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Zahnimplantat-OP: Ablauf und Nachsorge Zahnimplantate werden mittels eines operativen Eingriffs in den Kiefer eingesetzt. Damit Implantat und Knochen danach fest miteinander verwachsen können, ist im Anschluss an die Operation eine konsequente Nachsorge erforderlich. Charlotte Schade, Dres. Schlegel + Schmidt Medizinische Kommunikation GmbH
Wie läuft die Operation ab? Der Eingriff erfolgt in aller Regel ambulant. Im Vorfeld wird die betreffende Stelle im Mund mithilfe einer Spritze örtlich betäubt. Unter bestimmten Umständen ist es auch möglich, dass Sie eine milde Sedierung oder eine Vollnarkose erhalten. In Ihrer zahnärztlichen Praxis können Sie sich bezüglich der verschiedenen Möglichkeiten aufklären und beraten lassen.Ist die Betäubung oder Narkose erfolgt, öffnet die operierende Ärztin beziehungsweise der operierende Arzt die Mundschleimhaut über einen kleinen Einschnitt. Anschließend legt sie oder er den Kieferknochen frei und bohrt an der Stelle, die für das Implantat vorgesehen ist, ein kleines Loch in den Knochen. In dieses sogenannte Implantatbett wird dann das Zahnimplantat eingeschraubt. Die Krone, also der sichtbare Zahnersatz, wird erst zu einem späteren Zeitpunkt nach der Operation darauf befestigt.Wie es weitergeht, hängt von der jeweiligen Methode ab:Beim zweiphasigen Verfahren wird die Schleimhaut über dem frisch eingesetzten Implantat wieder zusammengenäht. So ist das Implantat im Heilungsprozess gut geschützt. Erst nach drei bis sechs Monaten wird in einer zweiten OP der obere Teil des Implantats freigelegt, damit der Zahnersatz darauf befestigt werden kann.Beim einphasigen Verfahren wird das Implantat so platziert, dass sein Kopf über dem Zahnfleisch ausheilen kann. Ein zweiter Eingriff ist nicht notwendig.Wie lange der Eingriff dauert, hängt davon ab, wie viele Implantate eingepflanzt werden und welche Stellen im Gebiss dafür vorgesehen sind. In der Regel können Sie mit etwa einer halben Stunde je Implantat rechnen.Mögliche KomplikationenDas Einsetzen von Zahnimplantaten ist eine Routineoperation und gilt als risikoarm. Komplikationen sind aber, wie bei jedem operativen Eingriff, nie vollends auszuschließen. Unter Umständen können beispielsweise Nerven verletzt werden oder es kann zu einer Wundheilungsstörung kommen. In der Einheilungsphase stellen vor allem Infektionen ein Risiko dar. Umso wichtiger ist es, auf die richtige Mundhygiene zu achten und die Termine zur Kontrolle des Implantats wahrzunehmen. Ihre Zahnärztin beziehungsweise Ihr Zahnarzt wird Sie vor dem Eingriff ausführlich über mögliche Risiken und Komplikationen aufklären. Was gibt es bei der Nachsorge zu beachten?Bis das Implantat vollständig verheilt ist und wie ein regulärer Zahn belastet werden kann, vergehen bis zu sechs Monate. Den Heilungsprozess in Ihrem Mund können Sie dabei selbst unterstützen. Wichtig ist, dass Sie die Empfehlungen Ihrer Zahnärztin beziehungsweise Ihres Zahnarztes berücksichtigen. Im Allgemeinen gilt: Kühlung kann helfen: Um Schwellungen und Schmerzen zu minimieren, können Sie Ihre Wange nach der Operation sanft von außen kühlen. Schonung: Vermeiden Sie körperliche Anstrengung, Sport und schweres Heben in den ersten zwei Wochen nach dem Eingriff. Auch großer Wärme sollten Sie sich erst einmal nicht aussetzen. Mundhygiene anpassen: In den ersten zehn Tagen nach der Operation sollten Sie darauf verzichten, Ihre Zähne in unmittelbarer Nähe der Wunde zu putzen, um Verletzungen möglichst zu vermeiden. Auch danach ist beim Putzen zunächst Vorsicht geboten - wählen Sie am Anfang eine weiche Zahnbürste und machen Sie sanfte Bewegungen. Eine antibakterielle Mundspülung können Sie in der Regel bereits nach drei Tagen verwenden. Auf Rauchen verzichten: Nikotin verschlechtert die Wundheilung und kann das Risiko für Entzündungen deutlich erhöhen. Um Ihr Implantat zu schützen, sollten Sie deshalb mindestens zwei Wochen lang auf das Rauchen verzichten.Weiche Kost bevorzugen: Ihr Implantat sollte anfangs noch nicht belastet werden. Nehmen Sie in den ersten Tagen also am besten weiche Speisen wie Suppen , Smoothies oder Pürees zu sich. Kontrolltermine wahrnehmen: Damit Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt den Heilungsprozess des Implantats im Blick behalten und sicherstellen kann, dass alles nach Plan verläuft, sind regelmäßige Kontrollen erforderlich. Ein Datum für den ersten Kontrolltermin erhalten Sie in der Regel direkt im Anschluss an die Operation. Warnzeichen ernst nehmen: Wenden Sie sich bei anhaltenden Schmerzen, starken Schwellungen oder Nachblutungen umgehend an Ihre zahnärztliche Praxis.Mehr Tipps, wie Sie Ihr ausgeheiltes Implantat langfristig schützen, finden Sie im Artikel "Zahnimplantate: festsitzender Zahnersatz" .
Bayerische Landeszahnärztekammer (BLZK): Implantate, 2017. URL: https://shop.blzk.de/blzk/site.nsf/gfx/implantate_broschuere_blzk.pdf/$file/implantate_broschuere_blzk.pdf (abgerufen am: 14.10.2025).Bayerische Landeszahnärztekammer (BLZK) - zahn.de: Nach der Zahnimplantat-Operation, 09.10.2018. URL: https://www.zahn.de/zahn/web.nsf/id/pa_nach_zahnimplantat_op.html (abgerufen am: 15.10.2025).Bayerische Landeszahnärztekammer (BLZK) - zahn.de: Wie läuft eine Implantation ab?, 16.01.2019. URL: https://www.zahn.de/zahn/web.nsf/id/pa_implantate_eingriff.html (abgerufen am: 14.10.2025).Bundesverband für Ambulantes Operieren e. V. - operieren.de: Einpflanzung künstlicher Zahnwurzeln (Implantate), o. J. URL: https://www.operieren.de/e3224/e10/e1196/e1201/e1203/ (abgerufen am: 15.10.2025).Deutsche Mundgesundheitsstiftung (DMS): Wie lange dauert es, ein Zahnimplantat einzusetzen?, o. J. URL: https://die-mundgesundheitsstiftung.de/wie-lange-dauert-es-ein-implantat-zu-setzten/ (abgerufen am: 15.10.2025).
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