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Startseite Krankheit & Behandlungen Erkrankungen Behandlungen & Medizin Diabetes Diabetes vorbeugen Früherkennung von Diabetes mellitus Typ 2
Früherkennung von Diabetes mellitus Typ 2 Diabetes mellitus Typ 2 entwickelt sich meist über viele Jahre und ohne spürbare Beschwerden. Wird der erhöhte Blutzucker jedoch früh erkannt, kann er in vielen Fällen gut behandelt werden. Um eine Diagnose zu stellen, stehen verschiedene Untersuchungen zur Verfügung. Hier erfahren Sie, wie diese Tests ablaufen und bei welchen Messwerten ein Diabetes vorliegt. – Karoline Höß, Dres. Schlegel + Schmidt Medizinische Kommunikation GmbH
Wann wird auf Diabetes Typ 2 getestet? Diabetes Typ 2 wird häufig zufällig entdeckt, beispielsweise wenn im Rahmen des Gesundheits Check ups ein erhöhter Blutzuckerwert festgestellt wird. Wenn in Ihrer Familie Diabetes Typ 2 vorkommt oder Ihr persönliches Diabetes-Risiko aus anderen Gründen erhöht ist, kann es auch sein, dass Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Ihnen einen Blutzuckertest anbietet.
Wie hoch ist mein Risiko für Diabetes Typ 2?Ihr persönliches Diabetes-Risiko können Sie mit dem Deutschen Diabetes-Risiko-Test des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung oder dem GesundheitsCheck DIABETES (FINDRISK) der Deutschen Diabetes Stiftung einschätzen.Beide Tests sind kostenlos, beruhen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und liefern innerhalb weniger Minuten ein Ergebnis. Zusätzlich erhalten Sie konkrete Tipps, wie Sie Ihr Diabetes-Risiko senken können.
Wie wird Diabetes Typ 2 festgestellt?Es gibt mehrere Laboruntersuchungen, mit denen sich ein erhöhter Blutzucker feststellen lässt: Der Nüchternblutzucker wird meist morgens bestimmt, da Sie mindestens acht Stunden lang nichts essen dürfen, bevor Ihnen Blut abgenommen wird. Blutzuckerwerte unter 100 mg/dl liegen im Normalbereich, Werte ab 126 mg/dl sprechen für eine Diabetes-Erkrankung.Der Langzeitblutzucker oder HbA1c zeigt an, wie hoch der Blutzucker innerhalb der letzten drei Monate war. Je höher der Blutzuckerwert ist, desto mehr Zucker lagert sich an den roten Blutfarbstoff Hämoglobin (Hb) an. Da rote Blutkörperchen etwa drei Monate lang leben, gibt der HbA1c einen guten Überblick über diesen Zeitraum. Auch für diesen Wert wird Ihnen Blut abgenommen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie vorher etwas gegessen haben oder nicht. Liegt der HbA1c unter 5,7 Prozent, ist das unbedenklich - bei 6,5 Prozent oder höher könnte ein Diabetes vorliegen.Der Gelegenheitsblutzucker kann sehr schnell aus einem Tropfen Blut bestimmt werden. Bei dieser Methode deuten Blutzuckerwerte über 200 mg/dl auf Diabetes mellitus hin. Niedrigere Werte können eine Diabetes-Erkrankung jedoch nicht ausschließen.Welche Untersuchungen in Ihrem Fall sinnvoll sind, besprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin. Wichtig ist, dass für eine Diagnose mindestens zwei dieser Messwerte über den jeweiligen Grenzwerten für Diabetes mellitus liegen müssen. Sind die Ergebnisse widersprüchlich, können die Untersuchungen wiederholt werden. Unter Umständen wird ein weiterer Test durchgeführt: der orale Glukose-Toleranztest (oGTT).Für den oGTT müssen Sie nüchtern sein und dürfen auch während der Untersuchung nichts essen und nicht rauchen. Sie trinken zunächst eine Zuckerlösung mit 75 Gramm Traubenzucker (Glukose), dann wird Ihnen einmal sofort und einmal nach zwei Stunden Blut abgenommen. Als normal gelten unter 100 mg/dl für den ersten Blutzuckerwert und unter 140 mg/dl nach zwei Stunden. Sollte der erste Blutzuckerwert über 125 mg/dl und der Wert nach zwei Stunden bei 200 mg/dl oder höher liegen, kann das die Diabetes-Diagnose bestätigen.Was ist Prädiabetes?Es kann sein, dass Ihre Blutzuckerwerte in den verschiedenen Verfahren erhöht sind, aber noch unter der Diagnosegrenze für Diabetes mellitus liegen. Dann ist Ihr persönliches Diabetes-Risiko erhöht - Fachleute sprechen auch von Prädiabetes . Werden solche Werte bei Ihnen festgestellt, kann das eine Chance sein, frühzeitig gegenzusteuern und eine Diabetes-Erkrankung hinauszuzögern oder möglicherweise sogar zu vermeiden.Was passiert nach der Diagnose?Eine Diabetes-Diagnose löst häufig Unsicherheit aus - das ist verständlich. Gleichzeitig bietet die frühe Diagnose eine echte Chance: Wenn Sie frühzeitig wissen, dass Ihr Blutzucker erhöht ist, können Sie gezielt handeln und häufig den Verlauf Ihrer Erkrankung maßgeblich beeinflussen.Ihre individuelle Diabetes-Behandlung planen Sie in der Regel gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Häufig reichen zu Beginn Veränderungen im Lebensstil aus: Eine ausgewogene Ernährung , regelmäßige Bewegung und gegebenenfalls eine Gewichtsabnahme können Ihre Blutzuckerwerte positiv beeinflussen. Wenn Sie Ihre Therapie langfristig umsetzen, können Sie Folge-Erkrankungen oftmals vorbeugen oder diese verzögern - und damit Ihre Lebensqualität im besten Fall langfristig erhalten.
Berufsverband Deutscher Internistinnen und Internisten (BDI) - Internisten im Netz: Typ-2-Diabetes: Untersuchungen & Diagnose, 05.12.2022. URL: https://www.internisten-im-netz.de/krankheiten/typ-2-diabetes/untersuchungen-diagnose.html (abgerufen am: 04.08.2026).Deutsche Diabetes Gesellschaft e. V. (DDG): S3-Leitlinie Nationale VersorgungsLeitlinie (NVL) Typ 2 Diabetes. Stand: 15.05.2023. URL: https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/nvl-001 (abgerufen am: 22.07.2026).Helmholtz Zentrum München - diabinfo: Wie wird Diabetes Typ 2 diagnostiziert?, 19.12.2023. URL: https://www.diabinfo.de/leben/typ-2-diabetes/grundlagen/diagnose.html (abgerufen am: 28.07.2026).Stiftung Gesundheitswissen - stiftung-gesundheitswissen.de: Was ist Diabetes Typ 2?, o. J. URL: https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/diabetes-typ-2/allgemeines (abgerufen am: 04.08.2026).
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