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Ovarialkarzinom: Krebs in den Eierstöcken Eierstockkrebs, in der Medizin auch Ovarialkarzinom genannt, gehört zu den selteneren Krebserkrankungen. In Deutschland sind pro Jahr etwa 7.000 Frauen betroffen. Da die Beschwerden meist unspezifisch sind, wird die Erkrankung oft erst spät erkannt. Umso wichtiger ist es, Risikofaktoren, Anzeichen und Behandlungsmöglichkeiten zu kennen. Charlotte Schade, Dres. Schlegel + Schmidt Medizinische Kommunikation GmbH
Ein Ovarialkarzinom entsteht, wenn sich Zellen in den Eierstöcken verändern und unkontrolliert wachsen: Aus zunächst gesunden Zellen werden bösartige Zellen, die gesundes Gewebe verdrängen und sich im Körper ausbreiten können. Alle Menschen, die über weibliche Geschlechtsorgane verfügen, können an Eierstockkrebs erkranken. Am häufigsten betroffen sind Frauen über 50 Jahre. Das Gute ist: Seit etwa 20 Jahren gehen die Zahlen der Neuerkrankungen und Todesfälle durch Eierstockkrebs deutlich zurück.Welche Risikofaktoren gibt es?Es lässt sich nicht mit Sicherheit vorhersagen, wer an einem Ovarialkarzinom erkranken wird. Bestimmte Bedingungen können allerdings die Wahrscheinlichkeit dafür erhöhen. Als Risikofaktoren geltenhöheres Alter,Kinderlosigkeit,Hormontherapie in der Menopause,Unfruchtbarkeit,Asbest,Übergewicht,erbliche Veranlagung sowiebestimmte Vorerkrankungen wie Darmkrebs , Brustkrebs oder Gebärmutterkrebs .Anderen Faktoren wird hingegen zugeschrieben, das Risiko für Eierstockkrebs tendenziell zu senken. Dazu zählen häufige Geburten, das Einnehmen der Anti-Baby-Pille, längere Stillzeiten oder eine Sterilisation, die die Eileiter verschließt. Zuverlässigen Schutz vor einem Ovarialkarzinom gibt es jedoch nicht.Anzeichen von EierstockkrebsDie Symptome eines Ovarialkarzinoms sind meist unspezifisch und machen sich häufig erst dann deutlich bemerkbar, wenn bereits andere Organe betroffen sind. Deshalb ist es wichtig, dass Sie Ihren Körper im Blick behalten, ungewöhnliche Veränderungen ernst nehmen und frühzeitig eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen.Folgende Anzeichen können unter Umständen auf Eierstockkrebs hinweisen:Diffuse Verdauungsbeschwerden, die sich keiner klaren Ursache zuordnen lassen (z. B. Magenschmerzen, Blähungen, Völlegefühl, Verstopfungen oder Veränderungen im Stuhl)Zwischenblutungen oder Blutungen in der MenopauseHäufigeres Wasserlassen als gewöhnlichSchmerzen beim vaginalen SexUnerklärliche Gewichtsreduktion, insbesondere wenn gleichzeitig der Bauchumfang zunimmtDiagnose von EierstockkrebsJe früher ein Ovarialkarzinom erkannt wird, desto größer sind die Heilungschancen. Besteht der Verdacht auf Eierstockkrebs, ist der erste Schritt ein Gespräch in der gynäkologischen Praxis. Bei dieser sogenannten Anamnese fragt Sie die Ärztin beziehungsweise der Arzt nach Vorerkrankungen, möglicherweise bestehenden Risikofaktoren und Ihren körperlichen Beschwerden. Anschließend werden die Bauchdecke von außen sowie von innen über die Vagina abgetastet und die innenliegenden Geschlechtsorgane untersucht. Ein vaginaler Ultraschall kann Auskunft darüber geben, ob die Eierstöcke auffällige Veränderungen aufweisen. In manchen Fällen kommen auch bildgebende Verfahren zum Einsatz, also zum Beispiel MRT oder CT.Wird an den Eierstöcken ein Tumor entdeckt, ist zur endgültigen Diagnose ein operativer Eingriff notwendig. Dabei wird das erkrankte Gewebe entnommen und anschließend untersucht. Nur so lässt sich feststellen, ob der Tumor bösartig ist. Liegt eine Krebserkrankung vor, kann durch die Operation außerdem geklärt werden, ob und wie weit sie bereits fortgeschritten ist.Wie wird Eierstockkrebs behandelt?Die Therapie eines Ovarialkarzinoms hängt vor allem davon ab, wie weit der Krebs bereits fortgeschritten ist.Frühe Stadien (I bis IIa): Der Krebs liegt in den Eierstöcken, im Eileiter oder in der Gebärmutter vor. Wird der Tumor sehr früh (Stadium Ia) erkannt, reicht oft eine Operation als Behandlungsmaßnahme aus. Bei dem Eingriff wird der Krebs entfernt. Bei allen anderen frühen Stadien schließt sich eine Therapie mit einem einzelnen Chemotherapeutikum, eine sogenannte Monochemotherapie, an.Fortgeschrittene Stadien (IIb bis IV): Hat sich der Krebs bereits weiter im kleinen Becken oder im restlichen Körper ausgebreitet, schließt sich an die Operation in der Regel eine Chemotherapie an. Diese soll verbliebene Krebszellen zerstören oder ihr Wachstum bremsen.Zusätzlich zum Stadium muss auch der allgemeine Gesundheitszustand der betroffenen Person berücksichtigt werden. Neben Operation und Chemotherapie können weitere Behandlungsmethoden zum Einsatz kommen, zum Beispiel eine Antikörpertherapie. Dabei werden der Patientin künstlich hergestellte Antikörper verabreicht, die sich gegen die Krebszellen richten. Welcher Behandlungsplan im Einzelfall der richtige ist, entscheidet die Ärztin beziehungsweise der Arzt gemeinsam mit der Patientin.Wie geht es nach der Behandlung weiter?Nach einer abgeschlossenen Behandlung folgt eine individuell abgestimmte Nachsorge. Bei Kontrollterminen werden gynäkologische Untersuchungen durchgeführt und etwaige Beschwerden erfasst. Die Nachsorge zielt hauptsächlich darauf ab, einen möglichen Rückfall (Rezidiv) schnellstmöglich zu erkennen und behandeln zu können. In welchen Abständen die Kontrolltermine notwendig sind, hängt vom individuellen Krankheitsbild ab.Eine Krebserkrankung kann darüber hinaus auch psychisch belastend sein. Deshalb kann eine psychosoziale Beratung oder psychologische Betreuung ebenfalls Teil der Nachsorge sein. Vielen Betroffenen tut es außerdem gut, sich mit Menschen in ähnlichen Situationen auszutauschen. Dabei können Selbsthilfegruppen einen wertvollen Beitrag leisten. Der Frauenselbsthilfe Krebs Bundesverband e. V. bietet auf seiner Website Informationen zu Selbsthilfegruppen sowie telefonische Beratung.
Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz Österreich - gesundheit.gv.at: Eierstockkrebs, 18.08.2021. URL: https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/krebs/eierstock-gebaermutterhalskrebs/eierstock-diagnose.html (abgerufen am: 24.09.2025).Deutsche Krebsgesellschaft e. V. (DKG) und Stiftung Deutsche Krebshilfe: Patientinnenleitlinie Eierstockkrebs. Konsultationsfassung. Stand: 15.04.2025. URL: https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/fileadmin/user_upload/Downloads/Patientenleitlinien/Konsultationsfassung_Patientinnenleitlinie_Eierstpckkrebs.pdf (abgerufen am: 24.09.2025).Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) - krebsinformationsdienst.de: Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom), 11.02.2025. URL: https://www.krebsinformationsdienst.de/eierstockkrebs (abgerufen am: 24.09.2025).Krebsliga Schweiz: Was ist Eierstockkrebs?, 02.2024. URL https://www.krebsliga.ch/ueber-krebs/krebsarten/eierstockkrebs/was-ist-eierstockkrebs (abgerufen am: 24.09.2025).Stiftung Deutsche Krebshilfe: Eierstockkrebs, 01.2024. URL: https://www.krebshilfe.de/informieren/ueber-krebs/krebsarten/eierstockkrebs/ (abgerufen am: 24.09.2025).
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