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Diabetes in Zahlen: Wie häufig ist die Erkrankung? Die Internationale Diabetes-Föderation (IDF) veröffentlicht regelmäßig aktuelle Zahlen zur weltweiten Entwicklung des Diabetes mellitus. Es zeigt sich: Nicht nur in Deutschland, auch global nimmt die Zahl der Diabetes-Betroffenen immer weiter zu. Charlotte Schade, Dres. Schlegel + Schmidt Medizinische Kommunikation GmbH
Diabetes weltweit589 Millionen Menschen auf der ganzen Welt haben Diabetes mellitus - das ist etwa jede 9. erwachsene Person.Über 90 Prozent der Betroffenen sind an Typ-2-Diabetes erkrankt.Schätzungen zufolge werden im Jahr 2050 rund 853 Millionen Menschen von Diabetes betroffen sein.2014 lag die Zahl der Diabetes-Erkrankungen weltweit noch bei 387 Millionen, es waren also 202 Millionen Menschen weniger betroffen als heute. Als besonders problematisch gilt auch die hohe Dunkelziffer: Fachleute schätzen, dass bei jeder zweiten Person mit Diabetes die Diagnose bislang noch gar nicht gestellt wurde. Diabetes nach Regionen: Wo sind die meisten Menschen betroffen? Am häufigsten erkranken Menschen im Nahen Osten und in Nordafrika: Etwa 18 Prozent der erwachsenen Bevölkerung im Alter von 20 bis 79 Jahren hat dort Diabetes mellitus. Die USA und die Karibik belegen mit knapp 15 Prozent den zweiten Platz. In Europa sind rund 10 Prozent aller Erwachsenen erkrankt. Außerdem wohnen hier die meisten Betroffenen von Typ-1-Diabetes weltweit. Die höchste Zahl an Diabetikerinnen und Diabetikern insgesamt gibt es jedoch in China - mehr als 148 Millionen Menschen leiden dort an der Stoffwechselerkrankung. Diabetes in DeutschlandEtwa 9,5 Millionen Menschen leben hierzulande derzeit mit der Diagnose Diabetes - das sind etwa 12 Prozent der erwachsenen Bevölkerung.Jedes Jahr erhalten rund 500.000 Menschen die Diagnose Diabetes neu.Fachleute gehen davon aus, dass mindestens 2 Millionen Menschen in Deutschland mit Diabetes leben, ohne es zu wissen.Laut Angaben des Deutschen Gesundheitsberichts Diabetes 2025 der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) sind nahezu 95 Prozent der Betroffenen an Typ-2-Diabetes erkrankt. Mit Diabetes Typ 1 leben etwa 362.000 Menschen, darunter etwa 32.000 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Am häufigsten sind ältere Menschen von Diabetes betroffen: gut jede und jeder Dritte im Alter von über 80 Jahren. Warum steigt die Zahl der Diabetes-Erkrankungen?Ein Grund, weshalb es zunehmend mehr Diabetes-Erkrankte gibt, ist die gesteigerte Lebenserwartung. Menschen werden immer älter und damit steigt die Gesamtzahl der Diabetes-Fälle. Hinzu kommt, dass Typ-2-Diabetes-Erkrankungen ab einem Alter von 65 Jahren deutlich zunehmen. Doch nicht nur die erhöhte Lebenserwartung spielt eine Rolle. Fachleute führen die Zunahme der Erkrankungszahlen des Typ-2-Diabetes außerdem auf Lebensstilfaktoren zurück, wie zum Beispiel:Übergewicht: Immer mehr Menschen haben Übergewicht. In Deutschland etwa sind nahezu ein Viertel aller Erwachsenen von Adipositas betroffen.Ungesunde Ernährung: Weltweit steigt der Verzehr von kalorienreichem, fettigem Fast Food sowie zuckerhaltigen Getränken.Wenig körperliche Betätigung: Viele Menschen sitzen den Großteil des Tages und kommen kaum in Bewegung. 
Mehr zu den unterschiedlichen Risikofaktoren, die einen Diabetes begünstigen können, erfahren Sie im Artikel "Risikofaktoren für Diabetes" .
Positive Entwicklungen Obwohl die Zahl der Diabeteserkrankungen fortlaufend zunimmt, gibt es auch gute Nachrichten:Die Sterblichkeitsrate von Diabeteserkrankten weltweit hat sich seit Beginn des Jahrtausends deutlich verringert.Neue Technologien ermöglichen vielen Diabetikerinnen und Diabetikern inzwischen eine gesteigerte Lebensqualität. Moderne Insulinpumpen können z. B. die Insulinzufuhr automatisch an zu hohe oder zu niedrige Blutzuckerwerte anpassen. Bei Kindern und Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes werden diese automatisierten Pumpen bereits standardmäßig eingesetzt. Steigende Diabeteszahlen: Was bedeutet das für mich?Auch wenn die Statistiken verunsichern können: Dass immer mehr Menschen an Diabetes erkranken, sagt erst einmal nichts über Ihr ganz persönliches Diabetes-Risiko aus. Diabetes ist eine komplexe Erkrankung, die aus einem Zusammenwirken verschiedener Faktoren entsteht. So spielen beispielsweise die genetische Veranlagung und das Lebensalter eine entscheidende Rolle. Wenn in Ihrer Familie bereits Fälle von Diabetes bekannt sind oder der Stoffwechsel sich mit den Jahren verändert, ist das eine biologische Gegebenheit, für die niemand etwas kann. Es ist wichtig, sich hier von unnötigem Druck zu befreien: Auch ein erhöhtes Risiko bedeutet nicht automatisch eine Erkrankung.Selbst wenn Sie in Ihrem Alltag bestimmte Lebensstilfaktoren wiedererkennen, die Diabetes mellitus begünstigen können, ist das nicht zwingend ein Grund zur Sorge. Bereits kleine, bewusste Veränderungen können viel bewirken. Regelmäßige, moderate Bewegung sowie eine ausgewogene Ernährung können beispielsweise Ihren Stoffwechsel unterstützen und Diabetes potenziell vorbeugen. Das Ziel ist dabei nicht Perfektion, sondern ein gesunder Rhythmus, der zu Ihrem Leben passt.Mehr Tipps zur Diabetes-Prävention lesen Sie im Artikel "Wie kann ich Diabetes vorbeugen?" .
 
Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG): Deutscher Gesundheitsbericht Diabetes 2025. Die Bestandsaufnahme, 14.11.2024. URL: https://www.ddg.info/fileadmin/user_upload/Gesundheitsbericht_2025_final.pdf (abgerufen am: 12.02.2026). Deutsche Diabetes Hilfe: Diabetes in Zahlen, 2025. URL: https://www.diabetesde.org/ueber_diabetes/was_ist_diabetes_/diabetes_in_zahlen (abgerufen am: 13.02.2026). Deutsches Zentrum für Diabetesforschung (DZD), Deutsches Diabetes-Zentrum (DDZ), Helmholtz Zentrum München - diabinfo.de: Diabetes in Deutschland. Zahlen und Fakten, 14.11.2023. URL: https://www.diabinfo.de/zahlen-und-fakten.html (abgerufen am: 13.02.2026). International Diabetes Federation (IDF): The Diabetes Atlas, 2025. URL: https://diabetesatlas.org/ (abgerufen am: 12.02.2026).
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