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Work-Life-Balance: Definition, Anzeichen und 7 Tipps für mehr Ausgeglichenheit Videocalls, Kinder, Haushalt und mehr - und alles was Sie brauchen sind nur fünf Minuten Ruhe. Durch solche Tage gerät eine gesunde Work-Life-Balance leicht ins Wanken. Die gute Nachricht: Schon kleine, bewusste Veränderungen helfen. Yvonne Wagner
Die Work-Life-Balance Definition: Das Gleichgewicht der vier LebenssäulenWork-Life-Balance (WLB) beschreibt das harmonische Gleichgewicht zwischen den Anforderungen des Berufs- und Privatlebens. Sie basiert auf den vier Säulen Beruf/Finanzen, soziale Beziehungen, Gesundheit/Fitness und persönliche Entwicklung.Dauerhafte Überlastung stört dieses Gleichgewicht. Das kann zum Beispiel bei Schichtarbeit oder Pflege von Angehörigen durchaus passieren. Auch private Umbrüche wirken sich negativ auf die Balance aus aus. Nicht alle Bereiche brauchen täglich die gleiche Aufmerksamkeit. Setzen Sie Prioritäten, die Ihnen guttun.Unterschiedliche LebensmodelleWährend manche Menschen lieber Teilzeit arbeiten, um mehr Zeit mit der Familie zu verbringen, fühlen sich andere nach einem 10-Stunden-Arbeitstag maximal erfüllt. Es gibt kein "perfektes Modell", im Gegenteil: Finden Sie Ihre individuelle Balance. "Work-Life-Balance entsteht, wenn wir Grenzen bewusst gestalten und Erholung ernst nehmen."  sagt Prof. Dr. Jutta Rump. Gelingt das, wirkt sich das positiv auf Ihre psychische und körperliche Gesundheit aus. Es lohnt sich also, die eigene Work-Life-Balance aktiv anzugehen! 
Zur Person: Prof. Dr. Jutta Rump, © Simon Wegener Professorin für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Internationales Personalmanagement und Organisationsentwicklung an der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen sowie Leiterin des Instituts für Beschäftigung und Employability IBE. 
Anzeichen einer gestörten Work-Life-Balance: Psychische und körperliche FolgenEine gestörte Work-Life-Balance zeigt sich häufig durch eine Kombination aus körperlichen, emotionalen und verhaltensbezogenen Symptomen. "Die Praxis zeigt, dass sich das Ungleichgewicht zunächst schleichend entwickelt und individuell unterschiedlich äußern kann", sagt Jutta Rump.Psychische FolgenMental Health Studien belegen, dass ein schlechtes Verhältnis von Arbeit und Freizeit mit erhöhtem Stress einhergeht. Betroffene fühlen sich häufig überfordert, innerlich leer oder gereizt und leiden unter andauernder emotionaler Erschöpfung ( Burnout ). "Typisch ist das Gefühl, nicht mehr richtig abschalten zu können, selbst in der Freizeit", so die Expertin. Auch Schwierigkeiten beim Ein- oder Durchschlafen sowie eine abnehmende kognitive Leistungsfähigkeit lassen sich auf eine fehlende Work-Life-Balance zurückführen.Körperliche FolgenDarüber hinaus kann es zu körperlichen Beschwerden wie häufigen Kopfschmerzen, Verspannungen, Magenproblemen oder einem geschwächten Immunsystem kommen. "Die Arbeit wird zunehmend als Belastung erlebt. Gleichzeitig fällt es schwer, Freude oder Sinn im privaten Bereich zu empfinden", erklärt Rump.Das fehlende Ungleichgewicht ist kein individuelles Versagen, sondern häufig ein Ergebnis struktureller Rahmenbedingungen - "etwa durch hohen Arbeitsdruck, fehlende Erholungsphasen oder mangelnde organisatorische Unterstützung." Ursachen: Was die Work-Life-Balance beeinträchtigtDie Work-Life-Balance gerät nicht nur durch beruflichen Stress aus dem Takt. Auch private Herausforderungen können, oft zusätzlich zum Job, stark belasten. Viele Menschen stehen heute zwischen mehreren Rollen und Verpflichtungen. Wer die eigenen Stressquellen erkennt, kann frühzeitig gegensteuern:Pflege von AngehörigenDie Pflege von Eltern, Partnern oder Kindern fordert viel - körperlich, emotional und organisatorisch. Oft bleibt kaum Raum für eigene Bedürfnisse.Alleinerziehend sein Die Vereinbarkeit von Familie, Privatleben und Beruf ist besonders herausfordernd, wenn man alles allein stemmen muss. Die tägliche Organisation kostet Kraft, Pausen fallen häufig weg.Mehrere Jobs gleichzeitigWer zwei oder mehr Tätigkeiten unter einen Hut bringen muss, lebt im Dauerwechsel. Das erschwert Erholung und langfristige Planung.LebensumbrücheKrisen wie eine schwere Erkrankung, eine Trennung oder ein Todesfall werfen Routinen über den Haufen. Die gewohnte Balance muss oft erst mühsam neu gefunden werden.Ständige Erreichbarkeit Auch ohne Überstunden verschwimmt die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit, wenn das Smartphone nie stillsteht. Mitunter besonders spürbar im Homeoffice oder in leitenden Funktionen.Psychische Belastungen und innere Ansprüche Manchmal ist der Druck selbstgemacht. Wer hohe Erwartungen an sich stellt oder sich für alles verantwortlich fühlt, läuft Gefahr, sich selbst zu überfordern. 
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Schritt für Schritt die Work-Life-Balance verbessernGanz gleich, ob die Belastung aus dem Beruf, der Pflege oder persönlichen Umbrüchen kommt - schon kleine, bewusste Veränderungen im Alltag helfen, wieder mehr Stabilität zu spüren. Dabei beginnt der Weg zu mehr Ausgeglichenheit mit dem Erkennen der eigenen Belastungsgrenzen, Bedürfnisse und Prioritäten. Jutta Rump rät: "Halten Sie regelmäßig inne und fragen Sie sich: Wie geht es mir gerade - körperlich, emotional, mental? Diese Selbstwahrnehmung ist die Basis, um Überlastung rechtzeitig zu erkennen. Ein kurzer Check am Tagesende - "Was hat mir heute Energie gegeben, was hat sie mir genommen?"- kann bereits hilfreich sein." 7 Tipps für mehr Wohlbefinden im AlltagWer wahrnimmt, wo das Gleichgewicht verloren geht, kann gezielt gegensteuern. Diese Schritte können ein Anfang sein:Klare Ziele setzen:
Es hilft, sich einmal in Ruhe anzuschauen, welche Lebensbereiche gerade aus dem Gleichgewicht geraten sind - und daraus konkrete, realistische Ziele abzuleiten. Aus "Ich will mehr Sport machen" könnte zum Beispiel "Ich gehe mittwochs und freitags eine Stunde joggen" werden
Zeit besser einteilen:
Planen Sie Erholung wie Termine: 2x15 Minuten täglich für Bewegung am Arbeitsplatz oder Atempausen, plus einen festen Abend pro Woche nur für Sie. Legen Sie Puffer zwischen Meetings und privaten Verpflichtungen, damit Stress nicht überschwappt. Erledigen Sie Aufgaben nacheinander statt im dauernden Multitasking.
Auch mal Nein sagen:
Es ist völlig in Ordnung, Grenzen zu setzen - im Beruf und im Privatleben. Ein freundliches, klares "Heute schaffe ich das nicht, gern nächste Woche" hilft, Überforderung vorzubeugen und Energie zu bewahren. Vielleicht unterstützt Sie der Gedanke: Ein ungefiltertes Ja zu fremden Wünschen kann ein Nein zu den eigenen Bedürfnissen bedeuten.
Digital-Detox & Erreichbarkeitsfenster:
Viele empfinden es als sehr entlastend, feste Zeiten zu haben, in denen sie erreichbar sind - und Zeiten, in denen sie es bewusst nicht sind (zum Beispiel 20 Uhr bis 8 Uhr). Vielleicht ist es einen Versuch wert, das Diensthandy in Erholungsphasen ganz auszuschalten?
Mini-Pausen, die wirklich erholen:
Kurze Unterbrechungen können viel bewirken: tief durchatmen, kurz an die frische Luft gehen, den Blick vom Bildschirm lösen. Solche Mini-Pausen über den Tag verteilt wirken oft stärker als eine lange Auszeit am Wochenende. Probieren Sie doch einfach mal aus, welche Form der Pause sich für Sie am stimmigsten anfühlt.
Soziale Batterie laden:
Pflegen Sie Kontakte, die Ihnen guttun: Ein kurzes Gespräch mit einer vertrauten Person, gemeinsames Lachen oder ein Spaziergang zu zweit - solche Momente können das seelische Gleichgewicht stärken. An wen denken Sie gerade?
Hilfe annehmen (bei der Pflege):
Wer Angehörige pflegt, leistet enorm viel. Eine Wochenplanung und Entlastungsangebote wie Kurzzeitpflege oder Pflegedienste können helfen, Kräfte zu schonen. Auch bewusst eingeplante, kleine Erholungspausen machen einen Unterschied. Vielleicht ist es auch eine Option, dass Sie mit Ihrem Arbeitgeber über flexible Modelle sprechen, um die Vereinbarkeit von Familie, Privatleben und Beruf zu verbessern.
Diese Maßnahmen für eine bessere Work-Life-Balance mögen einfach klingen, können aber in Summe große Wirkung entfalten. "Langfristig geht es weniger um eine perfekte Balance, sondern um ein dynamisches Gleichgewicht, das sich flexibel an die jeweiligen Lebensphasen und Anforderungen anpasst", sagt Jutta Rump. "Entscheidend ist, Verantwortung für das eigene Wohlbefinden zu übernehmen und regelmäßig "nachzujustieren", wenn die Balance ins Wanken gerät." 
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Praktische Tipps und Strategien für Ihre Work-Life-BalanceWork-Life-Balance trotz Zeitmangel mit Mini-Pausen und RoutinenWenn der Alltag randvoll ist, zählt nicht die Dauer der Erholung, sondern ihre Qualität. Schon fünf bewusste Minuten können den Unterschied machen: ein kurzer Spaziergang, tiefes Durchatmen am geöffneten Fenster, eine Tasse Tee ohne Handy. Gönnen Sie sich solche Mikropausen bewusst und behandeln Sie sie wie feste Termine.Routinen einbauenAuch kleine Routinen wirken: das Handy abends eine halbe Stunde früher weglegen, am Wochenende eine Stunde ganz für sich reservieren oder morgens zwei Minuten Dankbarkeit praktizieren. Wer wenig Zeit hat, profitiert am meisten von klaren Grenzen und Mini-Ritualen, die regelmäßig Kraft spenden. So entsteht Schritt für Schritt mehr Stabilität - auch in vollen Tagen.Wie spreche ich mit meinem Arbeitgeber über flexible Arbeitszeiten?Ein offenes, gut vorbereitetes Gespräch lohnt sich. Überlegen Sie, welches Modell Sie sich wünschen und wie es in Ihren Arbeitsalltag passt. Argumentieren Sie sachlich und lösungsorientiert - etwa, dass konzentriertes Arbeiten in kürzeren Blöcken Ihre Produktivität sogar steigern kann. Zeigen Sie, wie Erreichbarkeit und Aufgabenverteilung geregelt bleiben könnten, und schlagen Sie eine Testphase vor. Wichtig ist ein ruhiger Moment für das Gespräch und ein respektvoller Ton. Work-Life-Balance - auch mithilfe flexibler Arbeitszeiten - ist kein Luxus, sondern eine Voraussetzung für Gesundheit, Motivation und langfristige Leistungsfähigkeit. Davon profitieren beide Seiten.Gesunde Ernährung als EnergieboosterEine gesunde Ernährung wirkt sich positiv auf Ihr tägliches Energiebudget aus, sollte aber keinen zusätzlichen Stress verursachen. Nehmen Sie den Druck raus: "gut genug" schlägt perfekt. Gerade  gesund essen bei der Arbeit gelingt mit Abkürzungen wie Tiefkühlgemüse, Hülsenfrüchten aus der Dose oder fertig gewaschenem Salat. So steht in zehn Minuten ein ausgewogener Teller auf dem Tisch, der Ihnen Energie für all Ihre To-dos gibt. Denken Sie in Bausteinen statt in Rezepten und planen Sie nur das Nötigste vor. Ein 80/20-Ansatz hilft: meistens ausgewogen, manchmal flexibel.Dauerhaft erschöpft? So finden Sie frühzeitig Hilfe und UnterstützungWenn Müdigkeit und Überforderung zum Dauerzustand werden, ist das ein Warnsignal - egal, ob der Stress im Job, in der Familie oder durch Pflege entsteht. Wichtig ist, frühzeitig einen Gang herunterzuschalten und den Körper ernst zu nehmen. Reduzieren Sie Belastungen, gönnen Sie sich Pausen und sprechen Sie mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt, um körperliche Ursachen abzuklären. Auch psychologische Unterstützung kann helfen, neue Strategien zu entwickeln und Abstand zu gewinnen. Denken Sie daran: Hilfe anzunehmen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern bedeutet, Verantwortung für das eigene Wohlbefinden zu übernehmen.Fazit: Bessere Work-Life-Balance = mehr WohlbefindenEine gute Work-Life-Balance erreicht man nicht von heute auf morgen, sondern Schritt für Schritt. Überlegen Sie, was für Sie persönlich ein erfülltes, ausgeglichenes Leben ausmacht, und starten Sie mit kleinen Veränderungen: vom besseren  Zeitmanagement über häufiger Nein sagen bis zu regelmäßigen Auszeiten. Sprechen Sie offen über Ihre Bedürfnisse - privat wie beruflich - und holen Sie sich Unterstützung, wenn es eng wird. Hilfe anzunehmen ist Selbstfürsorge, keine Schwäche. Mit der Zeit werden Sie merken, wie ein ausgewogenerer Alltag zu mehr Zufriedenheit, Gesundheit und Lebensfreude führt. Bleiben Sie dran - es lohnt sich!
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