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Startseite Gesundheit fördern Früherkennung Prostatakrebs-Vorsorge: was Sie zur Früherkennung wissen sollten
Prostatakrebs-Vorsorge: was Sie zur Früherkennung wissen sollten Für viele Männer ist der Gedanke an die Prostatakrebs-Vorsorge eher unangenehm. Wenn Sie sich unsicher sind, ob Sie an der Früherkennung teilnehmen sollten, sind Sie damit nicht allein. Wir erklären Ihnen genau, was bei der Untersuchung passiert. – Louisa Bühler, Dres. Schlegel + Schmidt Medizinische Kommunikation GmbH
Was ist Prostatakrebs?Die Prostata wird auch Vorsteherdrüse genannt. Sie gehört zu den männlichen Geschlechtsorganen und umschließt die Harnröhre ringförmig. Das kleine Organ produziert einen Teil der Samenflüssigkeit und spielt deshalb eine wichtige Rolle für die Fortpflanzung.  Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern. Der Tumor entsteht, wenn sich die Zellen der Prostata unkontrolliert vermehren. Warum das bei manchen Männern passiert, lässt sich nicht eindeutig sagen. Gut untersucht ist jedoch, dass das Risiko mit dem Alter ansteigt: Die meisten Betroffenen sind bei der Diagnose über 65 Jahre alt. Warum ist die Früherkennung von Prostatakrebs wichtig?Prostatakrebs entwickelt sich meist über viele Jahre hinweg und verursacht anfangs oft noch keine Beschwerden. Das führt dazu, dass die Erkrankung bei vielen Männern lange unbemerkt bleibt. Eine frühzeitige Diagnose wirkt sich positiv auf die Heilungschancen aus: Wird Prostatakrebs im frühen Stadium erkannt, liegt die sogenannte 5-Jahres-Überlebensrate bei 92 Prozent. Das bedeutet, dass durchschnittlich 92 von 100 Männern 5 Jahre nach der Diagnose noch am Leben sind.Die Prostatakrebs-Vorsorge bietet Ihnen die Chance, mögliche Veränderungen Ihrer Prostata früh zu erkennen und gezielt zu behandeln . Gleichzeitig sollten Sie die Risiken und Nachteile der Früherkennung kennen, um für sich persönlich die richtige Entscheidung zu treffen.Ab wann ist die Prostatakrebs-Vorsorge sinnvoll?Die gesetzliche Prostatakrebs-Vorsorge richtet sich an Männer ab 45 Jahren. Ab diesem Alter können Sie 1 Mal jährlich an der Früherkennung teilnehmen - auch wenn Sie keine Beschwerden oder bekannte Risikofaktoren haben. Unter bestimmten Umständen kann die Vorsorge aber schon früher oder häufiger sinnvoll sein. Ein höheres Risiko für Prostatakrebs haben Sie zum Beispiel, wenn Ihr Vater, Bruder oder andere nahe Verwandte betroffen sind oder waren. Auch bestimmte Genveränderungen wirken sich darauf aus. Besprechen Sie gemeinsam mit Ihrem Urologen oder Ihrer Urologin, welche Form der Früherkennung in Ihrer individuellen Situation empfehlenswert ist.Welche Arztpraxis bietet die Prostatakrebs-Vorsorge an?Wenn Sie an der Prostatakrebs-Früherkennung teilnehmen möchten, ist Ihre urologische Praxis die richtige Anlaufstelle. Dort können Sie sich zur Vorsorge beraten und untersuchen lassen. Falls Sie noch keinen Urologen haben oder unsicher sind, wohin Sie sich wenden können, unterstützt Sie auch Ihre hausärztliche Praxis.Welche Untersuchungen gibt es zur Früherkennung von Prostatakrebs?Bei der Vorsorge prüft Ihr Arzt oder Ihre Ärztin mithilfe verschiedener Tests, ob es Hinweise auf Veränderungen Ihrer Prostata gibt.TastuntersuchungDer derzeit wichtigste Bestandteil der Prostatakrebs-Vorsorge ist die Tastuntersuchung, medizinisch digitale rektale Untersuchung oder kurz DRU. Vielleicht haben Sie ein mulmiges Gefühl dabei - das geht vielen Männern so. Wir erklären Ihnen deshalb Schritt für Schritt, wie die Tastuntersuchung abläuft: Sie legen sich seitlich auf eine Liege und ziehen dabei die Knie leicht an.Ihr Arzt oder Ihre Ärztin trägt einen Gummihandschuh, befeuchtet den Zeigefinger mit Gleitmittel und führt ihn vorsichtig in den After ein. Dann ertastet er oder sie die Prostata und prüft, ob es Knoten oder Verhärtungen gibt. Gut zu wissen: Die Tastuntersuchung kann sich etwas unangenehm anfühlen. Sie dauert aber nur wenige Sekunden und ist in der Regel nicht schmerzhaft.Im Anschluss tastet die behandelnde Person meist auch die äußerlichen Geschlechtsteile und die umliegenden Lymphknoten auf Veränderungen ab.
Scham und Angst sind ganz normalVergleichsweise wenige Männer nehmen die Prostatakrebs-Vorsorge regelmäßig wahr - im Jahr 2019 waren es nur 12 Prozent aller Anspruchsberechtigten. Dafür gibt es unterschiedliche Gründe: Für viele ist der Gedanke an die Tastuntersuchung unangenehm und mit Scham verbunden. Wenn es Ihnen ähnlich geht, sind Sie damit nicht allein. Denken Sie jedoch daran: Für Ihre urologische Fachkraft gehört die Untersuchung zum medizinischen Alltag. 
PSA-TestDer PSA-Test ist ein Bluttest, der die Konzentration des sogenannten prostataspezifischen Antigens (PSA) im Blut misst - ein Eiweiß, das überwiegend in der Prostata gebildet wird. Für die Untersuchung nimmt die ärztliche Fachkraft Ihnen eine kleine Menge Blut aus Ihrer Armvene ab.Ein erhöhter PSA-Wert kann ein Hinweis auf Prostatakrebs sein, bedeutet aber umgekehrt nicht automatisch, dass Sie tatsächlich Krebs haben. Auch andere Ursachen wie eine gutartige Prostatavergrößerung , Entzündungen oder Harnwegsinfekte können dazu führen, dass mehr PSA ins Blut gelangt. Sogar Fahrradfahren oder ein Samenerguss kurz vor der Untersuchung nimmt manchmal Einfluss auf den Wert. Wenn Ihr PSA-Wert auffällig war, sind Sie vielleicht verunsichert. Wichtig ist jedoch zu wissen, dass der Wert zwar ein Warnhinweis, aber keine Krebsdiagnose ist. Meist rät der Urologe oder die Urologin zu einer erneuten Kontrolle zu einem späteren Zeitpunkt und beurteilt den Befund gemeinsam mit weiteren Untersuchungen.
PSA‑Test zur Früherkennung von Prostatakrebs: Grenzen und RisikenDer PSA-Test kann helfen, Prostatakrebs früh zu erkennen und dadurch die Heilungschancen zu verbessern. Gleichzeitig hat die Untersuchung auch Grenzen: Manchmal werden beispielsweise Tumore entdeckt und behandelt, die Ihnen möglicherweise ein Leben lang keine Probleme bereitet hätten. Umgekehrt beweist ein negativer PSA-Test nicht eindeutig, dass Sie keinen Prostatakrebs haben. Deshalb ist es wichtig, dass Sie sich vor der Prostatakrebs-Vorsorge gut informieren und die für Sie persönlich passende Entscheidung treffen. 
Weitere UntersuchungenNeben der Tastuntersuchung und dem PSA-Test gibt es noch weitere Möglichkeiten, um Veränderungen der Prostata zu beurteilen. Dazu gehören:Ein Ultraschall über den Enddarm oder die BauchdeckeEine spezielle MRT Untersuchung der Prostata (mpMRT)Die Entnahme einer kleinen Gewebeprobe (Biopsie)Diese Untersuchungen kommen in der Regel erst zum Einsatz, wenn ein Verdacht genauer untersucht werden soll. Ihr Urologe oder Ihre Urologin bespricht in diesem Fall mit Ihnen, welche weiteren Tests sinnvoll sind.Wer übernimmt die Kosten der Prostatakrebs-Vorsorge?Die TK übernimmt die Kosten der Früherkennung im Rahmen der gesetzlichen Krebsvorsorge. Das bedeutet:Die jährliche Tastuntersuchung der Prostata ist für Sie kostenfrei.Der PSA-Test gehört derzeit nicht zur regulären Prostatakrebs-Vorsorge. Wenn Sie die Untersuchung zusätzlich machen möchten, müssen Sie die Kosten von etwa 25 bis 60 Euro in der Regel als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) selbst bezahlen.Wenn Sie Beschwerden haben oder Ihre ärztliche Fachkraft Auffälligkeiten feststellt, übernimmt die TK die Kosten für medizinisch notwendige Untersuchungen.
Gut zu wissen: Die Prostatakrebs-Vorsorge könnte sich künftig ändernSeit einiger Zeit wird diskutiert, ob bei der gesetzlichen Früherkennung künftig stärker auf den PSA-Test statt auf die Tastuntersuchung gesetzt werden soll. Für Männer mit unauffälligem PSA-Wert wäre die Vorsorge dann voraussichtlich weniger häufig notwendig, während ein hoher Wert Anlass für engmaschigere Kontrollen geben könnte. Fachleuten zufolge ließe sich die Prostatakrebs-Vorsorge so besser an das persönliche Risiko anpassen. 
Weitere Unterstützungsangebote der TKNeben der regelmäßigen Krebsvorsorge können Sie auch durch eine gesunde Lebensweise zu Ihrer Prostatagesundheit beitragen. Die TK unterstützt Sie dabei, langfristig fit zu bleiben und Erkrankungen vorzubeugen:In den TK- Gesundheitskursen zum Thema Ernährung erfahren Sie, warum gesunde Essgewohnheiten ein wichtiger Baustein für die Männergesundheit sind und wie sie sich umsetzen lassen.Mit TK-Bonusprogramm motivieren wir Sie, mehr Bewegung in Ihren Alltag zu bringen - denn körperliche Aktivität senkt das Risiko vieler Krankheiten und trägt zum allgemeinen Wohlbefinden bei.Der TK-Coach begleitet Sie dabei, Bewegung, Ernährung und Entspannung bewusster in Ihren Alltag zu integrieren. So bauen Sie Schritt für Schritt gesunde Gewohnheiten auf und stärken Ihre Gesundheit.FAQAb wann sollte man zur Prostatakrebs-Vorsorge gehen? Die gesetzliche Früherkennung richtet sich an Männer ab 45 Jahren. Falls Sie ein höheres Risiko für Prostatakrebs haben, können frühere oder engmaschigere Kontrollen sinnvoll sein.Welche Untersuchungen gehören zur Früherkennung? Die Prostatakrebs-Vorsorge umfasst meist eine Tastuntersuchung und gegebenenfalls einen PSA-Test. Je nach Befund können weitere Untersuchungen wie Ultraschall, MRT oder eine Gewebeprobe notwendig sein.Wie zuverlässig ist der PSA-Test? Ein erhöhter PSA-Wert kann auf Prostatakrebs hinweisen, hat aber oft andere Ursachen. Deshalb ist der Wert allein nicht aussagekräftig und muss immer gemeinsam mit weiteren Untersuchungen eingeordnet werden.Übernimmt die TK die Kosten? Die TK übernimmt 1 Mal jährlich die Kosten für die Tastuntersuchung der Prostata. Da der PSA-Test aktuell nicht Teil der gesetzlichen Vorsorge ist, müssen Sie die Leistung in der Regel selbst bezahlen.Welcher Arzt macht die Prostatavorsorge? Die Früherkennung findet bei Ihrem Urologen oder Ihrer Urologin statt.
Barmer: BARMER-Auswertung - Männer bleiben Vorsorgemuffel, 30.03.2021. URL: https://www.barmer.de/presse/presseinformationen/pressearchiv/krebsfrueherkennung-1059384 (abgerufen am: 31.05.2026).Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) e. V.: PSA-Test: Bedeutung der Früherkennung von Prostatakrebs, 2021. URL: https://www.urologenportal.de/fileadmin/MDB/PDF/Patienteninformation/PSA-Broschure-FINAL-250521-web.pdf (abgerufen am: 31.05.2026).Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) e. V.: S3 Leitlinie Prostatakarzinom. Version 8.1, Stand: 2025. URL: https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/043-022OL (abgerufen am: 31.05.2026).Deutsches Krebsforschungszentrum (dkfz) - Krebsinformationsdienst: Prostatakrebs: Vorsorge und Früherkennung, 16.07.2025. URL: https://www.krebsinformationsdienst.de/prostatakrebs/frueherkennung (abgerufen am: 31.05.2026).Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen - gesundheitsinformation.de: Der PSA-Test zur Früherkennung von Prostatakrebs, 21.02.2026. URL: https://www.gesundheitsinformation.de/der-psa-test-zur-frueherkennung-von-prostatakrebs.html (abgerufen am: 31.05.2026).Prostatahilfe Deutschland: Digital-rektale Untersuchung (DRU): So läuft das Prostata-Abtasten ab, 16.11.2022. URL: https://www.prostata-hilfe-deutschland.de/prostata-news/digital-rektale-untersuchung-dru-prostata-abtasten(abgerufen am: 31.05.2026).Pschyrembel Online: Prostatakarzinom, 01.02.2024. URL: https://www.pschyrembel.de/Prostatakarzinom/K0HTQ(abgerufen am: 31.05.2026).
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