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Startseite Gesundheit fördern Früherkennung Früherkennung bei Brust- und Gebärmutterhalskrebs Brustkrebs bei Männern
Brustkrebs bei Männern Wenn von Brustkrebs die Rede ist, denken die meisten Menschen an die weibliche Brust. Doch auch Männer können betroffen sein. Da die Erkrankung bei Männern sehr selten ist, werden solche Tumore oft erst in späterem Stadium entdeckt. Louisa Bühler, Dres. Schlegel + Schmidt Medizinische Kommunikation GmbH
Bei Frauen ist Brustkrebs  mit etwa 75.000 Fällen jährlich die häufigste Krebsdiagnose. Männer erkranken deutlich seltener: Sie machen nur rund ein Prozent der Brustkrebserkrankungen aus. Das entspricht etwa 700 Neudiagnosen pro Jahr. Die Diagnose erhalten Männer im Durchschnitt mit 71 Jahren. Wie entsteht Brustkrebs bei Männern?Das männliche Brustgewebe ist zwar weniger stark ausgeprägt als das weibliche, enthält aber ebenfalls Binde- und Drüsengewebe. Bei der Entstehung von Brustkrebs können verschiedene Faktoren eine Rolle spielen.GeschlechtshormoneUnter Frauen ist das Hormon Östrogen gut bekannt. Auch der männliche Körper produziert es in kleinen Mengen. Studien zeigen, dass das Brustkrebsrisiko bei Männern steigt, wenn der Östrogenspiegel überdurchschnittlich hoch ist.Genetische VeranlagungBei rund zehn Prozent der betroffenen Männern ist Brustkrebs auf erbliche Faktoren zurückzuführen. Wie bei Frauen spielen hier unter anderem die sogenannten Brustkrebsgene - kurz BRCA - eine Rolle.ErkrankungenBestimmte Vorerkrankungen erhöhen das Risiko für Brustkrebs. Dazu zählen etwa Diabetes mellitus , Prostatakrebs , Schilddrüsenerkrankungen sowie Erkrankungen der Leber.LebensstilNeben biologischen Faktoren sind auch die persönlichen Lebensgewohnheiten bedeutsam. Studien zeigen, dass beispielsweise Bewegungsmangel, Übergewicht und übermäßiger Alkoholkonsum zu einem höheren Krebsrisiko beitragen.Wie macht sich Brustkrebs beim Mann bemerkbar?Für Männer gibt es aufgrund der geringen Fallzahlen kein Mammographie-Screening-Programm . Umso wichtiger ist es deshalb, selbst auf Warnsignale zu achten, wie etwa:Einseitige Verhärtung in der BrustAusfluss aus der BrustwarzeEinziehungen oder nicht heilende Entzündungen an der BrustwarzeGeschwollene Lymphknoten in der Achselhöhle
Auch andere Ursachen für Symptome sind möglichFür die beschriebenen Symptomen kann es neben Brustkrebs auch zahlreiche gutartige Ursachen geben, beispielsweise Schwellungen, Zysten oder Bindegewebswucherungen. Ungewöhnliche Veränderungen sollten Sie trotzdem immer ärztlich abklären lassen.
Wo und wie erfolgt die Diagnose?Wenn sich Ihre Brust anders anfühlt als üblich, können Sie sich zunächst an Ihre hausärztliche Praxis wenden.Besteht der Verdacht, dass es sich tatsächlich um Brustkrebs handeln könnte, überweist der Hausarzt oder die Hausärztin Sie entweder an eine gynäkologische Praxis, ein Brustzentrum oder eine spezialisierte Klinik. Dort stehen zur weiteren Abklärung verschiedene Untersuchungsmethoden zur Verfügung.Mehr zu den Themen Ultraschall, Mammografie und Biopsie finden Sie hier: Brustuntersuchung - was, wann und wie? Wie geht es nach der Diagnose weiter?Die Diagnose Brustkrebs ist in vielen Fällen ein Schock für die Betroffenen. Dank fortschrittlicher Medizin lässt sich die Erkrankung jedoch in vielen Fällen gut behandeln. Dabei stehen für Männer und Frauen im Grunde die gleichen Therapieformen zur Verfügung: die operative Entfernung , die Bestrahlung oder die medikamentöse Therapie - etwa in Form einer Chemo- oder einer Hormontherapie.
Video: mehr Lebensqualität bei KrebsJede Krebserkrankung ist einzigartig und wird von jedem Menschen auf eigene Weise erlebt. Daher bedeutet es auch für jede Person etwas anderes, die Lebensqualität während einer Krebsbehandlung zu erhalten oder sogar zu verbessern.
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Diagnose Krebs: Dr. Johannes Wimmer berät, was helfen kann © Dr. Johannes Wimmer
Hilfe für BetroffeneBrustkrebs gilt gemeinhin als Frauenerkrankung, weshalb sich betroffene Männer oft in einer besonders schwierigen Situation befinden. Manchen Patientinnen und Patienten hilft es, ihre Erfahrungen, Sorgen und Ängste untereinander zu teilen. Neben lokalen Selbsthilfegruppen stellt etwa das Netzwerk Männer mit Brustkrebs zahlreiche Informations- und Gesprächsangebote bereit.
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Living Well Die App Living Well Plus unterstützt Krebserkrankte und deren Angehörige. Sie hilft, Stress- und Angst zu reduzieren.
Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e. V. (DGGG): S3-Leitlinie. Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms. Version 4.4, Stand: Juni 2021. URL: https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/fileadmin/user_upload/Downloads/Leitlinien/Mammakarzinom_4_0/Version_4.4/LL_Mammakarzinom_Langversion_4.4.pdf (abgerufen am: 24.04.2025).Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) - ONKO Internetportal: Brustkrebs bei Männern, 01.06.2022. URL: https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/brustkrebs/brustkrebs-bei-maennern.html (abgerufen am: 24.04.2025).Deutsches Krebsforschungszentrum (dkfz) - Krebsinformationsdienst: Brustkrebs beim Mann, 26.07.2018. URL: https://www.krebsinformationsdienst.de/brustkrebs/brustkrebs-beim-mann (abgerufen am: 24.04.2025).Netzwerk Männer mit Brustkrebs e. V. Risikofaktoren, o. J. URL: https://www.brustkrebs-beim-mann.de/risikofaktoren/ (abgerufen am: 24.04.2025).Netzwerk Männer mit Brustkrebs e. V. Symptome, o. J. URL: https://www.brustkrebs-beim-mann.de/symptome/ (abgerufen am: 24.04.2025).
 
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