbst besser zu verstehen, können sie aktiv entgegenwirken. Erklären Sie Ihrem Kind mögliche Zusammenhänge und geben Sie ihm konkrete Tipps für den Alltag mit an die Hand. Tipp: Die Aktion Mütze bietet Eltern dafür kostenlose Informationsmaterialien.
Wann Sie besser ärztlichen Rat einholen solltenWenn Ihr Kind häufig Kopfschmerzen hat oder ganz plötzlich sehr starke Schmerzen auftreten, sollten Sie die Beschwerden zur Sicherheit ärztlich abklären lassen. Möglicherweise stecken andere Ursachen hinter den Kopfschmerzen, die eine medizinische Behandlung benötigen. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin kann Sie auch über den Einsatz von Schmerzmitteln bei Kindern beraten.
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