StartseiteKrankheit & BehandlungenErkrankungenBehandlungen & MedizinAlternativ behandelnEigenbluttherapie für die Immunabwehr
Eigenbluttherapie für die Immunabwehr
Die Eigenbluttherapie setzt auf die Kraft des eigenen Körpers. Sie soll Heilungsprozesse anregen und das Immunsystem stärken. Hinweise auf ihre tatsächliche Wirksamkeit gibt es nur für einzelne Anwendungsbereiche.
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Louisa Bühler, Dres. Schlegel + Schmidt Medizinische Kommunikation GmbH
So wird die Eigenbluttherapie durchgeführtZu Beginn der Behandlung nimmt Ihnen die behandelnde Person eine kleine Menge Blut aus einer Vene ab. Je nach Verfahren wird dieses Blut anschließend im Labor unterschiedlich aufbereitet. Es kann beispielsweisemit UV Licht bestrahlt werden,mit Sauerstoff, Ozon oder homöopathischen Substanzen angereichert werden oderauf den flüssigen Blutanteil (Blutplasma) reduziert werden.Eine spezielle Form der Eigenbluttherapie ist die Behandlung mit plättchenreichem Plasma (PRP). Dafür werden die Blutplättchen gezielt im Blutplasma konzentriert.
Blutplättchen - kleine HelferBlutplättchen, medizinisch Thrombozyten, spielen eine wichtige Rolle bei der Wundheilung. Sie sorgen gemeinsam mit anderen Blutbestandteilen dafür, dass das Blut gerinnt. Es bildet sich ein Blutpfropf, der die Wunde verschließt. Außerdem setzen sie bestimmte Botenstoffe frei, die das Gewebe bei der Heilung unterstützen.
Wie das aufbereitete Blut oder Blutplasma dann wieder in den Körper gelangt, hängt vom Behandlungsziel ab. Der Therapeut oder die Therapeutin kann es beispielsweise in die Haut, die Muskeln, die Nähe von Sehnen oder in die Gelenke spritzen. Gelegentlich wird das Eigenblut auch zu Tropfen verarbeitet und auf die Zunge gegeben.Wann wird eine Eigenbluttherapie eingesetzt?Die alternative Behandlungsmethode wird bei verschiedenen Beschwerden und Erkrankungen angewandt. Dazu zählen unter anderem:Gelenkbeschwerden, z. B. bei Arthrose Muskel- und Sehnenbeschwerden, z. B. beim Tennisarm MuskelverletzungenKnochenaufbau bei Zahnimplantaten Haarausfall chronische Entzündungen, z. B. bei Nebenhöhlenentzündung oder Mandelentzündung Hauterkrankungen, z. B. bei Atopischer Dermatitis, Schuppenflechte oder Akne ästhetische Behandlungen, z. B. zur Faltenreduktion
Eigenbluttherapie im FaktencheckDie Wirksamkeit der Eigenbluttherapie ist wissenschaftlich umstritten. Es gibt zwar Studien, die darauf hinweisen, dass sie bei bestimmten Beschwerden helfen kann. So kann zum Beispiel Knie-Arthrose mit plättchenreichem Plasma (PRP) behandelt werden. Für viele andere Einsatzgebiete gibt es jedoch keine belastbaren wissenschaftlichen Belege. Deshalb zählt die Eigenbluttherapie zu den alternativen Verfahren und ist medizinisch nicht allgemein anerkannt.
Worauf Sie achten solltenWenn Sie eine Eigenbluttherapie machen möchten, können Ihnen folgende Tipps Orientierung bieten: Eine Eigenbluttherapie sollte nie eine bewährte medizinische Behandlung ersetzen, da sich Krankheiten sonst verschlimmern oder weiter fortschreiten können.Achten Sie bei der Praxiswahl auf die Qualifikation des Personals. In Deutschland darf nur medizinisches Fachpersonal unter ärztlicher Verantwortung Blut entnehmen und aufbereiten. Eine Heilpraktikererlaubnis qualifiziert beispielsweise nicht zur Herstellung von Eigenblutprodukten.Lassen Sie sich Ablauf, Behandlungsziele, Kosten und Risiken ausführlich erklären.
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