StartseiteKrankheit & BehandlungenErkrankungenBehandlungen & MedizinDiabetesDiabetes vorbeugenWas ist das metabolische Syndrom?
Was ist das metabolische Syndrom?
Das metabolische Syndrom ist keine eigenständige Erkrankung, sondern beschreibt das gemeinsame Auftreten mehrerer gesundheitlicher Risikofaktoren. Kommen diese zusammen, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für Folgeerkrankungen wie Typ-2-Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Mit einem gesunden Lebensstil lässt sich allerdings oft gegensteuern.
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Charlotte Schade, Dres. Schlegel + Schmidt Medizinische Kommunikation GmbH
Beim metabolischen Syndrom treffen vier Aspekte aufeinander:Starkes Übergewicht (Adipositas) BluthochdruckErhöhter BlutzuckerErhöhte BlutfettwerteUmgangssprachlich wird das metabolische Syndrom auch als Wohlstandssyndrom bezeichnet, da es eng mit Bewegungsmangel und einer kalorienreichen Ernährung zusammenhängt. In Deutschland ist ungefähr jede fünfte Person betroffen.Oft entwickelt sich das metabolische Syndrom über viele Jahre hinweg. Bleiben die einzelnen Faktoren unbehandelt, können sie auf Dauer die Blutgefäße, die Organe und den Stoffwechsel belasten. Dadurch steigt das Risiko für Typ-2-Diabetes , Herz-Kreislauf- und Gefäßerkrankungen. Infolgedessen kann auch ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall wahrscheinlicher werden. Umso wichtiger ist es, Risikofaktoren frühzeitig zu erkennen und ihnen entgegenzuwirken.Wie äußert sich das metabolische Syndrom? Das metabolische Syndrom entwickelt sich meist schleichend und verursacht zunächst oft keine spürbaren Beschwerden. Viele Betroffene fühlen sich lange Zeit gesund und erfahren erst bei einer routinemäßigen Vorsorgeuntersuchung von erhöhten Blutdruck-, Blutfett- oder Blutzuckerwerten.Ein erstes Anzeichen ist häufig Übergewicht , insbesondere wenn sich Fettgewebe vor allem am Bauch ansammelt. Zwischen den ersten Veränderungen des Stoffwechsels und möglichen Folgeerkrankungen können viele Jahre oder sogar Jahrzehnte liegen.So läuft die Diagnose abDie Diagnose erfolgt meist in der hausärztlichen Praxis. Zunächst erkundigt sich Ihre Ärztin oder Ihr Arzt nach bestehenden Erkrankungen und Ihrer Lebensweise. Dabei geht es vor allem darum, Risikofaktoren wie Bewegungsmangel oder eine unausgewogene Ernährung ausfindig zu machen.Anschließend folgen verschiedene körperliche Untersuchungen. Dabei wird hauptsächlich Folgendes überprüft: Körpergewicht und Größe Body-Mass-Index (BMI)TaillenumfangBlutdruckBlutwerte Von einem metabolischen Syndrom sprechen Fachleute, wenn mindestens drei der folgenden fünf Kriterien erfüllt sind:Starkes Übergewicht (Adipositas) Erhöhter Blutdruck (systolischer Blutdruck ab 130/85 mmHg, diastolischer Blutdruck ab 85 mmHg)Erhöhter Blutzuckerspiegel im nüchternen Zustand (ab 100 mg/dl)Erhöhte Blutfettwerte (Triglyzeride ab 150 mg/dl)Niedriges HDL-Cholesterin (bei Männern unter 40 mg/dl, bei Frauen unter 50 mg/dl)Wie wird das metabolische Syndrom behandelt?Das wichtigste Ziel der Therapie besteht darin, Folgeerkrankungen wie etwa Typ-2-Diabetes oder eine Fettleber zu vermeiden. Im Mittelpunkt steht daher eine nachhaltige Umstellung des Lebensstils, insbesondere gewichtsreduzierende Maßnahmen:Regelmäßig bewegen: täglich mindestens 30 Minuten moderate AktivitätAusgewogen ernähren: Fettarme, vitaminreiche Kost, die aus reichlich Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten bestehtAuf Alkohol und Zigaretten verzichtenWenn ein gesunder Lebensstil allein nicht reicht Sind die Blutdruck-, Blutzucker- oder Blutfettwerte bereits deutlich erhöht, kann eine ergänzende medikamentöse Therapie erforderlich sein. Welche Behandlung sinnvoll ist, entscheidet die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt individuell.Bei starkem Übergewicht, das auch auf Veränderungen in der Lebensweise nicht anspricht, kann in bestimmten Fällen ein operativer Eingriff zur Magenverkleinerung infrage kommen. Danach haben Betroffene unter anderem ein reduziertes Hungergefühl, was die Gewichtsreduktion erleichtern kann. Tipps zur VorbeugungSo, wie das metabolische Syndrom behandelt wird, kann ihm auch vorgebeugt werden: mit einem aktiven, gesunden Lebensstil. Regelmäßige Bewegung verbessert die Insulinempfindlichkeit der Zellen, kräftigt das Herz-Kreislauf-System und hilft dabei, Normalgewicht zu erreichen und zu halten. Ebenso wichtig ist eine fettarme, vitaminreiche Ernährung mit möglichst wenig stark verarbeiteten Lebensmitteln. Wer zudem auf das Rauchen verzichtet und Alkohol nur in Maßen konsumiert, kann sein Risiko zusätzlich senken.Entscheidend ist dabei nicht, dass Sie alles perfekt umsetzen, sondern dass Sie langfristig am Ball bleiben. Schon kleine, dauerhaft umgesetzte Veränderungen können mit der Zeit einen spürbaren Unterschied machen.
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Berufsverband deutscher Internistinnen und Internisten (BDI) - Internisten im Netz: Tipps gegen ein Metabolisches Syndrom, 19.08.2022. URL: https://www.internisten-im-netz.de/krankheiten/metabolisches-syndrom/tipps-gegen-ein-metabolisches-syndrom.html (abgerufen am: 02.206.2026).Bundesministerium für Gesundheit (BMG) - gesund.bund.de: Metabolisches Syndrom, 11.01.2023. URL: https://gesund.bund.de/metabolisches-syndrom (abgerufen am: 02.06.2026).Deutsches Zentrum für Diabetesforschung (DZD), Deutsches Diabetes-Zentrum (DDZ), Helmholtz Zentrum München - diabinfo: Metabolisches Syndrom: Vorbeugen, erkennen, gegensteuern, o. J. URL: https://www.diabinfo.de/vorbeugen/was-kann-ich-tun/metabolisches-syndrom.html (abgerufen am: 02.06.2026).Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) - gesundheitsinformation.de: Metabolisches Syndrom, 17.05.2021. URL: https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/stoffwechsel/metabolisches-syndrom.html (abgerufen am: 02.06.2026).
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