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Karies erkennen, behandeln und vorbeugen
Karies ist die häufigste Erkrankung der Zähne. Entscheidend für die Entstehung von Karies sind Bakterien im Mund. Als Risikofaktoren gelten vor allem unzureichende Mundhygiene sowie der Verzehr von zuckerhaltigen Lebensmitteln.
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Charlotte Schade, Dres. Schlegel + Schmidt Medizinische Kommunikation GmbH
Karies entsteht, wenn Bakterien im Mund den Zucker aus Essensresten zersetzen und daraus Säuren herstellen. Diese Säuren greifen die Schutzschicht der Zähne, den Zahnschmelz, an, indem sie Mineralien aus ihm herauslösen. Mit der Zeit führt das dazu, dass der Zahnschmelz porös wird und sich Löcher im Zahn bilden. Karies kann sowohl an der Zahnoberfläche als auch in den Zahnzwischenräumen oder, bei älteren Menschen, an den Zahnhälsen entstehen.Wie sieht Karies aus?Zu Beginn einer Karieserkrankung zeigen sich meist weiße oder bräunliche Flecken auf den Zähnen, die sich rau anfühlen können. Schreitet die Karies weiter fort, entstehen Löcher in den betroffenen Zähnen. Dabei können auch die Zahnwurzeln oder Nerven geschädigt werden, was häufig zu Schmerzen und Überempfindlichkeit führt.Zahnärztinnen und Zahnärzte können Karies meist mit bloßem Auge erkennen. Um festzustellen, wie weit die Erkrankung bereits fortgeschritten ist, kann zusätzlich eine Röntgenaufnahme gemacht werden.Wie wird Karies behandelt?Die Behandlung von Karies hängt davon ab, wie weit die Erkrankung bereits fortgeschritten ist. Anfangs kann es ausreichen, in der zahnärztlichen Praxis ein Fluoridgel auftragen zu lassen und die Zähne regelmäßig mit fluoridhaltiger Zahnpasta zu putzen. Alternativ kann der betroffene Zahn mit Kunststoff gehärtet werden (Kariesinfiltration).Sind bereits Löcher entstanden, werden diese in der Regel ausgebohrt und mit einer Füllung versiegelt. Als Füllmaterialien kommen zum Beispiel Komposite infrage. Dabei handelt es sich um Mischungen aus Kunststoff und Keramikpartikeln. Bei größeren Schäden kann Ihnen eine Zahnkrone eingesetzt werden. Hat die Karies bereits den Nerv verletzt, ist möglicherweise eine Wurzelbehandlung erforderlich, um den Zahn zu erhalten.Gerade unbehandelte Karies kann langfristig dazu führen, dass der betroffene Zahn ausfällt oder gezogen werden muss. Ist das der Fall, lässt sich die Lücke im Gebiss zum Beispiel durch ein Implantat schließen.Wie kann ich Karies vorbeugen?Karies lässt sich häufig verhindern. Mit einer guten Zahnpflege, regelmäßiger Vorsorge und kleinen Alltagsroutinen haben Sie selbst viel in der Hand. So können Sie Ihre Zahngesundheit unterstützen:Regelmäßiges Zähneputzen: Für eine effektive Kariesprävention empfehlen Fachleute, die Zähne mindestens zweimal täglich für mindestens zwei Minuten zu putzen. Dabei werden Bakterien und Essensreste aus der Mundhöhle entfernt und auch der säurehaltige Zahnbelag beseitigt. Das Fluorid, das in den meisten Zahnpasten enthalten ist, schützt außerdem den Zahnschmelz. Reinigungshilfen wie Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürsten ergänzen die Zahnpflege besonders effektiv.Zahnärztliche Vorsorge: Durch halbjährliche Vorsorgeuntersuchungen in Ihrer zahnärztlichen Praxis kann Karies schon früh erkannt und behandelt werden. Auch Termine zur professionellen Zahnreinigung sollten Sie regelmäßig wahrnehmen, um Ihre Zähne zu pflegen und zu schützen.Ernährung bewusst gestalten: Zucker erhöht das Kariesrisiko. Deshalb kann es sinnvoll sein, den Zuckerkonsum einzuschränken und auf eine ausgewogene Ernährung zu achten. Aber auch gesunde Kost kann die Zähne belasten: Die Säure, die z. B. in Äpfeln oder Zitrusfrüchten enthalten ist, kann ebenfalls den schützenden Zahnschmelz angreifen. Ein übermäßiger Verzehr ist daher nicht empfehlenswert.Fluoridierung: Fluorid ist eine Substanz, die die Zähne widerstandsfähiger macht, indem sie den Zahnschmelz auf natürliche Weise kräftigt. Die meisten Zahnpasten enthalten genug Fluorid, um bei regelmäßiger Anwendung einen ausreichenden Kariesschutz zu bieten. Aber auch bestimmte Sorten Mineralwasser und fluoridiertes Speisesalz können die Aufnahme unterstützen.Fissuren-Versiegelung: Die Furchen der hinteren Backenzähne (Fissuren) sind besonders anfällig für Karies, da sie sich oft weniger gut reinigen lassen. In der zahnärztlichen Praxis können diese Fissuren mit einem speziellen Kunststoff aufgefüllt und versiegelt werden, sodass eine glattere Zahnoberfläche entsteht.Speichelfluss unterstützen: Eine trockene Mundhöhle kann Karies begünstigen, denn Speichel enthält sowohl Abwehrstoffe gegen Bakterien als auch Mineralien, die den Zahnschmelz stärken. Um Karies vorzubeugen, kann es daher sinnvoll sein, den Speichelfluss anzuregen, z. B. mithilfe von zuckerfreiem Kaugummi oder durch gründliches Kauen beim Essen.Alles rund ums Thema Zahngesundheit finden Sie auch in unserem Themenuniversum "Gesunde Zähne" .
Bayerische Landeszahnärztekammer (BLZK) - zahn.de: Karies: Wie kann ich vorbeugen?, 02.07.2021. URL: https://www.zahn.de/zahn/web.nsf/id/pa_karies_vorbeugen.html (abgerufen am: 30.09.2025).Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) - gesund.bund.de: Karies, 27.08.2025. URL: https://gesund.bund.de/karies#weitere-informationen (abgerufen am: 30.09.2025). Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz Österreich - gesundheit.gv.at: Karies, 08.03.2022. URL: https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/zaehne/zahnkrankheiten/karies-was-ist-das.html (abgerufen am: 30.09.2025). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) - gesundheitsinformation.de: Karies, 23.08.2023. URL: https://www.gesundheitsinformation.de/karies.html (abgerufen am: 29.09.2025).Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV): Wie entsteht Karies?, 10.2023. URL: https://www.kzbv.de/patienten/medizinische-infos/karies-und-fuellungen/wie-entsteht-karies/ (abgerufen am: 30.09.2024).Stiftung Gesundheitswissen: Was ist Karies?, o. J. URL: https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/karies-und-parodontitis/karies (abgerufen am: 30.09.2025).
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