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Startseite Gesundheit fördern Früherkennung Hautkrebsfrüherkennung Das Hautkrebs-Screening in der ärztlichen Praxis
Das Hautkrebs-Screening in der ärztlichen Praxis Sofern Ihre hausärztliche Praxis dazu berechtigt ist, können Sie die Früherkennungsuntersuchung auf Hautkrebs dort durchführen lassen. Wenn zum Beispiel ein Muttermal für verdächtig befunden oder eine veränderte Hautstelle entdeckt wird, erfolgt eine Überweisung an eine fachärztliche Praxis für Hautkrankheiten. Carolin Schoppe, Dres. Schlegel + Schmidt Medizinische Kommunikation GmbH
Ziel des Screenings: Hautkrebs früh erkennenZiel des ärztlichen Hautkrebs-Screenings ist es, Hautkrebs möglichst in einem frühen Stadium zu erkennen. Denn je früher ein Tumor der Haut festgestellt wird, desto größer ist die Chance, ihn erfolgreich und schonend zu behandeln.TK-Versicherte haben schon ab einem Alter von 15 Jahren (Ausnahmen: Bayern, Schleswig-Holstein und Hessen ab 0 Jahren, Mecklenburg-Vorpommern ab 18 Jahren) alle 24 Monate Anspruch auf Untersuchungen zur Hautkrebs-Früherkennung. Mehr über die Voraussetzungen für ein Hautkrebsscreening und unter welchen Bedingungen die TK die Kosten übernimmt Hausärztliche oder fachärztliche Praxis?Für das Hautkrebs-Screening gehen die meisten Menschen in eine dermatologische Praxis. Aber auch berechtigte hausärztliche Praxen können ihre Patientinnen und Patienten auf Hautkrebs untersuchen. Werden dabei auffällige Stellen entdeckt, folgt die Überweisung zur dermatologischen Praxis. Denn nur dort darf eine Hautprobe (Biopsie) entnommen werden, um diese bei einem Hautkrebs-Verdacht genauer zu untersuchen. Unabhängig von der Wahl der ärztlichen Praxis sollten Sie einen guten Eindruck von der Praxis haben. Schauen Sie sich auf der Homepage die Qualifikationen der dort niedergelassenen oder angestellten Ärztinnen und Ärzte an. Werfen Sie vor der Untersuchung auch einen Blick in die Praxisräume. Sie sollten hell, warm und vor allem vor neugierigen Blicken anderer geschützt sein. Fragen Sie auch Vertrauenspersonen, die die Praxis kennen: Wird dort ausführlich und verständlich informiert? Erhalten Sie Hinweise auf weitere Informationsquellen? Wird respektvoll und freundlich untersucht? Wird die Intimsphäre gewahrt? Und so weiter.Ablauf des Hautkrebs-ScreeningsDie Untersuchung dauert nur wenige Minuten. Dabei untersucht der Arzt oder die Ärztin nicht nur Arme, Beine und den Rumpf Ihres Körpers, sondern auch Ihre Kopfhaut, Ihre Lippen, das Zahnfleisch, die Genitalien und auch die Fußsohlen. In der Regel können Sie stehen bleiben, manchmal ist es aber auch hilfreich, sich zu setzen.Um die Mundhöhle zu untersuchen, wird ein Spatel genutzt, wie Sie ihn aus jeder hausärztlichen Praxis kennen. Auch für die Untersuchung der Kopfhaut werden zwei Spatel genutzt, mit denen die Haare etwas auseinanderdrückt werden.Wenn Anzeichen von Hautkrebs entdeckt werden, heißen diese Ergebnisse "positiv", weil etwas gefunden wurde, wonach gesucht wurde. Andernfalls wird das Ergebnis "negativ" genannt. Dann folgen keine weiteren Untersuchungen. Muss ich mich für das Hautkrebsscreening entkleiden? Hautkrebs kann an allen Stellen der Haut auftreten. Insbesondere das gefährliche schwarze Melanom entwickelt sich manchmal an versteckten Stellen, zum Beispiel zwischen den Zehen oder unter dem Fingernagel. Damit Ihre Haut komplett betrachtet werden kann, müssen Sie sich während des Screenings vollständig entkleiden. Niemand zieht sich gerne vor Fremden aus, ein gewisses Schamgefühl ist ganz natürlich. Wenn es Ihnen sehr unangenehm ist, sich zu entkleiden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin darüber. Erfahrungsgemäß vertreibt das offene Gespräch die Scheu. Eine Befragung unter Menschen, die bereits bei einer Hautkrebs-Früherkennung waren, hat gezeigt: Etwa 95 von 100 Menschen haben die Untersuchung in positiver Erinnerung.Was passiert nach der Diagnose?Die häufigsten Hautkrebsarten sind das Basalzell-Karzinom und das Stachelzell-Karzinom , die auch als heller Hautkrebs bezeichnet werden. Liegt ein Verdacht darauf vor, wird zunächst etwas Gewebe entnommen und unter dem Mikroskop untersucht (Probebiopsie). Sichert die Biopsie die Diagnose, lautet die ärztliche Empfehlung in der Regel, die erkrankten Teile der Haut operativ zu entfernen. Beim Verdacht auf schwarzen Hautkrebs, also auf das maligne Melanom , erfolgt die Operation in der Regel sofort und wird gefolgt von der Untersuchung des herausgeschnittenen Gewebes. Wenn sich dabei der Verdacht auf das maligne Melanom bestätigt, erfolgt in den meisten Fällen ein zweiter Eingriff, um wirklich alle erkrankten Zellen zu entfernen.Die OP-Wunde wird genäht, und manchmal wird danach eine Ruhepause empfohlen. Ein Schmerzmittel ist in der Regel nicht nötig, denn die Belastung durch Schmerzen ist meistens gering.Das Ergebnis der Gewebeuntersuchung Mithilfe der Biopsie wird die Art und die Ausdehnung des Hauttumors ermittelt. Das Ergebnis wird im sogenannten Staging (Stadium der Erkrankung) und Grading (Aggressivität beziehungsweise Malignität) zusammengefasst.  Staging: Medizinerinnen und Mediziner unterteilen das Stadium in Ausdehnung (T1-4), Befall von Lymphknoten (N0-3) und Metastasenbildung (M0-1). Je höher die jeweilige Ziffer in diesen drei Kategorien ist, desto weiter hat sich der Tumor ausgedehnt. Ein Beispiel für ein TNM-Staging ist: T2N0M1.Grading: Vier Stufen (G1-4) geben an, wie bösartig die Tumorzellen sind. Bei G1 ähneln die Tumorzellen noch den normalen Zellen der Haut. Bei G4 weichen sie stark vom normalen Gewebebild ab. Was sind die Vor- und Nachteile des Hautkrebs-Screenings?Auch das regelmäßige Hautkrebs-Screening verhindert nicht, dass ein Hautkrebs entsteht. Kann ein Hauttumor jedoch frühzeitig entdeckt werden, noch bevor er zu einem gefährlichen Krebs herangewachsen ist, sind die Heilungschancen allgemein groß.Vorteile des ScreeningsIm idealen Fall kann die Früherkennungsuntersuchung verhindern, dass Sie an einem lebensbedrohlichen Hautkrebs erkranken,dass eine aggressive Krebsbehandlung angezeigt ist,dass größere Operationen nötig sind, die sichtbare Narben zum Beispiel im Gesicht zurücklassen.Nachteile und Risiken des ScreeningsUnklar ist jedoch, ob das Screening verdächtige Hautveränderungen tatsächlich früh genug aufspürt. Außerdem ist nie zu 100 Prozent sicher, ob eine verdächtige Hautstelle tatsächlich zu einem lebensbedrohlichen Problem wird. Grundsätzlich besteht beim Hautkrebs-Screening also auch das Risiko, dass der Arzt oder die Ärztin einen Hauttumor übersieht und Sie nicht behandelt werden,dass eine Hautveränderung entdeckt und behandelt wird, die sich gar nicht zu einem lebensbedrohlichen Krebsgeschwür entwickelt hätte.
Besondere Behandlungsangebote der TKAls TK haben wir für unsere Versicherten als besondere Behandlungsangebote spezifische Hautkrebs-Screenings. Hier finden Sie die Angebote  in den verschiedenen Bundesländern.
Wichtige AdressenWeitere Informationen und Unterstützung erhalten Sie von Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen:Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) e. V.
Cremon 11
20457 Hamburg
Tel. 040 - 209 13-160
Fax 040 - 209 13-161
www.hautkrebs-screening.de
Deutscher Krebsinformationsdienst
Info-Tel. 0800 - 420 30 40
www.krebsinformationsdienst.de
Deutsche Krebsgesellschaft e.V.
Kuno-Fischer-Straße 8
14057 Berlin
Tel. 030 - 322 93 29-0
Fax 030 - 322 93 29-66
www.krebsgesellschaft.de
Stiftung Deutsche Krebshilfe
Buschstraße 32
53113 Bonn
Tel. 0228 - 729 90-0
Fax 0228 - 729 90-11
www.krebshilfe.de
Robert Koch-Institut
Nordufer 20
13353 Berlin
Tel. 030 - 187 54 0
Fax 030 - 187 54 23 28
www.rki.de
Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)
Im Mediapark 8
50670 Köln
Tel. 0221 - 356 85-0
Fax 0221 - 356 85-1
www.gesundheitsinformation.de 
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