Wann wird eine Ausschabung gemacht? 

Wurde der Mutterkuchen (die Plazenta) im Zuge der Schwangerschaft nicht vollständig ausgestoßen, werden die Plazentareste mittels der Ausschabung entfernt. Eine Ausschabung kann nach einer Fehlgeburt oder nach einer Entbindung notwendig sein.

Wie wird eine Ausschabung gemacht?

In Deutschland werden Ausschabungen mit einer leichten Vollnarkose gemacht. Der Eingriff dauert ungefähr 15 Minuten. Sofern der Gebärmutterhals noch nicht offen ist, wird er leicht geweitet. Die Schwangerschaftsreste und die Gebärmutterschleimhaut werden mit einer Art stumpfem Löffel entfernt. Alternativ gibt es auch die Möglichkeit einer Absaugung. Je nach Anlass der Ausschabung, findet sie ambulant oder stationär statt. Bei einer Fehlgeburt in der Frühschwangerschaft können Sie nach einigen Stunden unter Beobachtung in der Regel nach Hause. 

Es kann sein, dass Sie in der ersten Woche nach dem Eingriff Nachblutungen haben, ähnlich der Regelblutung. Der Muttermund ist dann noch leicht geöffnet. Darum ist es wichtig, dass Sie vorerst keine Tampons benutzen und Schwimmbad, Sauna und Geschlechtsverkehr vermeiden. Ihr Körper braucht etwas Zeit, um sich zu erholen. 

Wann bekomme ich wieder meine Regelblutung?

Etwa vier bis acht Wochen nach der Ausschabung setzt die Regelblutung wieder ein. Bis zu diesem Zeitpunkt kann es immer wieder zu rot-bräunlichem Ausfluss kommen.

Wichtig zu wissen: In dieser Zeit können Sie trotzdem schwanger werden. Experten raten aber, etwa drei Monate nach einer Ausschabung, frühestens nach einer normalen Regelblutung, erneut schwanger zu werden .