StartseiteGesundheit fördernStress & EntspannungBalance im JobPräkrastination - der Zwang, immer alles sofort erledigen zu müssen
Präkrastination - der Zwang, immer alles sofort erledigen zu müssen
Präkrastination beschreibt das Bedürfnis, Aufgaben sofort zu erledigen. Was auf den ersten Blick nach hoher Motivation und Effizienz klingt, hat aber auch eine Kehrseite.
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Wiebke Knoche
Wer prokrastiniert, erledigt vieles auf den letzten Drücker. Es gibt aber auch das andere Extrem: Präkrastination - das Bedürfnis, Aufgaben sofort zu erledigen.Grundsätzlich gilt: Genauso wie die Prokrastination ist auch das Phänomen der Präkrastination keine Krankheit. Was steckt also dahinter? Forschende vermuten, dass Präkrastination häufig aus einem starken Bedürfnis nach Kontrolle entsteht. Manche fürchten, eine Aufgabe zu vergessen oder nicht rechtzeitig zu erledigen, und handeln deshalb besonders früh. Andere wiederum sehnen sich nach Anerkennung - etwa durch härteres oder effizienteres Arbeiten. Aber auch der Wunsch, sich durch schnelles Erledigen mehr freie Zeit zu verschaffen, kann eine Rolle spielen.Indem man Aufgaben sofort abhakt, fühlt man sich tatsächlich kurzfristig entlastet - ähnlich wie beim Wegklicken nerviger Benachrichtigungen. Das Gehirn belohnt diesen "Sofort-Erledigt"-Reflex mit einem kleinen Dopamin-Kick.Langfristig kann Präkrastination jedoch zu Stress, Erschöpfung oder sogar zu unnötigem Mehraufwand führen, da Aufgaben übereilt und ohne optimale Vorbereitung angegangen werden.Durch die vielen To-dos, die als wichtig und dringend empfunden werden, kann es zudem zur Vernachlässigung der eigenen Bedürfnisse sowie sozialer Beziehungen kommen.Wann wird Präkrastination zum Problem?Präkrastination kann dann belastend werden, wenn der ständige Druck, alles sofort erledigen zu müssen, chronisch wird und die Lebensqualität einschränkt. Wenn man sich dadurch häufig gestresst, erschöpft oder gereizt fühlt, kann das auf Dauer zu einem Burn-out führen. Achten Sie deshalb darauf, wie es Ihnen wirklich geht: Wenn der Erledigungszwang Pausen und soziale Kontakte verdrängt oder wenn die Konzentration leidet, ist es Zeit, den eigenen Umgang mit Aufgaben zu überdenken.
Tipps zum Umgang mit Präkrastination Priorisieren Sie Ihre Aufgaben und legen Sie einen angemessenen Zeitpunkt für die Erledigung fest.Lernen Sie, To-dos auszuhalten und auch mit ihnen zu entspannen. Denn die Liste wird nie leer sein und wenn doch, dann nur sehr kurzzeitig.Erlauben Sie sich, Pausen zu machen, bevor Sie eine Sache erledigen.Beantworten Sie private Nachrichten bewusst nicht immer sofort, sondern lassen sie Sie auch mal bis zum Abend oder Wochenende liegen.Erlauben Sie sich, flexibel zu sein und Aufgaben zu verschieben, wenn es sinnvoll ist. Wägen Sie ab: Was ist die beste Lösung für die Aufgabe (und nicht die schnellste)?
Das Wohlbefinden ist wichtiger als To-dosWeder permanentes Aufschieben noch überstürztes Erledigen sind ideal. Die Kunst liegt darin, achtsam mit den eigenen Aufgaben umzugehen, realistisch zu planen und sich nicht von kurzfristigen Befriedigungen oder Ängsten leiten zu lassen. Denken Sie immer daran: Ihr Wert hängt nicht davon ab, wie schnell Sie To-dos abhaken. Viel wichtiger ist, dass Sie gut auf sich selbst achten. Ihr Wert hängt nicht davon ab, wie schnell Sie To-dos abhaken. Viel wichtiger ist, dass Sie gut auf sich selbst achten.Body Scan - Mit Achtsamkeit zu mehr EntspannungGerade wenn Sie dazu neigen, ständig im Erledigungsmodus unterwegs zu sein, kann ein Bodyscan helfen, innezuhalten und sich wieder auf den Moment zu konzentrieren. Schon wenige Minuten am Tag reichen aus, um den inneren Druck zu reduzieren und klarer zu spüren, was Sie wirklich brauchen. Einfach Kopfhörer aufsetzen, Body Scan-Übung downloaden und dem Körper zuhören.
Body ScanDownload "Body Scan": Achtsamkeitsübung
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